#30 Warum gute Menschen oft erschöpfen...
Shownotes
Viele Menschen in helfenden Berufen – Coaches, Therapeuten, Energetiker oder intuitive Begleiter – rutschen unbewusst in ein Muster von Überverantwortung. Ich kenne das nur zu gut. Ich habe über Jahre selbst erlebt, wie schnell man beginnt, die Veränderung für andere mehr zu wollen als sie selbst.
Und das fühlt sich zuerst sinnvoll an. Es fühlt sich sogar liebevoll an.
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Doch irgendwann zeigt der Körper die Wahrheit: emotionale Erschöpfung, Stress im Nervensystem, verlorene Selbstführung und dieses vertraute Gefühl, „nicht genug“ zu sein.
Diese Episode entstand aus einem Moment, in dem ich wieder klar gesehen habe, wie fein diese Grenze ist – und wie schnell man sie überschreitet, wenn man mit Menschen arbeitet. Und genau deshalb nehme ich dich heute Schritt für Schritt mit hinein: Wie du dieses Muster erkennst. Wie du dich davon löst. Und wie du das tust, ohne deine Wärme, deine Verbundenheit oder deine Wirkung zu verlieren.
In dieser Folge erfährst du – und ich erzähle aus meiner eigenen Erfahrung:
🔥 Warum Überverantwortung dein Nervensystem überlastet und wie ich selbst gemerkt habe, wann ich trage statt begleite – oft zu spät, aber klar erkennbar.
🔥 Wie du gesunde Boundaries setzt ohne hart zu werden oder dich zu verschliessen. Ich habe lange geglaubt, Grenzen würden Beziehung schwächen. Heute weiss ich: Sie schützen sie.
🔥 Warum Systeme brechen, wenn du Verantwortung übernimmst, die nicht deine ist und was das in Coaching, Therapie, Partnerschaft oder Familie auslöst.
🔥 Wie du deine Energie schützt und deine Frequenz stabil hältst – besonders dann, wenn Menschen neben dir stagnieren oder nicht in die Umsetzung kommen.
🔥 Wie du Verantwortung liebevoll zurückgibst ohne Distanz zu schaffen. Das war einer der schwersten, aber befreiendsten Lernschritte für mich.
🔥 Weshalb Verbundenheit und Verantwortung so leicht verwechselt werden und wie du diese beiden Ebenen im Alltag unterscheiden kannst – eine Erkenntnis, die meine Arbeit komplett verändert hat.
🔥 Wie du wieder in Selbstführung, Leichtigkeit und energetische Klarheit kommst – jenseits von People Pleasing, Überanpassung oder alten Rettermustern, die sich so leicht einschleichen.
Für wen ist diese Folge? Für alle, die mit Menschen arbeiten – therapeutisch, intuitiv, seelisch oder beratend – und spüren:
„Ich möchte wirken, ohne mich zu verlieren.“
Diese Episode unterstützt dich dabei, deine Energie zu schützen, deine Grenzen zu ehren und in deiner Arbeit klar, liebevoll und wirksam zu bleiben.
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Und teile die Episode mit jemandem, der sie heute hören sollte.🙏
Transkript anzeigen
Speaker 1: Wenn du mit Menschen arbeitest, therapeutisch, energetisch, seelisch, dann kennst du diesen Moment. Du willst für jemanden mehr, als er für sich selbst will. Und das fühlt sich zuerst an wie Liebe oder wie Verbundenheit, halt wie eine gute Beziehung. Aber energetisch ist es etwas anderes.
00:00:20: Du trägst Verantwortung, die nicht dir gehört. Und jedes System, das Verantwortung abgibt, bricht irgendwann. Damit sie zurückfällt, die Verantwortung. Heute hörst du wieder eine Episode unserer Serie Neuromagie wirkt, wo wir zeigen, wie Bewusstsein, Wissenschaft und Energie zusammenkommen.
00:00:43: Im Leben, in Beziehung und im Business. Und jetzt viel Spass bei Fein und Fühlig. Hallo, hallo. Herzlich willkommen heute.
