#36 (Weihnachten) Bei sich bleiben
Shownotes
Weihnachten soll besinnlich sein – und fühlt sich für viele Feinfühlende genau gegenteilig an. Erwartungen, Familienrollen, alte Dynamiken und das Gefühl, funktionieren zu müssen, ziehen dich schneller aus dir heraus, als dir lieb ist. Gerade dann, wenn du eigentlich zur Ruhe kommen willst.
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📌 Open Door Event: 29. Dezember um 19 Uhr, weitere Infos und Anmeldung, https://flow.dieheldenfluesterer.com/opendoor
In dieser Episode sprechen wir darüber, wie es dir an Weihnachten gelingt, bei dir zu bleiben, damit die Harmonie nicht Kosten der eigenen Bedürfnisse entsteht – und was dir hilft, mitten im Trubel wieder bei dir anzukommen. Nicht theoretisch, nicht spirituell abgehoben, sondern alltagstauglich, ehrlich und aus eigener Erfahrung.
**Kapitel ** 00:00:00 Intro - Ankommen in einer anderen Art von Weihnachten 00:04:56 Bei dir bleiben – auch wenn Erwartungen laut werden 00:07:06 Ruhe finden, wenn das Nervensystem unter Druck steht 00:11:14 Weihnachten neu entscheiden statt Traditionen erfüllen 00:15:13 Die eine Frage, die dich sofort zu dir zurückbringt 00:16:27 Mit Abstand sehen – und emotional frei bleiben 00:21:35 Was von Kindheitsweihnachten heute noch nährt 00:26:39 Rauhnächte & Einladung bewusster Übergang ins neue Jahr 00:29:00 Outro - Dank an die Community
In dieser Episode sprechen wir unter anderem darüber,
🔥 warum Weihnachten eine emotionale Ausnahmesituation ist und alte Muster sichtbar macht 🔥 weshalb Erwartungen und familiäre Rollen so schnell aus der eigenen Mitte ziehen 🔥 wie „Rücksicht nehmen“ oft unbemerkt zur Selbstaufgabe wird 🔥 warum bei sich bleiben nichts mit Abgrenzung oder Rückzug zu tun hat 🔥 welche einfache Frage dich sofort zurück in deine Selbstverantwortung bringt 🔥 wie du Weihnachten neu gestalten kannst, ohne es allen recht machen zu müssen
Diese Folge ist keine Anleitung für das perfekte Fest. Sie ist eine Einladung, Weihnachten ehrlich, selbstverantwortlich und in deinem eigenen Rhythmus zu erleben.
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Transkript anzeigen
Karin: Hello, hello! Hallo, hallo! Das hat was von spanischen Flamenco. André hat gerade geklatscht, dass wir wissen, wo der Podcast anfängt.
00:00:13: Genau.
André: Dass du das ganze Folgeblänkel nicht bekommst. Herzlich willkommen zu dieser Episode «Heute heiliger Abend».
Karin: Weihnachten.
André: Wenn du das hörst, wenn die Episode rauskommt. Mittwoch. Und ein Special.
Karin: Ein Weihnachtsspecial?
00:00:28: André Ein Weihnachtsspecial, weil wir entschieden haben, dass wir durchgehend geöffnet haben.
Karin: Du hättest das nicht ausgedrückt. Wir sind auch in den Raunächten aktiv.
André: Wir sind auch in den Raunächten aktiv. Es ist ja Heiligabend heute. Weihnachtsspecial. Wie feiern wir, wie feierst du Weihnachten?
Karin: So wie noch nie, glaube ich. Ja, vielleicht Heiligabend haben wir das auch schon gemacht, aber so durchgehend über die Weihnachtstage wirklich weg zu sein, im Spa zu sein, das haben wir so noch nie gemacht. 2025 ein Jahr von den ganz vielen ersten Malen.
