#35 Du wiederholst deine Vergangenheit

Shownotes

Du wiederholst deine Vergangenheit – vielleicht, ohne es zu merken.

Lass uns über einen der wichtigsten, aber oft übersehenen Gründe sprechen, warum wir nicht vorankommen: 👉 Weil wir Vergangenes nicht wirklich abgeschlossen haben.

🎁 Dein Geschenk dazu: Das Rauhnächte Special, in dem wir dich live begleiten (kostenfrei): https://flow.dieheldenfluesterer.ch/rauhnacht

00:00:00 Intro 00:00:38 Begrüssung & Einstieg ins Thema 00:02:00 Was bedeutet "wirklich abschliessen"? 00:05:10 Warum Abschlüsse Energie binden oder freisetzen 00:08:00 Persönliche Beispiele & energetische Kinder 00:13:00 Rituale und ihre tiefere Bedeutung 00:19:00 Alltagsbeispiel "Suppe" – wie Vergangenes wirkt 00:24:00 Schamanische Sicht auf Übergänge & Rituale 00:30:00 Die wahre Magie der Rauhnächte 00:37:00 Einladung zum Rauhnächte Special & Naturaufgabe 00:43:30 Dein persönlicher Naturgang zu den Rauhnächten 00:46:00 Outro & Vorschau auf die nächste Episode

Was du in dieser Episode erfährst:

🔥 Warum alte Emotionen und unerledigte Kapitel dich energetisch blockieren 🔥 Wie du erkennst, dass du deine Vergangenheit (unbewusst) wiederholst 🔥 Was es bedeutet, wirklich loszulassen – nicht nur im Kopf, sondern im System 🔥 Welche Rolle Rituale und spirituelle Übergänge dabei spielen 🔥 Warum die Rauhnächte der kraftvollste Zeitpunkt für Transformation sind 🔥 Wie du mit einfachen, aber wirksamen schamanischen Impulsen wieder zu dir findest

🔍 Diese Fragen beantworten wir:

🔥 Wie schliesst man alte Themen wirklich ab? 🔥 Warum ziehe ich immer wieder dieselben Erfahrungen an? 🔥 Was bedeutet Loslassen auf energetischer Ebene? 🔥 Wie funktionieren Rituale zum Abschliessen? 🔥 Was macht die Rauhnächte so besonders für spirituelle Transformation?

✨ Wenn du das Gefühl hast, immer wieder im Gleichen zu landen – sei es in Beziehungen, im Beruf oder in dir selbst – dann ist diese Folge für dich. Wir zeigen dir, wie du durch bewusste Rituale und spirituelle Ordnung nicht nur Altes abschliesst, sondern dich wirklich frei machst für das Neue.

🎁 Und wenn du tiefer einsteigen willst: 👉 Hier findest du das Rauhnächte Special, in dem wir dich live begleiten (kostenfrei): https://flow.dieheldenfluesterer.ch/rauhnacht

Transkript anzeigen

André: Wann ist etwas wirklich vorbei? Nicht nur verstanden und begriffen, sondern wirklich abgeschlossen. Weil manchmal denken wir, dass etwas Neues das ersetzt, was uns fehlt. Und dabei ist das Neue da, aber es hängt noch im Alten fest.

00:00:22: In dieser Episode sprechen wir darüber, warum es so wichtig ist, diese Ordnung, die universell ist, einzuhalten und wie einem das am besten gelingen kann, dass man Dinge, die man abschließt, wirklich abschliessen kann. Wir hören uns gleich nach dem Intro.

Karin: Willkommen bei Fein und Fühlig, dein Kick für Intuition, Spiritualität und Business.

André: Hi, wir sind Karin und André, Unternehmer, Mentoren und Ehepaar. Wir sprechen über gelebte Spiritualität, über Transformation und Freiheit und über Business, das sich erfüllt und dir den Erfolg schenkt, den du wirklich willst. Klar, fühlend, glitzernd. Und jetzt viel Spaß bei der neuen Episode Fein und Fühlig.

00:01:05: Hello, hello. Hello, hello.

00:01:09: Karin So schön. Ja, und mal so händefrei.

André: Händefrei?

Karin: Händefrei.

André: Warum hast denn du die Hände frei?

Karin: Ich habe einen neuen ... Wie heisst das Mikrofon? Du hast jetzt auch einen Ständer. Ich habe jetzt auch einen Ständer.

André: Wir haben diese Podcast-Episode aufgezeichnet. Wenn du uns zuschauen magst, darfst du das gerne tun. Auf unserem Podcast-Kanal. Auf unserem YouTube-Kanal natürlich.

00:01:35: Genau.

Karin: Ja, wann ist es wirklich vorbei?

00:01:39: André Wann ist es wirklich vorbei? Es ist ein spannendes Thema, das wir heute behandeln und besprechen. Es passt zum Jahresende und es passt natürlich zu all den Übergängen, die jetzt auch durch die Rauhnächte eigentlich uns ermöglicht werden.

Karin: Ein wichtiges Thema. Oftmals ist es so kollektiv geprägt, dass wir das Neue quasi feiern, aber manchmal vergessen, das Alte abzuschliessen. Wie die Türe zuzutun. Und dann ist immer noch Durchzug.

André: Und dann ist immer noch Durchzug. Das sind Gespräche, die dir immer noch im Kopf rumgehen, die schon Monate oder Jahre zurück sind. Das sind Ereignisse, die du kennst, die schon Jahre zurückliegen. Das sind irgendwelche Situationen, in denen du immer wieder dich ertappst, darüber nachzudenken.

00:02:29: Und das sind so diese Indizien, das sind so diese Hinweise drauf, dass du nicht wirklich abgeschlossen hast und dass diese Gedanken oder diese Emotionen dann auch bei dir rumspucken. Und das hat einen ganz großen Effekt auf das, was du gerne als Neues haben möchtest. Und darüber sprechen wir.

00:02:47: Karin Ich merke immer, wenn etwas für mich eigentlich, ich hätte es gerne, dass es abgeschlossen ist, aber es ist noch nicht abgeschlossen, dann merke ich oft, dass noch nicht die Neutralität da ist. Die Neutralität, die zeigt, okay, da ist etwas wie eingebunden, integriert, was auch immer, die Türe geschlossen. Und nicht im Sinne von, es ist weg. Ich meine nicht das, sondern wirklich tatsächlich so.

00:03:11: Neutrale Emotionen dazu. Das ist ein schönes Indiz, zu merken, dass das energetisch keine Rolle mehr spielt.

00:03:22: André Wenn dich etwas innerlich nicht mehr tangiert, kannst du davon ausgehen, dass es abgeschlossen ist. Ich weiss das von meiner Mama. Die ist jetzt über 80 und ich liebe sie sehr. Und wenn ich ihr zuhöre, was da zwischen meinem Vater und ihr jeweils war, weil irgendwann haben sie sich dann getrennt, eine Scheidung, dann fühlt sich das immer so an, als wäre das gestern gewesen.

