#33 Warum Rückzug nichts verändert
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Auszeiten oft gut tun, aber selten etwas verändern. Warum sich Themen beruhigen – und dann wieder auftauchen. Und warum nicht Rückzug, sondern Entscheidungen der Punkt sind, an dem sich wirklich etwas bewegt.
Wir sprechen über Nervensystem, Angst, Vermeidung und Wachstum. Nicht theoretisch. Sondern aus dem Leben. Und über Weihnachtskugeln, Glitzermomente und das Rauhnächte Special der anderen Art.
In dieser Episode erfährst du:
🔥 warum Probleme nach Pausen oft wieder da sind 🔥 wie du Erholung von echter Veränderung unterscheidest 🔥 was Entscheidungsaufschub mit Stress im Nervensystem macht 🔥 warum ständiges Stabilisieren Entwicklung verhindern kann 🔥 weshalb neue Erfahrungen Angst stärker verändern als Nachdenken 🔥 wie Vermeidung im Alltag und im Business aussieht 🔥 warum Entscheidungen der Schlüssel für Wachstum sind
Diese Folge ist für dich, wenn du merkst: So wie bisher will ich nicht weitermachen – aber ich weiss noch nicht genau, wie.
📌 Kostenfrei - Rauhnächte-Special – ein Raum für echte Entscheidungen: https://flow.dieheldenfluesterer.com/rauhnacht/ Wenn du nicht einfach ins neue Jahr rutschen willst, sondern bewusst ausrichtest, was kommen darf, begleite uns durch die Rauhnächte. 👉 Alle Infos gibts hier: https://flow.dieheldenfluesterer.com/rauhnacht/
💬 Teile deine Erkenntnisse mit uns auf Instagram Schreib uns eine DM: Wo in deinem Leben machst du gerade eine Pause, obwohl eigentlich eine Entscheidung ansteht? https://instagram.com/karin.dieheldenfluesterer https://instagram.com/andre.dieheldenfluesterer
Wenn dir die Folge gefallen hat, teil sie mit jemandem, der gerade durch eine ähnliche Phase geht.
Transkript anzeigen
00:00:01: Staffel 2 Episode #33 Episode 111 Warum wir unsere Probleme verlängern fein und fühlig Podcast.m4a ========================================= Du merkst, es wird dir oft zu viel. Also machst du eine Pause. Du gehst raus, machst was anderes, entscheidest dich für eine Pause. Und dann, wie magisch, kommst du zurück und ein paar Tage später oder einen Monat später ist alles wieder da. Die ganzen Probleme, die ganzen Situationen, sie zeigen sich wieder. Und irgendwie denkst du, du hast es ja alles hinter dir gelassen. Du bist ja reifer geworden, hast ja Erfahrung gesammelt. Warum kommt das jetzt wieder? Genau darum geht es heute in dieser Episode. Wir klären, warum das so oft passiert und wie du ein für alle Mal aussteigen kannst, damit Probleme nicht zum Problem werden, sondern dass du sie hinter dir lassen kannst. Bis gleich nach dem Intro. Karin
00:00:49: Willkommen bei Fein und Fühlig, dein Kick für Intuition, Spiritualität und Business. André
00:00:54: Hi, wir sind Karin und André, Unternehmer, Mentoren und Ehepaar. Wir sprechen über gelebte Spiritualität, über Transformation und Freiheit und über Business, das sich erfüllt und dir den Erfolg schenkt, den du wirklich willst. Klar, fühlend, glitzernd. Und jetzt viel Spaß bei der neuen Episode Fein und Fühlig. Hallo, hallo! Karin
00:01:19: Über die Kerzen hinweg. André
00:01:21: Über die Kerzen hinweg, genau. Karin
00:01:26: Bei uns steht jetzt ein wunderschöner Kranz. Von dir gestalteter Kranz. André
00:01:28: Ja, das Grün hat ein bisschen aufgegeben. Das ist schon ein bisschen dörrend und vor Weihnachten. Aber apropos Weihnachten, das passt ganz gut. Thema Problem. Ich habe ja ein paar Weihnachtskugeln gekauft. Wieder einmal. Du warst dabei und es sind ja nur drei. Karin
00:01:46: Also ich war nicht dabei. Doch, du warst doch dabei. Ja, ich bin ja jeweils, wenn du Adventsgeschichten siehst oder Weihnachtsdeko, bin ich ja nur so am Rande dabei. Dann denke ich mir so, ich gehe dich spät abholen. Es ist wie im Kinderland. André
00:02:00: Es ist wie der kleine Max kann im Spielparadies abgeholt werden. Karin
00:02:04: Und dann bin ich immer ganz überrascht, was dann alles im Korb landet. So quasi, ah, du hast was gefunden. André
00:02:11: Genau. Ich habe unerwartet am Ort, wo wir einkaufen, drei Weihnachtskugeln gekauft. Und die sind jetzt noch wunderschön eingepackt. Und wir wissen gar nicht, ob wir dieses Jahr einen Baum gestalten, weil wir eventuell gar nicht da sind über Weihnachten. Karin
00:02:25: ob du einen Baum gestaltest, weil mittlerweile ist es ja so wirklich dein Handwerk. Das ist auch wunderschön, tatsächlich, ich geniesse es auch. André
00:02:33: Das macht mir auch Spass. Karin
00:02:34: Ich geniesse es extrem, ich geniesse es vor allem, weisst du, was ich auch sehr geniesse? Also nebst dem, dass immer alles so schön dekoriert ist am Weihnachten und so feenhaft und ich finde das total schön. Genieße ich das auch, dass ich alles wieder einräume? Dass ich alles wieder einräume. Das klingt so. Ich meine, ich bin wirklich nicht so ... Scheiss an, dass all das wieder ... Wenn sie dekoriert, das kann ich auch gut. Das kann ich auch schön. Aber das Einräumen, das ist nicht meine Leidenschaft. André
00:03:07: Wem sagst du das? Genau. Einmal sortiert und zwei Wochen später ist alles wieder an einem anderen Ort. Karin
00:03:14: Ja, einfach da, wo es gerade hinkommt. André
00:03:16: Genau. Deshalb übernehme ich diese Aufgabe und ich sortiere die Weihnachtskugeln. Passt ja perfekt auch heute, zweiter Weihnachtstag. Nein, dritter. Schon der dritte? Ja, schon der dritte. Ist schon der dritte Weihnachtstag. Also ich bin gar nicht mehr so in Weihnachten drin. Karin