00:00:52: Und ich habe dich wieder alleine für mich. In dieser Episode Neuromagie wirkt möchte ich über dieses Thema der Verantwortung sprechen. Aus aktuellem Anlass, weil mir mal wieder was bewusst wurde. Wie stark wir, wenn wir menschbezogen arbeiten, also in all diesen helfenden Berufen, wie stark wir versucht sind, die Verantwortung von anderen zu übernehmen.
00:01:17: Vielleicht aus lauter Liebe, weil es Gewohnheit ist, weil wir uns dadurch erhoffen, dass die Beziehung besser wird oder weil wir das einfach nicht anders kennen, gerade als Feinfühlende. Und es gibt so Szenen, die das verdeutlichen. Wenn du in einer Sitzung bist mit einem deiner Kunden und am Ende dieser Session bist du erschöpfter als dein Klient. Oder du denkst sehr oft, ich hoffe, er setzt es um.
00:01:45: Oder ich hoffe, sie kann jetzt damit arbeiten. Oder ich hoffe, das Leben verändert sich jetzt positiv. Und wenn jemand diese Veränderung nicht erlebt, dann fühlst du dich schuldig, dann fühlst du dich irgendwie schlecht und denkst, du hättest einen falschen Job gemacht oder du hättest einen schlechten Job gemacht. Oder du könntest dich noch verbessern oder du könntest das noch optimieren.
00:02:06: Und du möchtest diese Menschen auch tragen, du möchtest diese Räume halten. Das sagen ja Karin und ich sehr oft, diese Räume halten. Und am Ende landest du im Tragen. Und das ist eben nicht wirklich eine Fürsorge, sondern das ist Überverantwortung.
00:02:25: Und gerade für uns Feinfühlende ist das immer wieder ein Punkt, wo wir achtsam damit umgehen dürfen, dass wir nicht in diese Überverantwortung fallen und Menschen über die Ziellinie tragen, die es a gar nicht wollen und b, die unsere Kräfte einfach verbrauchen, ohne dass wir was davon haben, ohne dass tatsächlich im Feld was bewegt wird, ohne dass das Leben sich tatsächlich verändert für uns und fürs Gegenüber. Ich hatte diese Woche wieder einen Moment, wo mir bewusst wurde, wie wir eigentlich so gestartet sind. Mit ganz viel Richtigmachen.
00:03:04: Als wir unser Coaching-Business aufgebaut haben, wollten wir ganz vielen Menschen helfen, ganz vielen Feinfühlenden. Das war dann so, dass wir uns in dieser Verantwortung gesehen haben, dass wir gedacht haben, Wir sehen ja, und vielleicht geht es dir da ähnlich, wir sehen ja, was die Menschen brauchen würden, was jetzt der nächste Schritt ist, damit sich was verändert. Dumm nur, wenn dann die Menschen genau diesen Schritt nicht gehen, den ich für sie als richtig empfinde. Das ist eine typische Falle, in die wir tappen können, wenn wir menschbezogen arbeiten.
00:03:38: Es wurde mir bewusst, was vor diesen vier Jahren passiert ist, wo wir ganz viele Kunden haben, die sich angezogen haben von uns, angezogen gefühlt haben von uns, wo es richtig toll gematcht ist, wo tolle Beziehungen daraus entstanden sind, wo wir im Verlauf der Zeit gemerkt haben, dass in den Calls beispielsweise, die wir gehalten haben, es vor allem darum ging, immer wieder neue aufkommende Probleme zu lösen. Dass es immer wieder darum ging, dass wir ihre Themen lösen. Und zuerst war uns das gar nicht bewusst, weil es macht ja Spaß, ich habe ja Fähigkeiten, ich habe ja Wissen und ich kann damit ja umgehen.
00:04:19: Und mit der Zeit haben wir festgestellt, dass bei uns nach den Calls ein ungutes Gefühl da war, weil wir gedacht haben, Was haben wir jetzt gemacht? Warum wirkt es denn nicht? In der nächsten Woche oder in den nächsten zwei Wochen war ein selbes oder vielleicht ein nächstes Thema wieder da. Unser Reflex war damals, unser System umzustellen.
00:04:42: Dass wir nicht mehr so viel Gelegenheit geben, Fragen zu stellen. Vielleicht kennst du das. Das ist eine typische Vermeidungsstrategie. dass wir dann angefangen haben, dass wir das umgehen, dass wir nicht mehr dieses Sichtbarmachen von dem, dass wir der Konfrontation aus dem Weg gegangen sind.