00:03:50: Und das ist für mich dann nicht nur so, sondern das merke ich dann auch, das sind dann Themen, wo genau dieser Abschluss nicht passiert ist. Und wir haben uns heute noch darüber unterhalten am Mittagessen, warum denn ganz viele Neubeginn feiern, aber wenn was zu Ende geht, dann nicht mehr. Wir haben dafür wenig Rituale, wir haben wenig wirklich solche Schwellen, die wir übertreten oder die wir begehen, wo wir ganz bewusst unser System darauf vorbereiten, dass das jetzt abgeschlossen ist.

Karin: Wir haben das auch schon bei der Zeremonieschule. Da machen wir immer wieder Hinweise drauf. Da bilden wir Menschen aus, die Zeremonien begleiten. Auch Übergänge und das Klassische, was man so kennt.

00:04:33: So Taufe, Namensweihe, Ehebündnis quasi. Genau, Verbindung, ja. Und die Beerdigung. Das ist schon ein Abschiedsritual.

00:04:43: Aber gleichzeitig, gerade beim ... Bei den Eheschließungen, also gerade wenn es um Trennungen geht und Scheidungen, die werden ja absolut nicht zelebriert. Und da sehen wir immer wieder im Felder, dass das tatsächlich immer noch, was rituell gebunden ist, ist auch energetisch und im Feld verbunden. Und dass diese Dinge tatsächlich dann nicht rituell getrennt werden, das ist für viele ein Thema.

00:05:09: Und so bleibt oftmals, hat man das Gefühl, ich bleibe ewig Single oder es klappt einfach nicht mit dem nächsten Partner oder irgendwas ist komisch, irgendwas hängt noch. Und das hat super viel damit zu tun, dass wir einfach meistens schnell raus wollen aus unangenehmen Situationen, sind wir ehrlich. Meistens sind so Trennungen oder Dinge, die sind ja nicht so etwas, was man feiert normalerweise. Das ist etwas, was man nicht erhofft oder plant.

00:05:41: Es ist nicht Sunny-Side, sagen wir mal so. Dass wir dazu keine Rituale haben oder das möglichst alleine verarbeiten wollen, aber kein Ritual oder kein bewusstes Begehen machen, höchstens in Therapiesettings, was auch nicht der richtige Rahmen ist, muss man auch sagen. Grundsätzlich, da sieht man es extrem. Aber bei solchen Dingen, die man vielleicht sagt, ein Job, das ein unschönes Ende genommen hat, oder auch ein Job, das ein gutes Ende hat.

00:06:15: Es muss ja nicht immer negativ sein, das tatsächlich rituell zu begehen, dass der Übergang stimmig ist, dass wir die Türe zutun.

00:06:26: André Und vor allem, dass eben mir passiert. Ich stelle mir das so vor. All diese Ereignisse sind ein bisschen wie emotionale Kinder oder Gedankenkinder. Das läuft durch uns durch, die Gedanken die Emotionen, und dann entsteht daraus so ein energetisches Muster.

00:06:44: Es entsteht ein Netz. Und dieses Netz oder halt dieses Kind, Das stellen wir auf die Straße. Und das stellen wir auf die Straße, auf unsere Lebenslinie. Und das Kind kann dann wie ausgesetzt sein.

00:06:56: Fünf Jahre, zehn Jahre, das kann aber auch eine Woche sein. Und ein Teil von uns, von unserer Essenz ist damit verbunden. Es bleibt damit verbunden. Und jetzt gehen wir weiter durchs Leben und fangen immer neue Dinge an.

00:07:08: Und es geht hier weniger darum, dass wir uns immer daran erinnern. Aber die Erinnerung zeigt, aha, da ist noch was von mir da. Und äußern tut sich das, indem wir uns dann irgendwie nicht ganz komplett fühlen. Indem wir wissen innerlich, da ist noch was.

00:07:26: Irgendetwas stimmt nicht.

00:07:27: Karin Die Energie ist gebunden.

André: Genau, die Energie ist nicht ganz da. Das ist irgendwie diffus. Und dann beginnen wir Folgendes. Dann denken wir, etwas, was wir aktuell haben, fehlt uns.

00:07:37: Und wir suchen das im Außen. Wir suchen dann, der Job ist nicht der Richtige, der Partner ist nicht der Richtige, die Wohnung ist nicht die Richtige, wo ich in Urlaub gehe ist nicht die Richtige, die Freundschaften sind nicht die Richtigen.

Karin: Was stimmt nicht?

André: Genau, diese Frage. Dann passiert Folgendes. Ich gehe dann zwar zurück zu diesem Moment, weil der kommt mir in den Sinn.

Karin: Nicht immer.

André: Nicht immer, das stimmt. Aber jetzt reden wir mal einfach von diesem Leben. Also quasi von dieser Achse, was ich weiß. Das wäre spannend, das auch noch anzugucken.

00:08:09: Dann gehe ich da zurück und sehe, dass ich da Emotionen habe. Ich sehe, dass ich mich da aufgeregt habe. Ich sehe, dass das vielleicht ein einschneidendes Erlebnis war. Ein Unfall, eine traumatische Erfahrung, eine Trennung, ein böses Wort, eine Kündigung aus heiterem Himmel, was auch immer.

00:08:30: Und ich gehe da zurück, aber ich nehme meine Energie nicht mit, sondern ich gucke das nur immer wieder an. Und ganz viele sind sich nicht bewusst, aha, okay, ich kann diese Energie zurücknehmen. Ich kann diese Energie wieder zu mir zurückführen, weil es ist meine Essenz, es sind ja meine Kinder, es ist ja mein Gedanke, es ist ja meine Emotion, die durch mich durchgeflossen ist. Und das führt dann dazu, dass je länger, je älter wir werden, umso mehr von dieser Energie vermissen wir.

00:08:58: Wenn wir jung sind, haben wir noch nicht so viel in der Regel von dem aufgereiht, auf unserer Lebenslinie, dass uns das auffällt. Deshalb ist es ja ganz lustig, dass so Midlife-Crises, so Dinge, die in der Mitte des Lebens auftauchen, dass das meistens ist, wenn wir bestimmte Erfahrungen machen. Und in dieser Erklärung oder in dieser Vorstellung bedeutet das aber nichts anderes, als dass wir Teile von unserer Energie vermissen und wir versuchen, durch das Neue dieses Alte zu ersetzen. Und das wird uns aber nicht gelingen, weil wir sie ja nicht abgeschlossen haben.