00:03:34: Bei uns ist natürlich Rauhnest ein großes Thema. Dann ist es weniger das Weihnacht-Weihnacht, sondern eher der 21. Dezember. André
00:03:43: Ah ja, der 4. Ja, klar. Genau. Auf jeden Fall schön, du hörst uns heute zu. Vielleicht passt das gar nicht so wirklich in den dritten Advent. Aber das Thema des Problems ist ja eines, das immer mal wiederkommt. Wir sehen das auch in den Coachings. Zuerst möchte ich aber noch Glitzer. Ein bisschen Glitzer auf den Adventskranz hier. Karin
00:04:08: Unvorbereitet sozusagen. André
00:04:10: Unvorbereitet. Wir hatten ja eine magische, wirklich eine absolut magische Masterclass. Doris' Shoes. Und es hat uns riesig gefreut, wie viele von euch mit dabei waren. Karin
00:04:22: War die grösste Masterclass, glaube ich, ever. André
00:04:24: Ja, absolut toll. Es war auch ein ganz tolles Thema. Wir haben viel über die Analogien zum Film gesprochen. Dorothee Shoes, Zauberer von Oz. Über diese magische Welt. Karin
00:04:38: Die Märchen und Geschichten zeigen uns ziemlich gut auf, wie wir solche Wege gehen. Und wie sie magisch gehen, was da passiert. Ich lieb das ja sehr. Wir waren ja schon immer mal wieder mit Märchen unterwegs. Ich lieb das sehr. Und da soll sie mit diesen glitzernden Schuhen ... Es war ja wirklich ein Wumms, kann man sagen. Diese Calls sind wirklich eingefahren. Ich glaube, so viel mehr wäre draus gehauen. bewegt in Feldern so viele Rückmeldungen, die wir bekommen haben. Das ist eine absolut magische Zeit. André
00:05:18: Ich weiss gar nicht, man kann das aktuell, haben wir das gar nicht gedacht, dass wir das mal veröffentlichen. Karin
00:05:23: Kann man sich gut vorstellen. Es ist einfach zu schade, um zu sagen, das ist jetzt einfach durch. Da können wir noch mal was machen. André
00:05:32: Aber vielleicht, wenn du noch nicht im Newsletter mit drin bist, lohnt es sich auf jeden Fall hier anzumelden, weil da werden wir dir natürlich auch die Infos, falls das mal erhältlich sein sollte, als erstes weitergeben. Das war jetzt mein Glitzer. Hast du noch einen anderen Glitzer? Karin
00:05:48: Ja, es ist schon so, dass Dorothys' Shoes schon sehr geglitzert haben. Weil Masterclass-Zeiten sind ja eigentlich immer so Zeiten, wo es wirklich so hohe Energie gibt. Also ich feiere das so und ich bin so voll Feuer für diese Masterclassen jeweils, für jedes Mentoring. Aber bei den Masterclassen, gerade wenn es um Schuhe und Glitzer und so geht, Und das ist schon cool zu merken. Wir sagen ja immer mal wieder mit zwinkendem Auge, wir machen das ja für uns. André
00:06:23: Weil wir auch merken, wie viel Energie sich da ins Feld gibt. Also vollkommen Glitzer. Vollkommener Glitzer. Wie kommen wir vom Glitzer jetzt zum Problem? Karin
00:06:35: Du hast gesagt, es passt nicht so zum dritten Weihnachts-Tag. Ich finde doch, weil es geht Mittwinter, 21. Dezember, Mittwinter, Raunächte beginnen und da geht es ja wirklich ums Abtauchen, um Hingaben. Ganz viele haben ja so einen Stress-Moment im Dezember, so vor Weihnachten muss Dinge fertig werden und was man sich da für Stress macht. Und viele Einladungen auch im Moment, wo Menschen merken, ich bin eigentlich überfordert, ich mag nicht mehr. Eigentlich kommt da alles wieder hoch und so. Und das sind so Einladungen von dieser dunklen Zeit. André
00:07:10: Und ich finde, das passt ganz gut, weil man dann manchmal das Gefühl hat, ich muss jetzt eine Auszeit haben von meinem Problem. Ich mag jetzt nicht mehr, ich muss jetzt wirklich einfach Auszeit haben. Karin
00:07:22: Ich habe ja diese Woche ein Posting gesehen, Das ist auch ein Grund, weshalb diese Podcast-Folge entstanden ist. Ich habe von jemandem gelesen, der mit feinfühligen Menschen arbeitet, ein sehr provokatives Posting, von wegen, wenn du dich nach einer Session, nach einem Coaching-Call, nach irgendwie sowas ... schlechter fühlst, nicht weisst, was passiert ist, nicht mehr weisst, wie weiter ... Aber weisst du, nicht im dramatischen Sinn, sondern quasi nicht vollkommen im Glitzer stehst und dich total wohlfühlst, dann ist der Coach und der Therapeut unverantwortlich. Dann ist es nur schlecht für dich. Dann ist das Nervensystem überreizt. Ich war so getriggert, weil ich gemerkt habe, okay, ja, Müssen wir dann Auszeiten haben und uns schonen mit unserem Nervensystem oder geht es nicht ganz ganz anders? André
00:08:29: Das ist ja spannend. Ich erlebe das schon auch, wenn ich mich mit einem Problem beschäftige oder mich etwas länger umtreibe, dass eine Pause helfen kann. Es geht also nicht um die Themen, wie eine Pause im Sinne von Erschöpfung oder etwas anderes, um danach wieder zurückzukommen. Wir sprechen von Lebensthemen, die man eh nicht haben will. Ob das in der Beziehung ist, vielleicht im Business, es sind wiederkehrende Muster, die du beim Partner oder bei dir entdeckst usw. Das sind ja nicht Themen, wo du sagst, okay, ich habe ein Problem, ich setze mich hin und dann kann ich das angehen und dann erledige ich das, so ein bisschen wie Gemüse rüsten. Ich schneide jetzt, schnippel das klein, ich koche das und danach habe ich die Suppe und den Eintopf und dann esse ich das. Genau, wir sind wieder bei eins. Sonny, ich meine diese Pausen, wo man denkt, es wird mir alles zu viel, also ich rutsche mir einen Buckel runter. Und ich mache jetzt eine Auszeit vom Problem. Eigentlich, das ist was anderes. Und über das sprechen wir. Warum, und du hast ja dieses Posting angesprochen, warum ich es überhaupt nicht sinnvoll finde, zu denken, dass ein Problem weggeht, nur weil ich eine Auszeit mache. Karin