00:05:03: Typisches Vermeiden halt. Und danach war es besser. Wir haben dann die Calls umgestellt und wir haben Menschen mehr in ihrer Verantwortung gesehen. Immer mal wieder kommt es vor, dass wir bemerkt haben, dass es Menschen gibt, die es zwar wüssten, weil sie Wissen ansammeln, aber zeitgleich nicht in diese Umsetzung kommen.
00:05:27: Heute wurde mir wieder was bewusst. Erneut. Das ganz oft wie eine gute Beziehung und eine Freundschaft, ob in Familie oder auch in der Partnerschaft, auch mit Kunden. Wenn es läuft, wenn alles rund läuft, ist gut.
00:05:42: Was passiert aber, wenn es nicht rund läuft? Und wenn es gar nichts mit der Beziehung zu tun hat? Gerade wenn du in helfenden Berufen bist, wo du Menschen begleitest oder dich selber zu Therapeuten begibst oder mit Menschen in Kontakt bist, die du gerne um Rat fragst. Was passiert da, wenn das, was gesagt wird, nicht umgesetzt wird oder wenn das, was gesagt wird, nicht so wirksam ist, wie du dir das vorstellst?
00:06:10: Findest du die Person noch gut, die dir diesen Rat erteilt hat? Findest du die Person noch gut, die dich in diesem Prozess begleitet? Was passiert da genau? Es gibt da zwei, drei Dinge, die wir als Menschen, die auch Systeme komplex verstehen, wo ich finde, es macht Sinn, da mal draufzugucken.
00:06:34: Denn ein System übernimmt ja immer nur das, was Resonanz hat. Ich kann das genau ablesen am Verhalten von Karin oder von der Dynamik von Karin und von mir in der Beziehung, wie das genau läuft, wenn wir diesen Spiegel bekommen oder diesen Verstärker. dann wird plötzlich sichtbar, was ich eigentlich möchte im Verhalten von Karin. Und dann ist es sehr einfach, auf diese persönliche Schiene zu rutschen in der Beziehung und dann das für wahrzunehmen und das wirklich persönlich zu nehmen auch, was dann in der Dynamik passiert, wenn wir mal nicht einverstanden sind mit etwas, was gegenübermacht oder wo ich denke, ich müsste Verantwortung
00:07:21: übernehmen. Da entsteht eben diese Starre. Ein System kann sich ja nur sich selber helfen. Ein System kann nur aus sich selber heraus das regulieren.
00:07:32: Ich habe die Tage mal eine Doku gesehen, wo man, glaube ich, in Frankfurt ums Bahnhofsviertel war. Wie das ausschaut, wie da die Entwicklung ist. Da kam ein Mann, der drogenabhängig ist. Im Gespräch wurde klar, dass man sehr gerne würde und aus dieser Situation herauskommen würde.
00:07:58: Mir ist aufgefallen, wie oft die Verweise passieren, dass ein System, der Staat oder eine Hilfsorganisation helfen müsste, damit ich aus diesem Punkt herauskomme. Und das mag ja sein, dass Menschen, die gerade mit Drogen in Berührung kommen, ganz besondere Bedürfnisse haben. Und zeitgleich funktioniert es genau gleich. der lernen will oder der lernen muss, zu Fuß zu laufen, dann wird er diese Fähigkeit nicht entwickeln.
00:08:30: Das heißt nicht, dass wir Menschen nicht mehr begleiten oder dass wir Menschen nicht mehr ernst nehmen in ihren Bedürfnissen, auch in ihren Anliegen. Es heißt nur, dass es mir nichts nützt, wenn ich die Verantwortung für jemanden anders übernehme und dem Gegenüber auch nicht. Weil die Systeme sind ja dann so aufgelegt und angelegt, irgendwann die Beziehung bricht, damit das Gegenüber wieder die Verantwortung übernehmen kann. Vielleicht ist dir auch schon aufgefallen, dass oftmals bei Jobs oder auch in Prozessen irgendetwas kreiert wird, irgendein Drama, irgendeine Unstimmigkeit oder in Beziehungen.