00:09:41: Karin Wir haben es nicht abgeschlossen. Jeder Einzelne für sich. Ja, ja. Ich meinte auch noch mit dem Nichtbewussten.

00:09:48: Mir war manchmal nicht bewusst, dass noch Energie drin ist. Weil ich es normal fand. Ja, das war eine schwere Situation. Ich bin immer noch ...

00:09:58: wenig wütend oder immer noch traurig, dass das passiert ist. Es ist ja normal, dass wir noch ... Das ist ja kollektiv schon so geprägt, gell? Da muss man nicht unbedingt mega der Jammernde sein.

00:10:13: Aber es ist schon so geprägt. Es ist ja logisch, dass ich nicht glücklich bin, wenn ich eine Situation habe. Und Trauma funktioniert ja auch ein wenig so, dass Energie gebunden wird, die nicht frei wird. Und Traumaenergie ist nicht immer ganz so bewusst, wo sie gebunden wird.

00:10:30: Klar, wir kennen diese Situationen, Unfälle, Grenzüberschreitungen und all diese Geschichten. Es gibt natürlich auch die Fälle, die das abspalten, dass man es gar nicht mehr weiss. Vor allem, wenn es auch in der Kindheit passiert ist. Aber gleichzeitig sind es auch ...

00:10:45: Ich habe bei mir sehr viel erfahren, dass ich für mich gedacht habe, das habe ich ja integriert, komm jetzt. Das ist nicht so ein grosses Drama. Das habe ich durchlebt. Wie hast du das durchlebt?

00:11:01: Wenn ich etwas Spezifisches nehme, eine Grenzüberschreitung. Als ich in der dritten Klasse war, hatten wir einen Lehrer, der wirklich gewalttätig war. Ich war so die Einzige in der Klasse, die tatsächlich sich dagegen gewehrt hat. Ich bin aufgestanden, schon glaube ich am ersten Tag, als er irgendeinen Schlüsselbund geworfen hat, irgendeiner Schülerin in den Kopf, bin ich aufgestanden und habe gesagt, das geht nicht.

00:11:27: Also das geht nicht. Und das sind schon Und es war noch ganz viel anders, was da passiert ist. Aber ich habe immer gedacht, ja, ich habe ja überlebt. Das war halt eine dumme Situation.

00:11:42: Die zwei Jahre waren nicht schön. Aber ich habe es ja überlebt, und es ist eine Erfahrung, und es integriert. Und irgendwie, ich weiss gar nicht mehr, Anfangs 20 kam das hoch. Aber ich wusste da schon noch, dass das eine herausfordernde Situation war.

00:11:57: Aber ich habe gedacht, da habe ich ja kein Trauma von. Es ist ja nichts passiert, was mir geschadet hätte. Das Kind denkst du einfach, Eltern sagen, du bist frech, du sollst dich jetzt besser integrieren, sei nicht mehr so aufmüpfig und ich muss irgendwie die zwei Jahre überleben, ohne noch mehr Grenzüberschreitungen zu erfahren. Und dann habe ich oft für mich gedacht, Ja, ist jetzt nicht so ein grosser Traum, was andere erleben.

00:12:26: Oder kürzlich hat jemand gesagt, ja, schreib mal deine Schicksalsschläge auf, sortier das mal. Und da habe ich gedacht, ich habe gar keine Schicksalsschläge in meinem Leben erfahren. Also ich habe das für mich oftmals nicht so dramatisch gesehen und habe gedacht, ich habe ja keinen Schaden davon, Anführungsschlusszeichen. Ich war mir nie bewusst, wie viel Energie in solchen Situationen ist, weil ich ausgeharrt, überlebt und weitergegangen bin.

00:12:53: Was nicht schlecht ist. Gleichzeitig war mir nicht bewusst, wo überall die offenen Türen stehen. Ist das jeweils nicht so gegangen? Oder wusstest du immer, das sind Themen, die nicht abgeschlossen sind?

André: Ja, ich glaube, dieses Abschließen, das wurde mir nicht vermittelt. Oder ich habe es dann erst später für mich gelernt, über die Rituale. Und die Rituale sind ja ganz was Entscheidendes dabei, über die sprechen wir heute auch noch. Weil die Rituale halt eben genau diesen Abschluss bilden, denen man sich nochmal bewusst werden darf.

00:13:29: Und wir raten jetzt nicht dazu, dass man sagt, okay, Du weißt, wir sind eh keine Fans davon, in diese Analyse rein, in diese Psychoanalyse rein und da 20 Jahre rumwühlen, um dann festzustellen, wie viel Schlimmes da passiert ist. Wir haben da ganz andere Ansätze, wenn wir mit Menschen arbeiten, auch im Coaching, bei denen wir wahrnehmen, dass Energie auf der Strecke geblieben ist. Aber es ist der Punkt, dass wir nicht mehr in unserer Gesellschaft einen Abschluss feiern. Wir feiern einen Abschluss in der Schule.

00:14:03: Wir feiern ... Die Noten. Wie? Die Noten.

00:14:09: Karin Die Noten, genau.

00:14:10: André Abitur oder Gymnasium oder so. Diesen Abschluss feiern wir nicht mehr. Wir begehen noch Silvester, also Neujahr. Das ist noch ein Abschluss vom Jahr.

00:14:19: Und dann hat es sich eigentlich. Viele möchten das Neue, aber sind nicht bereit, das Alte dafür einzutauschen. Genau das ist ein Indiz, ein Hinweis, dass das in deinem Leben auch dazu führt, dass du ständig einen Drang hast nach Neuem, aber das bei dir gar nicht wirklich ankommt im Leben. Das ist wie ein Eimer mit einem Loch.

00:14:45: Du füllst oben Energie rein und unten geht sie wieder raus. Und darüber wird kaum gesprochen. Es wird nicht im Therapeutensetting darüber gesprochen. Auch nicht in der Spiritualität wird ganz wenig darüber gesprochen.

00:14:57: Und im wissenschaftlichen Bereich sowieso nicht.

00:15:00: Karin Es heißt ja dann immer nur, du musst es loslassen. Und das meinen wir nicht.

00:15:05: André Das ist ja genau der Punkt. Loslassen mit der Intention.

Karin: Ja, ich will es nicht mehr.

André: Ja, das ist spannend, dass du das sagst, weil genau diese Absicht alleine, Dinge loszulassen, das ist es nicht.

Karin: Nein.

André: Weil wenn es so funktionieren würde, dann kannst du ja bei dir probieren. An welches Ereignis denkst du denn noch, wo du merkst, da gehen die Emotionen hoch, da bist du emotional noch involviert und du denkst, du hättest es abgeschlossen? Einfach weil du sagst, das ist jetzt abgeschlossen. Ganz so funktioniert es nicht, weil dieser Mechanismus auch unterbewusst gesteuert ist.