00:09:46: Ja, oder weil ich das Gefühl habe, ich muss jetzt was machen, dass es mir jetzt besser geht. André
00:09:50: Ich kann das super nachvollziehen. Und ich glaube, vielen geht es so, Karin
00:09:54: die sich dann auch fragen, was sie im Moment gerade brauchen. Und gerade wenn wir in Prozessen sind, kann sich das so anfühlen wie quasi, ich mag nicht mehr weitergehen. Und ich habe das früher auch immer so gemacht, dass ich dann Probleme verlängert habe, natürlich nicht bewusst. Das passiert ja nicht bewusst, weil man das Gefühl hat, ich mag nicht mehr, ich bin ermüdet und so weiter. André
00:10:16: Und ich meine jetzt nicht das Problem wälzen, sondern zu merken, eigentlich bräuchte es jetzt Schritte, Aber ich merke, ich würde mich einordnen im Sinne, ich habe aber keine Kraft dazu. Und nicht zu merken, dass ich eigentlich diese Kraft, die ich nicht zur Verfügung habe, gerade nutze. Karin
00:10:37: um mich zu dämpfen. Weißt du, was ich meine? Das habe ich ganz lange gemacht, dass ich das Gefühl gehabt habe, ich vermeide, ich mache Deckel auf die Themen und gucke einfach, dass mein gewohntes, das, was ich jetzt gerade habe, irgendwie läuft. André
00:10:53: Das Nervensystem und alle anderen sollten einfach nicht hochkommen. Das soll sich einfach nicht zeigen. Dann habe ich das Problem nicht. Karin
00:11:01: Ich mache schöne Seminare, werde gestreichelt, höre schöne Podcasts, die mir erzählen, dass es ärgerlich ist, weil ich so eine schlechte Kindheit hatte, dass ich einfach noch ein wenig mehr Selbstliebe brauche. André
00:11:14: Genau. Ich kümmere mich um mich. Jetzt bin ich mal dran. Diese Selbstliebe-Geschichte, die auch viel verkauft wird. Das ist einfach nicht das. Nicht immer. Aber es tut ja gut. Es ist ja gut. Die Pause fühlt sich ja nicht schlecht an. Das, was sich schlecht anfühlt, ist, das Thema anzugehen. Weil da kommen die Dinge hoch. Und das beginne ich einfach zu vermeiden. Ich frage mich gerade, wann habe ich zuletzt eine Pause gemacht und das Thema, das so schwer wiegt oder mein Nervensystem kickt, war dann einfach weg? Ja, ich glaube, wenn die Pause dazu benötigt wird, um eine andere Perspektive zu bekommen, glaube ich das schon. Also ich bin nicht gegen Pausen oder gegen das, dass man sagt, es darf mir gut gehen. Karin
00:12:02: Gleichzeitig ist es aber auch nicht das Absolute zu sagen, mir muss es immer gut gehen, so spirituelle Bypassing, sonst ist der Prozess nicht gut. André
00:12:11: Ich hatte eine Zeit, ich wollte das ja immer, unterrichten. Ich war kurz nach 30 und bekam eine Anfrage, gleichzeitig mehrere, finde ich auch sehr spannend, an mehreren Instituten, Universitäten usw. zu unterrichten. Ich hatte wirklich ganz starke Symptome. Ich habe extreme Stresssymptome gemacht. Immer wieder habe ich mir die Pause davon genommen und gedacht, wenn ich wieder stabil bin, wenn sich mein System wieder beruhigt hat, dann gehe ich. Das hat aber nicht funktioniert. Karin
00:12:45: Funktioniert eh nicht. André
00:12:47: Genau. Das System beruhigt sich, aber nicht, weil das Problem nicht mehr da ist, sondern weil ich mich ausserhalb der Gefahrenzone begegne. Karin
00:12:53: Ich vermeide. André
00:12:53: Ich vermeide. Das klassische Vermeiden. Ich holte mir dann externe Hilfe für dieses Thema, wo ich gedacht habe, dass ich das nicht lösen kann. Wie baue ich eine Unterrichtsstunde auf? Eigentlich hätte ich das nicht gebraucht. Aber es hat mir in diesem Moment sehr geholfen, weil ich jemanden an der Seite hatte, der das versteht. Das hat aber das Problem nicht gelöst. Das Problem hat tatsächlich gelöst, so hart es klingen mag, dass ich einfach gesagt habe, ich ziehe das durch. Ich entscheide mich dafür, auch wenn mein Nervensystem im Moment gerade amok läuft. Wir sprechen jetzt über etwas, wo ich mich sogar dafür entschieden habe. Ich hätte ja auch alles abblasen können. Aber ich glaube, wenn du uns zuhörst, weißt du das schon. Wenn du innerlich merkst, das ist jetzt einfach dran. Dieses Thema muss ich jetzt einfach angehen. Das kann ich nicht mehr aussetzen. Da kann ich nicht weggucken. Es ist zu gravierend, es ist zu stark, es ist eine zu hohe Priorität. Ich muss das jetzt einfach angehen. Ich hatte das schon, auch in anderen Themen, wo ich das Gefühl hatte, das kann ich jetzt nicht auch noch. Sonst wird alles instabil. Dann werde ich instabil. Als ich noch angestellt war, hatte ich mal einen Job in der Aussicht. Karin