00:09:11: Irgendetwas, was nicht passt, damit diese Emotion oder dieses Gefühl sich zeigen kann. Vielleicht ist dann die Beziehung zu Ende, es gibt einen grossen Knall und dann ist es fertig, damit diese Verantwortung wieder übernommen wird, damit die Verantwortung wieder da ist, wo sie hingehört. Es gibt ganz viel, auch in der Literatur, in der Psychologie oder Psychoanalyse, wo darüber geschrieben wird. Wenn du trägst, dann kann der andere nicht wachsen.
00:09:43: Es ist sehr spannend, wie mich dieses Thema die Tage begleitet. Gestern habe ich einen kurzen Clip gesehen. Es waren zwei asiatische Kinder bei einer Tür, die offen war. Es war keine Tür mehr drin.
00:10:00: Eltern – ich weiss nicht, wer das war – haben breiten Tesafilm hingeklebt, sodass die Kinder quasi nicht durch diesen Durchgang gehen konnten. Es war ja transparent. Aber sie sind gegen dieses Klebeband gestoßen. Es waren zwei, höchstwahrscheinlich Zwillinge, Und der eine Zwilling war erstaunt, dass man da jetzt nicht durchgehen kann.
00:10:23: Und der andere Zwilling hat angefangen, dieses Band runterreissen zu wollen, was nicht geklappt hat. Und dann war dieser Moment da, wo man gespürt hat, ich werde jetzt wütend oder ich werde traurig. Und das Kind hat begonnen zu weinen. Und sein Geschwisterchen hat geguckt, wo kann ich denn durch, und hat unten eine große Lücke gefunden.
00:10:46: Das war kein Problem, da durchzukommen und ist dann durchgegangen und das andere hat es ihm nachgemacht. Die Verantwortung wäre jetzt auch gewesen, dieses Klebeband zu entfernen. Es war ja absichtlich dorthin platziert, weil man genau diese Reaktion filmen wollte oder bewusst machen wollte. Wir wachsen halt eben an der Verantwortung und nicht an dem, dass jemand die Verantwortung für uns übernimmt.
00:11:10: Auch wenn das Nervensystem alarmiert ist, auch wenn es ungute Gefühle gibt. Mein System, das habe ich auch bemerkt, geht dann in eine Aktivierung. In der Verantwortung fürs Gegenüber gehe ich in die Aktivierung. Ich aktiviere mich selbst, weil ich beispielsweise etwas mehr will als das Gegenüber oder denke zu glauben, was das Gegenüber braucht, und trage somit die Verantwortung.
00:11:38: Und das andere geht in Passivität. Das ist der Ausgleich. Je mehr ich es will, umso weniger kann das Gegenüber es selber wollen. Das können wir im Alltag beobachten, wie das läuft.
00:11:52: Immer dann, wenn es mir wichtiger ist als dem Gegenüber, stösse ich auf Widerstand. Oder genau dann passiert es nicht. Oder dann räumen die Kinder das Zimmer nicht auf. Oder genau dann funktioniert die Technik nicht.
00:12:04: Oder genau dann werde ich versetzt. Oder genau dann kommt das Mehl nicht. das ich unbedingt haben will. Das Universum ist hier nicht erfinderisch, sondern das folgt genau diesem Muster des Ausgleichs und das ist halt eben auch die Verantwortung.
00:12:22: Und in diesen vier Jahren, wo ich vorhin geschildert habe, da waren wir Ausgelaugt. Da haben wir ständig unsere Systeme hinterfragt. Wir haben ständig bei uns optimiert, weil wir gedacht haben, wenn wir uns optimieren, wird es besser. Das Bild ist wie ein übereifriger Scherpa, der nicht mit einem Zelt auf dem Rücken dich begleitet, sondern mit fünf Pfannen und drei Rucksäcken und fünf Isomatten und weiss nicht was alles noch.
00:12:51: Fünf Daunenjacken. Und der Scherpa ist fast unter dem Gewicht, der bricht zusammen. Aber das hat nichts damit zu tun, dass derjenige, der den Berg hochgeht, jetzt im Himalaya, wo die Sherpas arbeiten, selber den Berg hochgehen muss. Das hat mir wieder mal vor Augen geführt, dass es immer wieder zu justieren gibt, dass ich immer wieder Feintuning betreiben darf und gucken kann, wo trage ich denn Verantwortung im Alltag, das gar nicht meine ist?