00:15:38: Der wird eben auch für uns übernommen. Deshalb machen wir ja bewusste Übergänge, dass wir ganz bewusst unser ganzes System mitnehmen. Ich sage dann auch eine Ordnung wiederherstellen, eine neue Gruppe neu ordnen. Das machen wir, wenn wir Klassen übernehmen oder dozieren.

00:15:58: Dann ordnen wir, aber nicht nach unserer Fasson, nicht nach unserem Willen, sondern das, was die Systeme an optimalen Situationen anbieten. Das klingt technisch, aber im Praxisalltag könnte das folgende sein. Wenn du eine neue Ordnung willst, Welche Emotionen oder auf was könntest du denn verzichten, dass du nicht mehr in deinem neuen Leben hast? Nimm mal an, du hast eine Trennung von deinem Partner, von deiner Partnerin.

00:16:30: Und jetzt überlegst du dir, jetzt hast du all die Emotionen, deine Enttäuschung, dein Zweifel, dein Unverständnis, Vertrauensmissbrauch. All die negativen Dinge, weil die stehen meistens im Vordergrund und eben nicht die anderen. Und das führt dann dazu, dass wir ganz viel Drama kreieren und so weiter, damit es uns bewusst ist, wie viele Emotionen da eigentlich noch vorhanden sind. Und jetzt stellst du dir die Frage, wie viel von dem könnte ich jetzt verzichten im Neuen?

00:16:56: Also wie viel von dem darf im Neuen Leben oder sollte im Neuen Leben nicht mehr vorkommen? Und dann merkst du genau, es passiert ja umgekehrt. Dann denkst du, ich bin mal ein gebranntes Kind, Also muss ich extrem vorsichtig sein. Ich wurde mal enttäuscht, also nehme ich mich zurück.

00:17:13: Ich gehe nicht mehr all in. Ich habe ein Business und habe da sehr viel reingesteckt, und es hat nicht funktioniert. Also gehe ich dieses Risiko nicht mehr ein. All das ist ja genau das, was passiert, wenn Energie von dir gebunden ist.

00:17:29: Weil durch das, dass du das erlebst, merkst du, aha, okay, ich bin da in einer Schlaufe drin, ich bin da gefangen.

00:17:35: Karin Ja, und viele würden ja sagen, ja, aber es ist ja eine Erfahrung, die ich gemacht habe. Aus dieser Erfahrung lerne ich. Ich lerne, mich nicht mehr so schnell zu öffnen. Ich lerne, nicht so ein großes Risiko eingehen.

00:17:46: Also das sind ja, ich würde mal sagen, ich würde jetzt überspitzt sagen, sehr kognitive Gedanken, oder? Aber wenn man sich das überlegt ... Ja, es ist schon eine sinnvolle Geschichte, wenn ich einmal auf die heisse Herdplatte gelangt habe, dass ich vielleicht weiss, dass ich das jetzt nicht mehr wirklich tue. Und gleichzeitig ist es ja so, dass ich, wenn ich Entscheidungen treffe, betreffend meine Vergangenheit, immer wieder ...

00:18:14: Ich habe das erfahren, was ich selber kreiert habe, mit meinem Unterbusten- Realitätsprozess, mit meinen Glaubenssätzen. Ich habe da etwas erlebt und darum entscheide ich so und so. Heisst ja immer, ich multipliziere oder kopiere meine Traume mit. Ich bin nicht mehr zukunftsgerichtet, sondern eigentlich vergangenheitsgerichtet, im Sinne von, ich lebe ständig in der Vergangenheit, weil ich ja diese Erfahrung gemacht habe.

00:18:49: Natürlich sollte man nicht sagen, die Herdplatte ist so eine Geschichte, dass ich wieder auf die Herdplatte erlange, aber gleichzeitig heisst es ja nicht, ich will nichts mehr mit Herdplatten zu tun haben und esse das ganze Leben kalt.

00:19:03: André Apropos Essen, wir sind ja wieder beim Thema. Heute ist mir was aufgefallen. Wir hatten heute ein wundervolles Gericht. Und zwar war das Ramen Nudeln.

00:19:14: André wollte zuerst nicht. Genau. Damit ist ja diese Geschichte da. Ich habe mich dann gefragt, weil ich wollte nicht.

00:19:19: Weil ich gedacht habe, in dieser Suppe drin, da schwimmt allerlei, das kenne ich nicht und das schwimmt dann nach oben an die Oberfläche und dann grausle ich mich noch, das ist nicht so. Genau. Ich fragte mich, woher das kommt. Ich erzählte Oton diese Geschichte, der Person, die uns das Essen serviert hat.

00:19:35: Karin Du fragst, was alles drin schwebt.

00:19:37: André Genau. Dann ist mir Folgendes aufgefallen. Ich erzählte ihr, dass wir in Thailand waren und ich eine Suppe im Zug gegessen habe. Die sah sehr lecker aus, war aber für meinen Geschmack nicht wirklich lecker.

00:19:53: Da ist allerlei Dinge rumgeschwungen. Ja, wo ich gar nicht wissen will, was drin war. Jetzt habe ich ihr diese Geschichte erzählt, eben beim Mittagessen. Wissen Sie, ich hatte mal in Thailand diese Suppe.

00:20:06: Da habe ich gemerkt, was passiert hier eigentlich? Jetzt erzähle ich eine Geschichte, die Jahre, Jahrzehnte alt ist und transportiere diese Geschichte in die heutige Zeit. Jetzt vergleiche ich diese Suppe, die überhaupt nichts damit zu tun hat, mit der Suppe, die mir nicht geschmeckt hat. Mir ist das jetzt aufgefallen.

00:20:28: Das ist etwas Banales. Aber stell dir vor, das sind Dinge, die dir gar nicht auffallen. Das, was du entscheidest, das, was du denkst, wäre für dich erhältlich. Die neuen Möglichkeiten, eine neue Partnerschaft, einen neuen Job, neue Kunden, die zu deinem Business dazukommen.

00:20:46: Du kannst wählen, was du willst. Wenn das eine Kopie des Alten ist, die du ablehnst, was glaubst du, was du in deinem Leben produzierst? Was genau manifestierst du? Das wurde mir wieder bewusst.

00:21:01: Das passt perfekt zu dieser heutigen Episode. Die Suppe war lecker. Die Suppe war sehr lecker. Ich habe das entkoppelt.

00:21:08: Ich habe für mich abgeschlossen damit, weil ich für mich erkannt habe, das ist ein kleines Beispiel, aber diese Suppe hat nichts mit meinem Erleben zu tun, das ich vor 10 oder 15 Jahren hatte. Wenn wir da nicht aufpassen, denken wir, es wäre genau dasselbe. Und aus ritueller, auch schamanischer Sicht haben wir doch diese Tradition eingeführt, dass wir uns nicht nur darüber unterhalten, sondern dass wir diese Lebensübergänge begehen. Wir vollziehen diese Übergänge.