00:14:24: Da habe ich gemerkt, ich mache Panikattacken. Ich wusste nicht mal, was Panikattacken waren. Nicht mal in diesen Situationen, sondern irgendwie random. Ich habe mich da vorgestellt, es lief gut und zwei Tage später war ich an der Bushaltestelle und hatte das Gefühl, ich habe jetzt einen Herzinfarkt. weil sich körperliche Symptome gezeigt haben, die ich nicht kannte. Das macht Angst. Und dann in solchen Situationen das Gefühl zu haben, ich sei gerade nicht stabil genug. Das ist ein Zeichen, dass ich mehr Ruhe brauche, dass es mich sehr aufregt. Das ist super nachvollziehbar. Vor allem, wenn sich im Moment viele Prozesse zeigen, wo Menschen zum Beispiel sehr viel wahrnehmen plötzlich und sagen, hey, ich merke gerade, es geht ab, ich kann das nicht mehr kontrollieren. Und eigentlich kommt der Mensch manchmal zu uns und sagt, wie kann ich das abstellen, wie kann ich das vermindern, wie kann ich das Da sage ich immer, es geht nicht ums Vermindern, es geht darum, dies zu nutzen. Das sind Anzeichen. Ich weiss, es fühlt sich in diesen Momenten manchmal so an, als hätte man die Kraft nicht. Aber das hat nichts damit zu tun, dass man die Kraft nicht hätte, weil wir sehen die Menschen immer in Kompetenz. Das hat mich im Posting getriggert. André
00:15:44: Wenn ich ständig Menschen sehe, bei denen ich das Gefühl habe, sie klappen zusammen, wenn noch etwas kommt, brauchen sie viel Stabilisierung. Karin
00:15:56: Das mag manchmal der Fall sein, aber bei Weitem nicht so viel, wie man denkt. dass oft die Stabilisierung so viel mehr Energie braucht. Dieses ständige Stabilisieren ist in therapeutischen, Coach, Sozialarbeit der Devil. Man muss jemanden stabil halten. André
00:16:18: Das heisst eben auch, man hält ihn an Ort und Stelle. Und die Ort und Stelle, das zeigt sich ja gerade, sollte sich verändern. Karin
00:16:27: Das ist gerade das, was extrem viel Energie braucht. André
00:16:30: Ich habe kürzlich ein Video gesehen, wo ein Vater, wo es darum ging, um ein Kind ins Wasser zu gehen. Ich weiß, es ist extrem unstritten, zum ersten Mal ins Wasser zu schwimmen. Der hatte Schwimmflügel an, der war noch mit Gurt gesichert, der hatte eine Schwimmweste an und so weiter. Das Kind wollte einfach nicht ins Wasser. Man hat gemerkt, der hatte einfach Angst. Der hatte einfach Angst. Und ich glaube, eine gute Geschichte ist, sich selber oder halt durch fremde Hilfe, durch die Angst zu begleiten, aber nicht die Angst zu umgehen. Karin
00:16:59: Oder zu mindern. André
00:17:00: Ich beobachte dann auch an mir, ich frage mich dann selber, wo ich diese Geschichten habe. Nach diesem Unterrichten war ich extrem stolz. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, direkt nach dem ersten Unterrichtstag war das vorbei. Das hat noch eine Zeit gedauert. Aber mein System hat sich reguliert durch das, dass ich es überschrieben habe mit neuer Erfahrung. Das wäre nicht geschehen, wenn ich mich der Aufgabe nicht gestellt hätte. Und ich wusste, ich habe mich dafür entschieden und dabei bleibt es. Also da will ich nicht ein Rückzieher machen, weil jetzt was kickt. Diese Situation kommt ja immer wieder. Das zweite finde ich, ich glaube, ganz viele Schlaufen beginnen doch gerade, weil das ein Muster ist. Gerade weil ich immer Auszeiten nehme, gerade weil ich denke, ich müsste mich erst stabilisieren. Mal ehrlich. Es war bei mir noch nie so, dass nach einer Pause, nach dem Stabilisieren, das Problem nicht da war. Vielleicht konnte ich besser denken oder weniger mit Emotionen rangehen. Aber wenn ich das Thema angehe und trotzdem die Dinge wiederkommen, Es verlängert das Problem. Das ist das, was wir sagen. Wir haben uns überlegt, wie diese Episode heisst. Man hätte sie auch nennen können, was du tun kannst, um deine Probleme zu verlängern. Und das wäre genau das. Einfach immer wieder abwarten, sich vom Problem ... Das ist wie ein heißes Feuer. Wieder weggehen, wieder ran, wieder weggehen. Das ist dem Feuer total egal. Karin
00:18:28: Und die Geschichte erzählen, ich kann noch nicht, weil ... Das kreiert natürlich. Ich hab das auch früher gemacht. Ich kann noch nicht, und ich weiß noch, irgendwann hat mal ein Therapeut, ein Scherzotherapeut zu mir gesagt, Mitte 20, als ich mich als instabil kennengelernt habe. Ich habe da plötzlich viel mehr wahrgenommen. Ich wusste nicht, was ich mit meinem Leben anfangen soll. André
00:18:48: Es war mir alles zu viel. Das war es übrigens oft, wenn ich in Therapien war, also Körpertherapien. Auch die erste Atemtherapie habe ich damals mit 20 abgebrochen, weil ich das Gefühl hatte, es sei zu viel. Karin
00:19:01: Ich bin heute dieser Frau noch dankbar, dass sie mich nicht einfach gestreichelt hat und gesagt hat, ich habe Traumas. André
00:19:09: Ja, es war deine Kindheit. Du hast das alles erlebt, und das ist völlig okay. Das ist jetzt halt ein Teil von dir. Karin
00:19:19: Ja, und ich meine das nicht ... Nicht böse oder so, sondern wir sehen das einfach in dieser Szene oft. Und vielleicht ärgert es mich dann auch, weil es dann eben genau diese Szene ist, die sagt, wenn etwas bewegt und du dich verwirrt fühlst, dann ist das der böse Coach. Dann ist der ... Er achtet nicht deinen Raum und all diese Geschichten. Hey, die Menschen sind ... so viel grösser. Die sehe ich so viel grösser. Und ich arbeite mit Menschen, wo ich merke, die sind stabil. Die Themen kommen nicht, wenn du nicht stabil genug wärst. Das muss man auch mal einfach sagen. Unser System weiß ganz genau, was da jetzt hält und was nicht hält. André
00:20:06: Kein Thema würde jetzt kommen, keine Anfrage für die Schule, z.B. bei dir, würde kommen, wenn dein System sagt, wenn jetzt das kommt, dann schnallt es mich irgendwo raus. Karin
00:20:19: Das würde nicht kommen, sondern es weiss ganz genau das System, du hast das Potenzial dafür. Aber gleichzeitig heißt es auch, es braucht einen Prozess. Und ein Prozess, sind wir ehrlich, ist nicht einfach Kuchen essen. Kuchen essen und einfach so, ah, ich bin in der Leichtigkeit, sondern das ist schon in den Prozess gehen. André