00:13:22: Wo trage ich diese Verantwortung, weil ich glaube, es dem anderen einfacher zu machen? und nehme dem anderen die Gelegenheit, diese Erfahrung zu machen. Ich nehme dem anderen die Selbstwirksamkeit. Ich nehme dem anderen genau das, was er braucht, um zu wachsen.
00:13:40: Und wenn du diese Verantwortung für jemanden trägst, dann muss das System der Beziehung brechen. Irgendwann wird das der Fall sein, dass irgendwas passiert, damit du die Verantwortung abgibst, damit die Verantwortung quasi heimkehren darf, dorthin, wo sie hingehört. Das heisst nicht, dass es laissez-faire ist, dass es uns jetzt einfach egal ist und wir kaltherzig Menschen, die unsere Unterstützung brauchen oder die Begleitung brauchen, die auch einen Teil von einer Dienstleistung, deinen Service in Anspruch nehmen, wo du ihn wirklich weiterhilfst. Und das sind alle menschbezogenen Berufe.
00:14:20: Das ist egal, ob im Gesundheitswesen oder vielleicht sogar im Friseurgeschäft oder einfach überall dort, wo du am Menschen direkt eine Dienstleistung erbringst. Aber die Verantwortung kannst du nicht übernehmen. Das ist wie fremde Steine essen oder Steine verdauen zu wollen. Das wird dir nicht gelingen.
00:14:38: Genauso ist es energetisch mit dieser Verantwortung. Manchmal ist es uns nicht bewusst, weil diese Muster so eingeschult sind. Dass wir auch Liebe, dass wir auch Emotionen daraus ziehen, wenn Menschen dankbar sind, dass wir sie begleiten. uns fröhlich und freundlich gegenüberstehen und uns wirklich von Herzen dankbar sind, was wir tun.
00:15:00: Und dann merken wir gar nicht, dass die Verantwortung bei uns eben liegt und nicht beim Gegenüber. So ein Indiz dafür, wie das wirklich ausschaut, ist, wenn du Kunden hast oder generell Menschen, bei denen du merkst, dass du die Veränderung mehr willst als sie selber, und das über eine längere Zeit. Ich spreche hier nicht von einem einzelnen Tag, sondern über eine längere Zeit, vielleicht ein halbes Jahr. Wenn du einfach mal guckst, machst du dir immer wieder die Gedanken, was du eigentlich für diesen Menschen willst, und er spricht eigentlich gar nicht so darüber.
00:15:39: Du sprichst mehr über die Veränderung in seinem Leben als über die Veränderung bei ihm selber. Das ist ein Indiz, wo es angebracht ist, hinzugucken, ob du nicht die Verantwortung von jemandem trägst, der sie besser selber trauen würde. Oder du hast so stille Erwartungen, dass irgendwas passiert im Leben jetzt und jetzt und jetzt, wenn du menschenbezogen arbeitest und dann stellst du fest, nein, eigentlich passiert es gar nicht. Und du bist dann selber enttäuscht, weil beim Gegenüber diese Veränderung nicht eintritt.
00:16:16: Oftmals geht es in diese Verbundenheit, dass das schön ist, wenn alles gut ist und dass man merkt, dass es eigentlich um die Verantwortung geht. Denn Verbundenheit und Verantwortung kann man sehr, sehr schnell verwechseln. Du kannst mit einem Menschen verbunden sein und er ist in seiner vollen Verantwortung oder du kannst mit einem Menschen verbunden sein, gerade weil er nicht in der Verantwortung ist. Und wenn das so ein Muster ist bei dir, dann kann man das ändern.
00:16:49: Wenn du mit Mensch bezogen arbeitest, habe ich dir hier noch ein Vorgehen, das ich dir einfach mal empfehle, auszuprobieren, als Experiment, und zu gucken, wie das bei dir passiert, was da alles geht. Es ist egal, welches Setting das ist, aber vor einem Meeting oder wenn du eine Sitzung hast, oder du hast ein Gespräch, oder du kommst in eine Situation rein, dann darfst du dich einfach fragen, was gehört denn zu mir? Und was gehört zu dir? Wo kann ich aus einer Stärkeposition heraus einen Rat, wo darf ich den erteilen, wenn ich gefragt werde?