00:21:43: Und wenn wir die nicht mehr vollziehen, dann tragen wir sie für uns spürbar emotionaler Ballastrum, dann denken wir dieses Vorkommnis, das ich hatte vor 10, 15 Jahren, dieses Erlebnis, diese Trennung, dieses Scheitern oder es können auch positive Dinge sein, das wäre genau das, was uns in Zukunft auch wieder passiert.

Karin: Ja, man bleibt stehen in der Vergangenheit. Auch wenn du sagst, wir sind positiv und können genau das gleiche Beispiel nehmen, dass Menschen immer wieder das gleiche Essen im gleichen Restaurant. Ich finde diese Pizza Funghi super bei diesem und diesem Pizzeriolo. Darum nehme ich immer diese Pizza Funghi.

00:22:23: Und was passiert eigentlich da? Ich bin sicher, ich habe die gerne. Das kann ja auch mal ein anderer Koch sein, der was anderes macht, und du findest es nicht mehr lecker. Aber man geht schon davon aus, ich bin safe, ich weiss, was ich bekomme, ich gehe kein Risiko ein, und auf das habe ich Lust, weil ich es kenne.

00:22:43: Und das ist natürlich auch prägend. Ich bin immer wieder so, wenn wir morgens mit Lana laufen, gehen wir, nur weil Lana so gerne geht, immer mal wieder in Cafés. Und dann denke ich mir jeweils, sie kennen uns ja mittlerweile überall, und dann denke ich immer wieder, dass ich immer wieder was anderes bestelle. Weil die gucken mich teilweise an und mindestens da, wo sie mich schon angucken und schon denken, sie wissen, was ich bestelle, ist mir wieder bewusst, was könnte ich heute Neues ausprobieren.

00:23:18: Weil das ein neues Jetzt kreiert auch. Und ich glaube, das ist auch im Alter, dass man das Gefühl hat, die Zeit geht so schnell vorbei, weil man Dinge ständig wiederholt. Wir machen selten mehr was Neues in unserem Alter.

André: Ja, möglicherweise hat das ja damit zu tun. Und ich möchte noch einen Moment da bleiben, bei dem, warum wir denn in die Vergangenheit gehen, wie dieser Prozess abläuft. Weil es mir wichtig scheint, dass ich das weitergebe, was meine Erfahrung ist und was wir auch beobachten können bei unseren Kunden. Dass tatsächlich dieser kurze Moment, wo dir wieder etwas bewusst wird aus der Vergangenheit, du denkst kurz darüber nach, wie war das vor 10 Jahren, 15 Jahren, was auch immer.

00:24:03: Und dann gehst du dahin, das ist so, als würdest du eine Türe aufstoßen von einem Zimmer, wo du all diese Erinnerungen, all diese Emotionen, all dieses Erleben wie in einem Warenhaus lagerst. Und du gehst kurz rein und schaust dann, ah, es ist noch da. Ja. Und dann tust du die Tür zu, machst sie zu und gehst wieder raus und lebst dein Leben.

00:24:23: Und du denkst, weil das ja nur ein kurzer Moment war, das war ja nur ein kurzer Gedanke, das ist ja gar nicht mehr so schlimm. Es ist ja emotional nicht so schlimm wie früher. Hättest du es abgeschlossen.

00:24:34: Karin Aber es kopiert sich in die Gegend.

00:24:36: André Und es ist trotzdem da. Egal wie du in der Analogie umziehst, egal wohin du gehst, du nimmst dieses Zimmer dieser Geschichten mit und das ist deine Energie. Und du denkst dann, okay, mir fehlt Energie, also brauche ich neue Energie. Und dann gehst du vielleicht zu Seminaren, du änderst ganz viel im Außen, und trotzdem innen ändert sich dann nicht wirklich viel.

00:25:00: Das ist Indiz Nummer eins. Wenn ihr das wiederfährt, dann wäre es sinnvoll, da mal hinzugucken. Was genau binde ich denn in der Vergangenheit von mir fest? Weil es zu schmerzvoll war?

00:25:12: Weil es zu emotional war? Weil ich nicht vergeben kann?

Karin: Weil ich die offene Türe will. Gell, offene Türen heißt auch...

00:25:21: André Dass ich nicht vergesse, dass ich denke, und unser Gehirn hat diesen Mechanismus, jetzt apropos Herdplatte, unser Gehirn hat dieser Mechanismus, dass es lernt, dass wir Fehler nicht häufig wiederholen. Aber es ist erst ein Fehler, wenn ich ihn als solches taxiere. Und wenn du häufig solche Events kreierst, und ich kann jetzt nicht Bestimmtheit sagen, aber wenn du ab 30, ab 35, ab 40 beginnst, solche Dinge schwer zu wiegen. Ab dieser Jahreszahl hast du genügend Erfahrung gesammelt, um es zu merken, dass das Neue dich nicht wirklich erfüllt.

00:26:00: Du suchst aber weiterhin. Dabei ist es so, dass bei jedem Event, bei jedem Gedanken, den du an solche Dinge hast, wo du es nicht bewusst abgeschlossen hast, du kurz in ein Warenhaus, in ein Lager reingehst. Du überprüfst, ob es noch da ist, und dann gehst du wieder raus. Aber das zieht dir Energie.

00:26:18: Das macht dich schwach. Das macht dich müde. Das macht dich matt. Das lässt dich das Leben durch wie eine schummrige Linse anschauen.

00:26:28: Und das macht so keinen Spaß.

Karin: Es gibt schon den Gedanken, dass man das Gefühl hat, ja, das will ich jetzt nicht. Ja, das macht mir auch Sinn. Das will ich ja auch nicht. Ich will ja diese offenen Türen gar nicht, aber die schließen sich irgendwie nicht von selber.

00:26:42: Und das machen sie ja tatsächlich nicht. Sie schließen sich nicht von selber, weil es deine Tür und dein Raum ist. Das gehört niemand anderen. Diese Definition und diese Bedeutung gibt man ja selber.

00:26:55: Und ich sehe immer wieder, dass dieses Ich-will-das-nicht-mehr schon da ist. Oder Ich- will-diese-Türe-schließen. weil ich es nicht mehr will, weil ich es ablehne, weil ich diese Zeit nicht mehr zurückhaben will, weil es so schlimm war, weil es jetzt eine neue Zeit ist. Ich glaube, da sind ganz viele auch drin und kennen das auch, dass es ja gar nicht eine bewusste Geschichte ist von wegen, ich will ja gar nicht dran hängen, weil vielen ist das ja auch bewusst.