00:20:44: Ja, das ist hart und das ist auch diese Arbeit, die, seien wir ehrlich, die macht keinen Spaß. Ja, durch die Ängste hindurchgehen, gell? Das ist nicht schön, das ist nicht lustig, das ist nicht Strandurlaub. Und jeder kennt das. Und natürlich, das ist dieses Lustprinzip, natürlich bist du lieber am Strand, trinkst einen schönen Trink, hast eine Sonne, die dir, die wunderbares Wetter, wie du dich mit diesem Ding beschäftigst, das Dämonenhafte, das, was dir Angst macht. Karin
00:21:11: Oder große Entscheidungen. Ich denke, jedes Mal, wenn Menschen mit uns zusammenarbeiten, jedes einzelne Mal, wo Menschen sich entscheiden für ein Jahresprogramm bei uns, egal in welchen Räumen, ich feiere das so sehr. Weil keine Person macht das einfach so, dass sie sagt, ach ja, André
00:21:31: Es ist immer was von aufgeregt, große Entscheidungen, was passiert da und geht dadurch. Es gibt auch Menschen, die sagen, ich möchte das und das buchen. Und ich merke, das wäre wie ... Ja, das ist keine Herausforderung. Dann ist es nicht das richtige Raum. Das sage ich dann auch im Gespräch. Ich verkaufe dir da nichts. Karin
00:21:55: Es bringt dir nichts, wenn das einfach etwas ist, was du einfach mal noch machst, aber dich nicht wirklich fordert. André
00:22:05: Diese Schlaufe. Man könnte doch sagen, diese Schlaufe bedeutet, Erholung wird mit Lösung verwechselt. Wir denken, dass die Erholung dieses Thema löst. Wenn ich wieder stabil bin, ist alles gut. Dann kann ich es machen. Wenn du uns zuhörst ... Wir arbeiten viel mit dem Nervensystem. Wenn du dich beobachtest und in deiner Biografie zurückgehst, wann hat eine Erholung das letzte Mal aus sich aus langzeitig ein Problem gelöst? Das ist etwas, das verkauft wird, weil ganz viel angeboten wird. Du kannst YouTube-Videos gucken, ein Buch kaufen, zum Retreat fahren, einen Spa buchen, dich vom Freund in den Arm nehmen lassen. Das ist alles völlig okay. Nicht nur okay, sondern wunderschön. Um das System zu stabilisieren. Aber man darf sich bewusst sein, dass danach das Thema immer noch da ist. Karin
00:23:06: Eigentlich könnte es sein, man tankt, aber ich bin nicht so happy damit. André
00:23:12: Oder man vertarkt das Thema. Ich habe immer gemerkt, als ich noch angestellt war, waren Ferien für mich zum Beispiel ... Für viele ist es ja so, dass es so eine Auszeit ist. Auszeit von Mustern, Auszeit von Stress, was auch immer. Ich habe immer gemerkt, der erste Tag nach der Arbeit war für mich immer der schlimmste. Ich wollte immer kündigen. Plötzlich war wieder ein Schock da. Karin
00:23:38: Das, was ich so gewohnt war an Stress und an ... was auch immer, war plötzlich wieder so voll da. Ich glaube, das ist sinnbildlich dafür. Wenn wir es nur machen, weil wir denken ... Das kreiert ja auch. Wir sind zu wenig stark, um das zu machen. Ich glaube, ich bin zu wenig stabil. Dann ... kann ich dir sagen, dass es nie so ist. Die Stabilität und die Energie nutzt du gerade für etwas anderes. Für was nutze ich sie denn? Meistens dafür, dass ich den Deckel draufhalte, dass ich etwas kontrollieren will, dass ich sage, ich habe Angst vor dem, was passiert, wenn das, das und das passiert. Mir hat mal ein Therapeut erzählt, Solange du den Kochdeckel auf dem kochenden Topf festhalten willst, da geht die Energie hin. Und wenn du ihn drunter drückst... Ja klar, der Druck wird grösser. aufmachst und du denkst aber, wenn du den aufmachst, dann ist es schlimm, oder? Nein, die Energie geht gerade drauf, dass du es ständig runterdrückst und denkst, ich habe noch keine Energie dafür. André
00:24:55: Was wird denn aufgeschoben wirklich? Also es wird ja eine Entscheidung aufgeschoben. Wenn ich eine Auszeit von etwas will, dann schiebe ich in Taten Wahrheit ja eine Entscheidung auf. Oder wie siehst du das? Karin
00:25:07: Ja, eine Entscheidung oder ja, etwas zu wandeln. Ich glaube, etwas zu wandeln, etwas zu handeln bedeutet ja immer, beim Heldenkreis, mit dem wir hier arbeiten, heißt ja immer, einem Ruf zu folgen und Dinge anders zu machen und in die Hingabe zu gehen, quasi in der Meta-Ebene. André
00:25:29: Also lass uns mal konkret sein. Wenn du jetzt nicht weggehst, genau wenn das Nervensystem kickt, du hast ein Thema, ein Problem und ich meine jetzt nicht einen Streit, wo was passiert, sondern tatsächlich etwas, was dich stresst, wo du aber hin willst, wo du vielleicht Ziele hast, im Business, in der Partnerschaft, in deiner Karriere, mit deinen Freunden, Familie, was auch immer. Und jetzt gehst du nicht weg. Das heißt, du vermeidest nicht. Was passiert denn? Karin
00:25:53: Also, meiner Meinung nach, und das, was ich immer sehe, ist, die Zeichen werden stärker werden. Also die Rufe, etwas zu verändern, haben wir meistens schon sehr früh im Ohr. Und wir denken dann oftmals so quasi, ja, jetzt nicht, oder nein, das Thema, oder Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Du nimmst plötzlich mehr wahr und denkst so, eigentlich stresst mich das. Ich habe immer mehr Körpersymptome. Und probiere vielleicht anzufangen, wie kann ich das verhindern. Aber das ist ja eigentlich Zeichen loszugehen. Und wenn ich aber nicht losgehe, André
00:26:29: und vielleicht sogar vermeide, müssen die Zeichen ja stärker werden. Karin