00:17:22: Oder wo bleibe ich tatsächlich bei mir auch energetisch, weil es um mich geht und nicht ums Gegenüber? Und was gehört zum Gegenüber wirklich? oder statt retten, weil du denkst, jemand müsste jetzt unbedingt aus einer Situation, die für dich schlimm ist, aber fürs Gegenüber vielleicht überhaupt nicht, dann darfst du einfach führen. Du darfst dir die Frage stellen, welche Verantwortung möchte denn das Gegenüber zurücknehmen?
00:17:52: Das darfst du natürlich dieser Person stellen. Diese Verantwortung ist gekoppelt auch direkt mit dem Tun. Es geht ja darum, etwas umzusetzen. Es geht darum, eine Energie auf den Boden zu bringen, um diese Traktion, dass tatsächlich etwas in Bewegung kommt.
00:18:08: Du darfst auch nach so einem Gespräch bei dir prüfen, ob du klar bist oder leer bist. Wenn eine Leere, eine Mattigkeit, eine Niedergeschlagenheit da ist, dann ist das ein Indiz dafür, dass du einfach zu viel trägst. Und diese Verantwortung kannst du zurückgeben. Das kannst du auch energetisch machen.
00:18:34: Wenn du dir einfach vorstellst, dass du diese Verantwortung zurückgibst an diese Person oder an das System, dann stellst du dir was vor, wie das wie so ein Zug oder ein Luftzug auf dem Wind, wie das einfach wieder zurückgeht. Die können das schon tragen. Jedes System schafft das. Oder in Beziehungen.
00:18:57: Wo trage ich dich, statt mit dir zu gehen? Oftmals, das kennen wir alle, in Beziehungen, das passt auch, wenn das zeitlich mal eine Zeit läuft. Und sich dessen Bewusstsein hilft einfach, dass es nicht ein Muster wird, unter dem du irgendwann leidest, dass du in Beziehungen nicht dafür da bist, den Partner zu tragen, sondern du bist in der Beziehung dazu da, mit deinem Partner zu gehen. Und das ist etwas völlig anderes.
00:19:24: Sein ist eine Abhängigkeit, eine Verpflichtung, eine Erwartung, unausgesprochen möglicherweise. Und das andere ist tatsächlich eine Verbindung, aus der beide stärkend hervorgehen, in denen beide entwickeln, in denen beide einen Weg gehen dürfen. Vielleicht ist auch eine Frage in dir selber noch da. Welche Verantwortung trage ich stellvertretend und warum?
00:19:51: Und Karin und ich haben gemerkt, dass wir beide ein ähnliches Muster haben. Dass wir die Beziehung, dass wir Beziehung bekommen, wenn wir gebraucht werden. Dass es wichtig ist, auch einen Beitrag zu leisten. Dass es wichtig ist, zu helfen, wenn man dafür Liebe und Anerkennung bekommt.
00:20:10: So ein typisches Rettermuster. Und das immer mal wieder in Facetten sich zeigt. Und ich sage das so ganz offen hier in diesem Podcast, weil ich weiß, dass ganz viele Feinfühlende eine ähnliche Lebensgeschichte haben, weil ich weiss, dass ganz viele Feinfühlende diese Themen haben, weil wir sie immer wieder antreffen in Coachings, in unseren Begleitungen, in unseren Programmen. Und da sind ja auch Menschen dabei, wir haben ganz viele Therapeuten, die bei uns die Neuromagie auch erlernen, wo man damit umgehen kann.
00:20:41: Und die größte Liebe, es hat eben nicht wirklich das Tragen, sondern das Glauben. Das Glauben an die Möglichkeiten, an die Ressourcen, an die Stärken des Gegenübers. Und wie schön ist es, wenn wir nebeneinander gehen und nicht einander tragen. Ich wünsche dir eine wundervolle Woche.
00:21:02: Und wenn du eintauchen möchtest in die Neuromagie, dann lass es uns wissen. Ich
packe da einen Link in die Shownotes und wir freuen uns von dir zu hören. Ganz viel Glitzer.
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