00:27:26: Das ist ja auch per se eine perfide Geschichte. Denn alles, was man nicht mehr will, klebt dreifach an der Backe. Das ist die Intention, die genau nicht das repräsentiert, was wir meinen, Übergänge und Rituale. Da kommen ja wieder die Trigger hoch bei Raunechte.

00:27:50: So Wünsche-Rituale und Loslass-Rituale. Das ist jeweils schwierig für mich, in Social Media zu gehen und über Raunechte zu lesen, weil das so eine komische Vorstellung ist. Ich muss etwas verbrennen, und dann ist es weg. Weil ich es verbringe, ist es weg.

00:28:08: Ich muss ja nichts machen. Ich habe das Ritual gemacht, habe es aufgeschrieben, angezündet und jetzt ist es weg. So funktionieren Rituale nicht. Rituale sind hochwirksam, aber genau so funktionieren sie nicht.

André: Wir haben einige Episoden aufgenommen, wo wir noch zum Thema der Übergänge gesprochen haben. Heute schauen wir, was die Rituale sind. Ich verlinke dir die. Aber wenn du in Staffel 1 gucken willst, dann ist das sicher die Episode 40.

00:28:38: Dann ist es die Episode, ich glaube, das ist schon zweite Staffel 90 und auch jetzt diese Episode hier 31, die wir vor ein paar Wochen aufgenommen haben, die drei Phasen beispielsweise, da verweisen wir da drauf. Heute möchten wir aber noch mehr auf diesen Ursprung eingehen, warum diese Rituale so wirksam sind und warum wir sie nicht mehr Was ein bisschen der Fehler ist, oder warum es uns in der jetzigen Gesellschaft fehlt und wir sie wieder neu in diese Gesellschaft einbezogen einführen. Wir haben die ja immer gemacht. Wir waren lange als Ritualleiter unterwegs, haben Gruppen geführt über die Jahreskreise, die Jahresfeste usw.

00:29:24: Vielleicht magst du auch was? noch zu diesen schamanischen Traditionen, keltischen oder germanischen, erzählen?

Karin: Ja, also eigentlich grundsätzlich habe ich schon immer gemerkt, schon mit 16 bin ich aus der Kirche ausgetreten, aber ich habe immer etwas so geliebt, so Weihnachten, Ostern, nicht religiös, aber irgendwann habe ich dann gemerkt, durch eine Theologin und Ethnologin, die mich unterrichtet hatte dazumal, ach, Rituale sind ja gar nicht religiös. Aha. Ich habe die Ausbildung zur Ritualleiterin gemacht, ziemlich früh, schon Mitte 20.

00:30:02: Das hat mich extrem fasziniert. Übrigens, mein Urname ist tatsächlich Muriel, Ursprungsname. Das bedeutet, die, die Rituale macht, ganz spannend. sehr entzückt quasi.

00:30:15: Aber für mich waren Dogmen ja schon immer so, weißt du, dreimal Salz über den Rücken und einmal Kerze anzünden. Und ich habe schon immer gemerkt, wenn die leer sind, diese Rituale, im Sinne, ich mache etwas, weil ich irgendwas bekommen will, weil ich es loslassen will, weil ich irgendwie das jetzt nicht mehr haben will oder weil ich irgendwie was manifestieren will, dass diese Haltung nicht funktioniert im Schamanischen.

André: Wie funktioniert sie denn?

00:30:41: Karin Im Schamanischen ist ganz wichtig, was du reingibst. Rituale sind nur begleitende, im feinstofflichen Raum begleitende Energiebooster. Was passiert auf der Seelenebene, dass die ganzen Ebenen es verstehen? Dass auch der Körper versteht, die Tür ist zu.

00:31:04: das System verstehen usw. Also, dass wir uns führen und quasi das zelebrieren und diese Schritte symbolisch gehen, um sie im Innen machen zu können. Aber es heisst nicht, ich mache sie im Aussen, dass ich sie nicht im Innen machen muss. Das ist ein ganz wichtiger Teil.

00:31:23: Rituale bedeuten ein hohes Commitment und ein hohes Was-gebe-ich-rein. Das sind hoch transformierende ... Ja, Sessions quasi, die unfassbar magisch wirken, weil sie in uns wirklich das boosten, was schon bereits da ist. Aber es ist nicht etwas zum Auslagern.

00:31:46: Ich wünsche mir jetzt was, und das Universum muss jetzt liefern.

André: Okay. Also es ist nicht ein Delegieren, sondern ... Bei diesen wirksamen Ritualen gebe ich das Beste von mir rein, damit ich das Beste zurückerhalte.

00:32:03: Karin Das Gewandelte, ja.

André: Wenn ich das nochmal verbinde mit den Enden, mit dem Abschluss in unserer Gesellschaft, dann könnte man ja fast sagen, wir haben eine Kultur der Neuanfänge ohne Ende. Das heißt, wir fangen neu an, aber wir schließen nicht mehr ab. Wir haben einen Jobwechsel ohne Abschied.

00:32:25: Karin Oder keine Würdigung. Es ist keine Würdigung im Abschlussjahr.

André: Ja. Er ist nicht mal mehr nur in der Intention, sondern er ist nicht mehr gesetzt, er ist nicht mehr erlebbar. Unser System wird nicht mehr durch den Abschied geführt, sondern es ist wie ein Bypass, es ist wie ein Wurmloch. Vom Neuen, das abgeschlossen ist, ins nächste Neue.

00:32:48: Aber wir möchten nicht durch diesen Abschied hindurch. Ich habe mir heute überlegt, was, wenn dieser Abschied der Tod ist?

Karin: Ja, da ist es auch energetisch so.

André: Dann kann man verstehen, warum ganz viele gegen diesen Tod kämpfen. Der Tod ist nicht der erdische Tod gemeint, sondern was, wenn dieser Tod genau der Abschluss ist, bevor etwas Neues wieder ins Bewusstsein mit voller Energie gehen darf? Und dieser Abschluss ist eben nicht dieses Verurteilende Böse, dieses Wegnehmende, dieses ... Ich will's nicht mehr.

00:33:21: Genau, dieses Abstoßende, sondern dieses ganz Bewusste, aus freien Stücken Sagende. Danke, dass du da warst. Danke für diese Lektion. Danke für dieses Erleben.

00:33:32: Danke für das, dass du dich mir so gezeigt hast. Und danach weitergehen. Und Rituale eignen sich halt genau dafür, weil dann unser Körper das erleben kann.

Karin: Die Ritualstruktur ist ja auch die Struktur des Jahreskreises. Es ist genau diese Qualität des Sterbens, die uns da in die Transformation führt. Es ist genau diese Qualität. Und es ist im Dunkeln.