00:26:35: Und das Leben wird unbequemer, weil es dich loshaben ... Also nicht loshaben möchte, sondern ... André
00:26:41: Es will, dass du losgehst. Genau. Karin
00:26:44: Und wenn du immer nur Auszeit nimmst, wenn du das Feuer immer wieder wegnimmst und sagst, ich mach jetzt eine Auszeit davon, ähm, großartig gesagt, so quasi, ich, ähm ... Ja, ich schleck jetzt meine Wunden. Es wird noch besser. Es wird noch besser. Leck meine Wunden. Und ich bin so ein Arme. Es hat alles nur damit zu tun, weil mein inneres Kind noch nicht ... Dann dreh ich mich immer wieder im Kreis da und geh eigentlich nicht los für das, was eigentlich schon längst die Zeichen da wären. André
00:27:21: D.h., dieses Weichspülen, woran wir uns gewöhnen, dass wir zum Seminar gehen, dass wir uns bestätigen, wie arm wir sind. Eigentlich dieses Kleinmachen von dem, dass die innere Grösse bereit ist, um aufzugehen, um mit dieser Entscheidung zu wachsen. Karin
00:27:45: Oder so, ich kann wieder mal auftanken bei deiner Yogasetzung. André
00:27:51: Das kennen viele Aussagen. Das sind Gespräche, die nicht bewegen. Gespräche, die mal gut tun. Wo man mal abladen kann. Das sind all diese Geschichten. Wo man auch mal diese Distanz bekommt vom ... Problem und so. Das ist das Weichspülen, was wir meinen. Das heisst nicht, dass man das nicht tun soll. Aber wenn du das tust, dann heisst das immer, dass das, was noch ansteht bei dir im Leben, dass das darauf wartet, auf eine Entscheidung von dir. Und wir wachsen nicht am Wohlfühlen, wir wachsen an der Entscheidung, die wir treffen. Und natürlich dürfen wir ein cooles Leben haben und das führen wir ja auch. Darauf arbeiten wir auch hin, dass unser Leben einfacher wird. Aber es wird erstmal nicht einfacher, weil wir uns all diesen Dingen stellen, die auf dem Weg dahin, die wir als Erfahrung machen, noch zu entscheiden haben. Karin
00:28:42: Das heisst nicht, ich muss Ärztliche aufräumen, ich muss alles noch heilen. Das meinen wir genau nicht. Genau nicht. Sondern das zu integrieren, was sich zeigt. André
00:28:53: Und das heisst dann zum Beispiel, dass du ein Umfeld hast, das dich genau in diesen Situationen versteht, aber nichts fordert. Karin
00:29:01: Ja. Und ganz ehrlich, wir hatten das ja selber schon auch, gell? Als ich gemerkt habe, langsam, okay, unser Leben, als wir noch angestellt waren, das glitzert nicht mehr, ich fühle mich schlecht, weil wir haben alles und ich fühle mich nicht glücklich, ich weiss nicht, wie weiter, sind wir auch ganz intensiv zum Beispiel ins Yoga. Da wären auch zwei Wege möglich gewesen. Wir gehen ins Yoga, um uns gut zu fühlen, überhaupt den Tag oder die Woche zu überleben. Das machen teilweise Menschen. Genau. André
00:29:33: Ich gehe immer dienstags zum Yoga. Das ist fest für mich. Das brauche ich für meine Work-Life-Balance. Karin
00:29:38: Sonst geht es mir nicht gut. Das sind so Anzeichen. Wenn du abhängig bist von etwas, das dir gut geht, sind das Anzeichen. Wir haben das aber genutzt in dieser Zeit, wo wir gesagt haben, wir hätten das superintensiv gemacht. Ich habe da Stunden geweint im Yoga-Studio. Ich war wirklich in diesen sehr krassen Klassen teilweise, wo ich mich gechallengt habe, weil ich gewusst habe, es steht gerade ein Prozess an. André
00:30:06: Ich gehe in diesen Prozess und mache das nicht. um zu überleben im Moment in einer Situation, die mir eigentlich nicht gut tut, aber ich mir nichts anderes vorstellen kann, weil ich Angst habe, davor Entscheidungen zu treffen. Karin
00:30:20: Also mindere ich das ab, dass es irgendwie geht, dass ich jetzt diese Situation aushalten kann. Und darum brauche ich einfach solche Inseln. Ich sage das ganz klischiert und hart. Ich weiss, dass wir provozieren. Einer oder andere fühlt sich dann vielleicht auch betüpft. Aber ich glaube, es ist auch wichtig, das ganz klar zu sagen. Wir stehen wirklich dafür, dass wir die Menschen durch den Prozess begleiten und nicht einen rauszerren aus dem Prozess. André
00:30:51: Eine Frage oder mehrere Fragen, die du dir stellen kannst ... Du darfst mal schauen, Bei wem darfst du so bleiben, wie du jetzt bist? Da kommen dir vielleicht ein paar Menschen in den Sinn. Und wer challenget dich? Wer hat Verständnis? Wer würdigt deine Situation und zeitgleich fordert dich auf? deine Entscheidungsfähigkeit zu stretchen. Er sieht deine Größe auf Deutsch und möchte, dass du weiter wächst, dass du darüber hinausgehst. Nicht dieses Pushy-Pushy- und Gorillamäßige. Und jetzt Chaka-Chaka. Nicht dieser Art, sondern völlig aus dem Selbstverständnis raus, weil er oder sie dein Potenzial sieht. Das wäre eher der Weg, den wir sagen, der deiner Seele entspricht. Deine Seele möchte Wachstum. Was nicht mehr wächst, stirbt. Wenn die Zellteilung nicht mehr da ist in unserer Biologie, dann alterst du. Wenn kein Wachstum mehr da ist, neue Zellen eine Arbeit übernehmen und die alten sterben ab, dann stirbst du. Das ist biologisch so eingerichtet. Ich glaube, dieses Wachstum, das spirituelle auch, darf noch viel mehr, damit es diese Weichheit bekommt, diese Irritation aushalten, Die verlieben in das. Wenn Stressmomente andauern, und das ist das, was passiert, wenn du Entscheidungen nicht triffst, stretche deine Entscheidungsfähigkeit. Egal, wie du dich entscheidest, du veränderst die Situation. Das ist das, was du haben möchtest, dass du das Problem nicht in die Länge ziehst. Karin