00:33:56: Wenn wir reinkristallisieren, was alles abgelehnt wird, das Dunkle, das Nach-Unten- Gehen, das In-die-Hingabe-Gehen, da wird man ja faul und all die Geschichten. Der Tod ist ja eh aus unserem Alltag wie weggestrichen. Das habe ich bei meiner Mama auch miterlebt, dass es eine kurze Geschichte ist. Aber das ist so hinter Vorhängen, dass es im Alltag gar nicht stattfindet, weil es einfach vielen Angst macht, weil viele Emotionen dazu haben.

00:34:31: Das überträgt sich auch in unsere Prozesse. Wenn wir die gleiche Qualität haben, Mentorin von mir hat mal gesagt, unsere Themen sind ständig ein Üben von Freilassen, von diesem Übergang vom Tod. Und es ist eigentlich eine Übung für das große Freilassen am Schluss von unserem Und wenn man das so sieht, weiss man, diese Qualität des Sterbens muss unbedingt wieder in den Alltag, weil sie uns nutzt. Und wenn wir denken, der Tod sei der Schluss von allem, dann willst du auch beim Prozess nicht sterben.

00:35:12: Willst du nicht? Du denkst, es kommt nichts mehr. Es braucht diese Hingabe, dieses Vertrauen, diese Transzendenz, sind wir ehrlich. Es braucht Transzendenz, egal, an was du glaubst.

00:35:23: Das spielt absolut keine Rolle. Aber wenn du denkst, es ist der absolute Schluss danach, hast du halt ... ein Thema damit, auch im Alltag loszulassen oder frei zu lassen. Ich mag das Wort loslassen nicht so, weil das so geprägt ist von ich lasse los.

00:35:39: Sondern ich finde Freilassen viel schöner. Freilassen heisst, ich stelle absolut alles zur Debatte.

André: Ich stelle alles zur Opposition. Ich finde das ganz schön. Vielleicht im Christlichen ist das auch dieses Abgeben. Ich übergebe es dir.

00:35:52: Das wird ja auch in der Bibel ähnlich gemacht. Ich übergebe es dir. Das heißt, ich habe meinen Teil getan. Das, was ich dazu beitrage, habe ich getan.

00:36:02: Und ich übergebe es jetzt diesem größeren, diesem noch höheren Bewusstsein. Ohne Ohne den Auftrag zu erteilen, nimm es weg von mir, mach, dass es weggeht, löse es für mich. Das finde ich wichtig zu sagen. Ja.

00:36:20: Und dass das tatsächlich mit diesem Bewusstsein geschieht, ich habe ... Ich begehe diesen Abschluss und jetzt gibt es eine Macht, es gibt eine Ordnung, die jetzt übernimmt. Und das ist was, was für mich in die Selbstverantwortung gehört, eines spirituell erwachsenen Menschen, der tatsächlich auch sein Leben in die Hand nimmt, der weiß, dass er Schöpfer, Schöpferin ist und zeitgleich eingebunden in etwas Größeres, in etwas Höheres.

Karin: Ich finde es auch spannend, weil im Schamanismus habe ich es immer eher so gefühlt, dass es eher dieser Schoß von Mutter Erde genannt wird. Und das ist ja etwas ganz anderes. Gott, den wir im Christlichen gelernt haben, eher oben, ich gebe etwas nach oben. In Syrien geht es ins Herunter, in die Erde, in den Schoß von Mutter Erde.

00:37:16: Das ist etwas ganz anderes. Es ist doch anders. Also wenn du so reinfühlst, ist es total etwas anderes. Und ich sage, ich lege mich in dieses Netz hinein, ist etwas ganz anderes.

00:37:28: Und darum ist mir bei mir der Schamanismus immer viel näher gewesen, weil ich diese Verbundenheit mit allem, mit den Blättern draußen, mit dem Wind, mit dem Wasser, mit dem Stein, dass wir alle verbunden sind. Das ist für mich schon immer ein grösseres Netzwerk als irgendeine ominöse Kraft, die irgendwo ist. Ich bin eingebunden und kann auch anders in die Hingabe gehen. Übrigens Hingabe, Raunächte sind ein ganz wichtiger Teil als Bewegung.

André: Wo wir das mal anders thematisieren. Ich glaube, ganz viele wiederholen auch diese Raunächte. Wenn du jetzt zuschaust oder zuhörst, wenn du Themen hast im Jahr 2025, die du schon 2024 hattest, die du schon 2023 und die Jahre, die Monate davor hast, dann wäre es eine Empfehlung, eine Einladung, da einfach hinzugucken. Wir werden das in dieser Free Masterclass.

Karin: Das ist keine Masterclass, sondern eine Begleitung.

00:38:37: André Genau, das werden wir tun. Und wir haben dir am Ende dieser Episode auch noch eine Überraschung. Dass du eingeladen bist, teilzunehmen an diesem Raunichte-Special, wo wir genau diese energetischen Felder öffnen, wo du diese Energie zurückholst, damit das Jahr 2026 für dich anders startet. und inhaltlich einen anderen Drive bekommt, dass du diesen Rückenwind bekommst, von deiner eigenen Energie in deinem Leben wirklich diese Schritte zu gehen, die es braucht, um dein Leben zu führen, das für dich von deiner Seele aus auch gedacht ist.

00:39:13: Und das hat damit zu tun, dass wir uns halt immer mehr bewusst werden und dieses Bewusstsein nutzen, die Energie bei uns zu behalten, dann ist das Thema der Achtsamkeit, dieses Gewahrsein im Hier-und-Jetzt-Leben, was diese schlauen Bücher eigentlich auch alles transportieren, dass tatsächlich deine Energie dir jederzeit zur Verfügung steht.

00:39:34: Karin Ja.

André: Und das machen wir mit Ritualen. Das machen wir gemeinsam in einer wundervollen Gruppe von Menschen, die so unterwegs sind, die das für sich auch möchten, die aber auch investieren in sich, die diese Energie und diese Zeit auch investieren. Weil einfach nur zugucken wird es nicht. Es gibt auch ein Workbook dazu.

00:39:56: Es gibt eine wundervolle Telegram-Gruppe, die wir während dieser Tage haben. Und no stress, es geht nicht darum, noch mehr zu tun und auch jetzt über die Festtage noch mehr zu leisten, sondern es geht genau darum, dass du mehr Energie bekommst, weil du dir die Energie wieder zurückholst auf deiner Zeitlinie. Und dass du im 2026 auf einer neuen Zeitlinie starten kannst, bei der du alle Energie zur Verfügung hast.

Karin: Ich hatte heute einen Call und es war eine mega Vision bei einer Sequenz, dass ich gezeigt bekommen habe, dass diese rauen Äste wie ein Hineinliegen sind. von der Qualität her wie in ein Netz sich legen. Und du hast die Wahl, in welches Netz du dich legst. Das ist so quasi wie, welche Musik stellst du an?