00:32:42: Die Entscheidung ermöglicht ja Möglichkeiten. Ich finde das immer wieder schön, weil ganz viel haben wir das Gefühl, wenn ich mich entscheide, heißt das, ich entscheide mich vor allem gegen etwas. Ich könnte etwas verlieren. Die richtige Entscheidung könnte ich verlieren. Aber wenn ich das sehe, dass jeder entscheidet, wieder ganz viele Möglichkeiten aufmacht, ist es immer ein Gewinn. Es ist immer ein Gewinn. Und ich hätte das gewünscht, dass ich das früher integriert oder verkörpert hätte. Ich habe ganz lange einfach vermieden und ausgehalten. Vielleicht ist es aber auch eine Initiationsgeschichte, zu wissen, wie sich das anfühlt, dass ich das nachvollziehen kann, dass ich sagen kann, das ist der Weg. André
00:33:32: Man kann es ja immer so sehen. Es ist nicht so, oh, hätte ich doch, sondern cool. Eigentlich ist es eine Initiation, Karin
00:33:39: Es ist ja nicht im Coaching und im Therapiesetting das, was wir erzählen, was wirkt, sondern das, was wir selber integriert haben, das, was wir verkörpern. Das sagen wir immer wieder. Und das ist so wichtig, dass wir auch diese Initiationen für uns verkörpern, dass wir nicht nur theoretisch wissen, aha, so funktioniert, das wissen wir alle. Wir wüssten, wie was funktioniert, wie gesunde Ernährung funktioniert. Aber wenn wir es nicht verkörpert haben, dann wirkt das anders, Wenn wir das erzählen oder was auch immer. André
00:34:11: Ich habe ja begonnen zu reiten. Und da gab es diesen Moment, wo ich ein Pferd geführt habe. Ich war mit der Besitzerin dort, eine wundervolle Freundin von uns. Das waren ihre Pferde. Und ein kurzer Moment und dieses Pferd hat gescheucht. Das ist auf dem Asphalt und es war mir anfangs nicht bewusst, dass die Pferde dermassen mit dem Beschlagen eigentlich keinen Halt haben. Das sind ja mehrere hundert Kilos und das Pferd ist tatsächlich umgefallen, also es ist ausgerutscht und auf die Seite gefallen. Und für Pferde ist, wenn die sich in der Haxe brechen, dann ist es einfach Ende. Also das ist dann das Todesurteil. Das ist sehr gefährlich. Und es ist dann auf den Sattel gefallen. Und da habe ich gemerkt, was bei mir passiert. Steige ich jetzt nochmal aufs Pferd. Das Pferd hat sich glücklicherweise ganz wenig verletzt. Ein bisschen Blut hat es gegeben, aber es war überhaupt nichts Gravierendes. Aber was ich gemerkt habe, was bei mir war, das war die Angst. Und wäre ich da nicht wieder aufs Pferd gestiegen, wäre ich da nicht direkt, hätte ich das Programm nicht überschrieben, wäre es grösser geworden. Ich habe das Video gar nicht fertig, quasi noch fertig, diese Story vom Video vorhin vom Vater mit dem Kind. Weil ich dann die Kommentare gesehen habe. Der Vater hat das Kind geschrien. Es war kein Baby. Babys haben ja eh kein Thema mit dem. Dann hat er das Kind genommen und ins Wasser geschmissen. Das hat keine zwei Sekunden gedauert. Das Kind hat freudestrahlend im Wasser geplanscht. Dieser Moment auszuhalten, Den machen wir in der Regel groß, weil wir da Angst haben vor diesen Konsequenzen. Das heißt, wir nehmen lieber ein Problem in Kauf, das wir dann länger hätten. Ich bleibe lieber in einer Scheißbeziehung. Ich bleibe lieber bei einem langweiligen Job. Und so weiter. Das sind dann diese Dinge, wo wir uns klein machen, anstelle... einen kurzen Schmerz hinzunehmen in der Angst, um danach wieder in einen anderen State zu wechseln. Das ist die Fähigkeit unseres Nervensystems. Das kann das. Aber es macht es nicht von sich aus, wenn wir es nicht überschreiben. Deshalb sind wir nicht so Fans. Ich spreche nicht von einer bedrohlichen Situation, die man dann auch angucken darf, sondern von immer wiederkehrenden Mustern, die sich durchs Leben ziehen, weil du dir keinen Gefallen machst. Es brauchte extreme Überwindung. Ich hatte noch einen zweiten Moment. Ich bin in einer Halle zum ersten Mal galoppiert. Was die Reitlehrerin nicht sah, war, dass ich aus dem Steigbügel gerutscht bin. Und für alle, die reiten, die wissen, was das bedeutet. Wenn du beginnst zu reiten und du hast diesen Halt nicht, weil das ist Teil von dem, du hältst dich nicht im Sitzen im Sattel, sondern mit den Beinen, und wenn du das verlierst, und das hat sie nicht gesehen, und ich konnte das Pferd nicht, durch das gab es ein Ungleichgewicht, und das Pferd ist immer schneller galoppiert, weil es gedacht hat, aha, ich bekomme da ein Signal, schneller, schneller. Und da habe ich auch kurz einen Moment gemacht, was mache ich jetzt? Ich blieb dann auch ruhig, entgegen meinem Impuls vom Nervensystem in Panik zu verfallen. Die Reitlehrerin stand dann an die Mitte und das Pferd hat angehalten. Auch da war es wieder genau der ähnliche Moment. Ich wurde geprüft, stretchig, meine Entscheidungsfähigkeit. Ich weiss, man kann sagen, es gibt viele Reitunfälle, aber jeder Skifahrer ist auch schon mal umgefallen. Das ist etwas, was du mit in Kauf nimmst. Es sind nicht diese Konsequenzen, auf die ich mich fokussiere, sondern auf das, was das Reiten mir bringt. Und das ist was völlig anderes. Also wenn ich die Konsequenzen ständig an der Angst ausmache, dann bin ich Sklave der Angst. Und dann ist definiert, hey, ich hab ein Problem und ich schnall's mir noch um, sodass es mir tatsächlich im Leben wirklich im Weg steht. Karin