00:40:49: Bist du bei Heavy Metal oder guckst du einen Horrorfilm? Oder machst du das in einem anderen Netz, das wundervoll ist? Das ist so wie, wenn du einem Kind eine Horrorgeschichte erzählst, wovor es im Bett geht. Oder dann eine wunderschöne Geschichte, wo es beide träumen kann.

00:41:06: Es ist wichtig, wie du in diese Raunächte gehst. Denn die Raunächte sind rau. Ich finde das Romantisierte von den Raunächten immer so ein wenig ... Naja.

00:41:17: Denn die Raunächte sind die wilde Jagd der Holle. Wenn ich davon spreche ... Vielleicht geht dir das gleich, wenn ich das so sage. Dann musst du unbedingt kommen.

00:41:28: Ich habe Hühnerhaut, Gänsehaut, wenn ich davon erzähle, von diesen rauen Nächten, wo die Holle umgeht, wo die Holle wirklich schaut, welche Frequenzen noch dienen. Was nehme ich mit ins neue Jahr? Wo sie auch das abstreift mit ihren schwarzen Hunden, durch diese Gassen geht. Es sind die rauen Nächte, es sind die dunklen Nächte.

00:41:52: Es ist nicht so romantisch. Ich wünsche mir mal ...

00:41:56: André Ich stehe zehn Minuten am Feuer, danach habe ich kalt und gehe wieder rein.

00:42:00: Karin Ja, oder so quasi, ich mache da mal, was ich alles erleben will im 2026 und was ich mir da so wünsche. Alles gut und recht. Aber wenn du wirklich dieses Feld, dieses machtvolle europäische Transformationsfeld nutzen willst, dann geht es um die wilde Jagd von Holle. Und da begleiten wir ihn durch.

00:42:22: Es wird unfassbar magisch, es wird sehr schamanisch. Es ist auch ein wenig Auftakt für die Rituals of the New, unsere neue schamanische Ausbildung, die im neuen Jahr startet.

André: Wo so viele Menschen mit dabei sind, wunderschöne Menschen. Wir freuen uns total.

Karin: Da wird man gerufen zu, das ist tatsächlich so. Wir haben uns längere Zeit zurückgehalten mit diesen schamanischen Dingen. Immer auch, weil ich den Markt beobachte und denke, was da alles unter schamanisch geht. Aber wir haben ja so einen klaren Ruf dafür bekommen.

00:43:00: Das ist schon ein wenig der Auftakt, dieses Raue, dieses ... nicht im Sinne von Negativen, sondern dunkle, kraftvolle Feld hineinzugehen, weil da wird transformiert. In diesem Bauch von Mutter Erde wird transformiert. Und wenn du das jetzt fühlst, weisst du, was ich meine.

00:43:17: Es ist nicht dieses romantisierte Wir-machen-mal-Rituale.

André: Wir freuen uns, wenn du mit dabei bist. Du darfst dich entscheiden, diesen Ruf zu hören. Ich packe dir unten den Link in die Show Notes, dann sehr gerne in die Beschreibung. Dann komm doch mit dazu.

00:43:34: Ich habe noch eine Überraschung. Ich habe davon gar nichts gesagt. Ich habe nur gedacht. Möglicherweise ist das eine Premiere für dich, wenn du uns jetzt zuhörst.

00:43:46: Ich möchte dir eine Naturaufgabe mitgeben. Eine Naturaufgabe zu diesem Thema. auch aus Vorbereitung, die du machen darfst, wenn du dann in das RAUNICHTE-Special kommst oder auch nicht. Und die Naturaufgabe ist etwas, was du mit dir allein Zeit verbringst.

00:44:04: Das ist etwas, wo du dir Zeit nimmst, ein paar Stunden. in die Natur mit dir selber gehst, möglicherweise in etwas abgeschiedene Natur, in einen Wald oder irgendwo, wo es nicht ganz so viele Menschen hat. Es wäre auch möglich in der Stadt, aber es ist einfach einfacher, wenn du da direkt Kontakt hast mit dem Ursprünglichen. und du gehst da ohne Handy raus, du gehst ohne Musik raus, du darfst gerne einen Wecker stellen auf zwei, drei Stunden oder drei Stunden und dann gehst du raus.

00:44:34: Und zwar gehst du raus, indem du eine Schwelle baust mit den Materialien an einem Ort, Wald oder am Weg, die du dort findest und im Anschluss gehst du über diese Schwelle und dann gehst du mit dir in diesen Naturgang. Und wenn du zurückkehrst, dann wirst du diese Schwelle wieder auflösen, die Steine oder Gräser, die für dich die Schwelle waren. Vielleicht ist es auch ein Fluss, ein Bach, was auch immer. Dann gehst du mit dieser Frage rein in die Natur, mit dir.

00:45:08: Du schaust einfach mal, was dir da begegnet. In dein Blickfeld, in deinen Impulsen. Du gehst absichtslos und lässt dich finden von dem, was passiert. Und zwar ist die Frage, mit der du gehst, Wo weist die Natur die Antwort?

00:45:32: Woher weist die Natur diese Antwort, dass etwas abgeschlossen ist? Und mit dieser Frage gehst du in die Naturaufgabe und verbringst da zwei, drei Stunden und kehrst dann über die Schwelle wieder zurück und beantworte dir die Frage oder lass dich finden von den Impulsen. Du bist als feinfühlendes Wesen unterwegs und hast Verbindung zu ganz vielem. Woher weiss die Natur, wenn die Dinge abgeschlossen sind?

00:46:06: Natürlich freuen wir uns, von dir zu hören, auch im Raunächtespecial, was dir da begegnet ist. Wenn du magst, darfst du uns gerne auf Instagram schreiben, was du da alles erlebt hast. Wir freuen uns darauf, von dir zu hören. Heute ist ja der vierte Advent.

00:46:28: Das heisst, man könnte jetzt denken, am Weihnachtstag würde es keinen Podcast geben. Aber es wird einen geben. Wir werden dieses Jahr dich auch über die Feiertage unterstützen und begleiten. Und du darfst dich darauf freuen, dass am Mittwoch dann die nächste Episode rauskommt.

00:46:45: Am ersten Weihnachtstag ist das. Das ist dann der 24. Und wir sind ganz gespannt, was es dann zu berichten gibt und wünschen dir Einfach jetzt einen ganz schönen vierten Advent. Wenn du noch dazuspringen willst ins Raunechtespecial oder du dich interessierst für Rituals of the New, die schamanische Ausbildung oder das schamanische Erleben, dann darfst du gerne auf die Links klicken in den Show Notes.

00:47:16: Wir wünschen dir jetzt einen ganz schönen Sonntag und natürlich mit viel Glitzer! Schön bist du da! https://neuromagie.ch Created using Transcript LOL

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