00:38:11: Oder es ist auch das, was wir oft sehen in dieser Szene. Ich muss zuerst noch mit meiner Angst arbeiten, bevor ich kann. Bevor ich wieder auf das Pferd fahre, muss ich noch das Trauma auflösen. Ich weiss, das wird auch wieder ein paar Leute provozieren, weil das so oft gemacht wird. Bevor ich in die Sichtbarkeit kann. Ich merke, ich habe ein Thema mit Sichtbarkeit. Ich habe ein Thema mit Social Media. Ich muss da, glaube ich, einen Glaubenssatz haben. Ich muss da, glaube ich, noch einen Traum auflösen. Ich muss da noch heilen. Das sind auch solche Dinge, die wir zum einen sehen und zum anderen selber auch erfahren haben. André
00:38:51: Dass man sich super auf... Damit man Probleme vergrössern kann. Ich sehe es auch an mir. Das ist auch ein Thema, das nicht mein Lieblingsthema ist. Social Media ist nicht mein Lieblingsthema, effektiv nicht. Das braucht es aber nicht. Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass es mich nicht interessiert. Es ist nicht wichtig, wie ich dazu stehe, sondern es ist Teil von dem, was ich tue. Im Business ist es Teil von dem, wofür ich mich entscheide. Dann nehme ich diese Dinge auch mit. Je grösser ich das Problem mache und nicht löse, umso gravierender wird es in meinem Leben. Vielleicht magst du dich auch fragen, wenn du uns jetzt zuhörst, und du hörst uns zu, ansonsten hörst du die Frage nicht. Welche Entscheidung vermeidest du denn gerade? Wo weist deine Seele und sendet dir Impulse, dass eine Entscheidung ansteht, und du triffst sie einfach nicht? Oder auch, wer wärst du denn, wenn du dieses Thema nicht hättest? Wir haben ja von jeder Entscheidung, die wir treffen, einen Nutzen. Karin
00:40:06: Alles, was wir nicht entscheiden, bringt uns einen Nutzen, auch eine Konsequenz. André
00:40:10: Und alles, was wir entscheiden, bringt uns auch einen Nutzen. Manchmal sehen wir uns das nicht bewusst, dass dieser Nutzen, den wir haben, ein extrem hoher Preis ist, wenn wir nicht entscheiden. Wir denken, Angst sei der schlimmste Feind, der grösste Gegner, der Endgegner, der Final Boss, der Level Boss. Karin
00:40:33: Man möchte das auch nach aussen delegieren. Ich könnte das auch, wenn ich mal genügend Geld habe, wenn ich mal Zeit habe, wenn die Kinder mal ... André
00:40:43: Das habe ich nicht erlegt, aber das könnte ich mir vorstellen. Wenn die Kinder dann grösser sind usw. Karin
00:40:47: Man kreiert sich eine Realität, wo man sagt, ich würde ja aber ... André
00:40:53: Und ich lebe immer mal später. Immer in der Zukunft. Karin
00:40:56: Und zu merken, dass das das tatsächlich kreiert. Im Quantenfeld wird gezeigt, dass, wenn wir entscheiden, dass da Möglichkeiten entstehen. Wenn ich mich warte mit Entscheiden, entstehen keine Möglichkeiten. Ich finde das fantastisch. Absolut fantastisch zu merken, wie das funktioniert. Das kann magische Veränderungen im Leben bringen. Magische Veränderungen im Leben kann natürlich auch die Raunächte. André
00:41:28: Die Raunächte. Wir haben da ein wundervolles … Nach Dorothy Shoes wissen wir, dass das die Energie wird, die dich umhauen wird, und zwar Raunächte so, wie du sie nicht kennst. Es geht hier, und du kennst unsere Energie, nicht darum, übers Köpfchen zu streicheln. Es geht eben genau nicht um die Erholung. Es geht aber auch nicht darum, wieder in den Aktionismus zu verfallen, sondern es geht darum, ganz tiefe Seelenentscheide vorzubereiten, sie durchzuziehen, damit, wenn du eine Schlaufe kennst aus diesem Podcast, aus dieser Episode, die dich so nervt, wo du einfach sagst, das möchte ich nicht mehr, dass sich die Schlaufe nicht im neuen Jahr wiederholt, weil du dich über Weihnachten einfach erholst und schon am 1. oder am 6. Januar dieses Problem, dieses Thema dir wieder auf die Pelle rückt. Wir möchten das nicht. Wir möchten was anderes. Wir haben Ziele. Und wenn du auch andere Ziele haben möchtest im neuen Jahr, wenn du ein anderes Leben kreieren möchtest, dann sind diese Raunechte einfach ... No brainer. Karin
00:42:31: Dann würden wir die ... Genau. Wir haben auch die Raunächte ... Wir haben selten was in den Raunächten gemacht. Mittlerweile nervt mich das auch teilweise. Dieser Trend, diese 13 Wünsche und diese neuzeitlichen, esoterischen ... Geschichten mit Ritualen, die an der Oberfläche bleiben. Raunächte gehen richtig tief. Das ist Urwissen. Das sind die Urkräfte, die Urhüter. André
00:43:01: Die darf man einfach geschehen lassen und sich dafür entscheiden. Wenn du Bock darauf hast ... Pack dir da einen Link mit rein, dann bist du herzlich eingeladen. Wir haben da ganz vieles vor. Wir möchten dir gar nicht viel erzählen. Es gibt auch Infos bei uns. Schau dir diesen Link an und dann sei dabei. Wir freuen uns auf dich. Und wenn du eine Frage hast, dann schick sie uns. wir, schreib uns an auf Insta, lass uns eine E-Mail zukommen, egal wie. Wir freuen uns von dir zu hören. Was hat das ausgelöst? Was ist vielleicht, magst du auch mal teilen, was ist denn dein Golden Nugget, den du mitnimmst aus diesem Podcast? Was nimmst du dir vor oder wo hast du dich selber erkannt? Dann freuen wir uns sehr von dir zu hören. Und wenn dir diesen Podcast gefällt, dann abonnieren doch. Damit hilfst du der Community, hilfst du uns, damit noch mehr diesen Podcast hören. Und wir wünschen dir jetzt eine wundervollen dritten, dann anstehende vierten Weihnachtswoche. Und wir hören uns bald wieder. Tschüss mit Glitzer!
Neuer Kommentar