André: Ein Jahr der ganz ersten Malen. Da können wir eigentlich im nächsten Episode mal noch drüber sprechen. Weihnachten tatsächlich ein Fest, das wir immer wieder neu erfinden dürfen. Machen wir ja auch, um da nicht kleben zu bleiben in der Kindheit.
00:01:28: Ich hab das wieder ganz stark gemerkt dieses Jahr, als es darum ging, wie machen wir das und so weiter. Und ich hab mir da was anderes überlegt. Nämlich, ich war ja mit meiner Mama im Konzert. Und das hab ich gemacht, nicht weil wir dann Weihnachten für uns haben, sondern weil das was anderes ist, wie wir es gehabt haben.
00:01:52: Und ich weiß nicht, ob du das kennst, so dieses alte Feiern wie früher und so nicht davon loskommen. Und ich liebe meine Familie. Ich liebe auch deine Familie. Und gleichzeitig gibt es da einfach den Wunsch in mir, dass wir selbstbestimmt und frei bestimmen, wie wir das gerne haben und das nicht in Traditionen, die eigentlich gar nicht mehr die uns gar nichts mehr sagen?
00:02:16: Karin Bei mir in der Familie war das ja nicht so stark, dass das Bedürfnis da war, immer das Gleiche zu machen. Vielleicht ist es immer das Gleiche zu essen, aber es hat was mit dem Essen zu tun.
00:02:28: André Was haben wir denn immer gleich gegessen?
Karin: Natürlich, also in meiner Familie, wir haben uns heute Mittag gerade noch beim Flammkuchen darüber unterhalten, also bei meinem Flammkuchen. Zuerst nicht Fondue Chinoise, das war dann ab 10-jährig oder so, aber vorher war es das Fondue Burguignonne. Burguignonnne, ja du bist ja richtig. Die "La Belle" ist immer noch in mir.
00:02:57: André Die Welle ist immer noch in dir. Wunderbar, ja.
Karin: Fondue Bourguignon. Das war schon so ein Familiending. Meine Grossmutter kam dann herrlich Abend nach der Kirche. Weil das war nicht wirklich wegen der Kirche, sondern wegen dem ...
00:03:14: Die kam wegen Fondue Bourguignon. Wegen dem Gesellschaftlichen. Und sie kam dann für Fondue Bourguignon. Und sie hat immer das Gäbelchen genommen, was fertig war.
00:03:21: Nicht ihrs, sondern das, was fertig war.
André: Aha, die Gabel. Ah, die Gabel im Topf drin. Einfach mal kurz reingreifen. Diebisch ist das.
00:03:29: Karin Das gibt es heute noch bei meinem Bruder. Meistens macht es mein Bruder immer so. Familienweihnachten hat er immer ausgerichtet, weil er drei Kinder hat. Und das ist immer noch so, dass es Fondue Chinoise gibt.
André: Das wird es bei uns nicht geben. Ich weiß nicht mal, was es bei uns geben wird. Wir haben uns ja, wie gesagt, entschieden, weg zu sein. Ja.
00:03:52: Wir gehen über Weihnachten weg. Wir sind aber da, wir sind aber weg.
Karin: So, ich bin dann mal weg. Wie willst du das erklären?
André: Naja, wir sind halt einfach im Spa. Also, wir sind im Spa und genießen das. Wir nehmen Lana mit.
00:04:04: Karin Wir sind noch im Raul-Nächte-Special, wo wir ja begleiten. Es ist nicht so, dass wir einfach Auszeit nehmen, sondern ganz eine bewusste Inzeit.
André: Wir machen eine Inzeit. Wir geniessen das, wir lassen uns auch wunderschön fein bekochen und geniessen das. Und nebenbei lassen wir uns inspirieren auf das, was das alte Jahr gebracht hat und für das, was das neue Jahr bringen darf. Und da werden wir dann beim nächsten Podcast was dazu sagen.
00:04:32: Du hast ja noch eine Idee gehabt für diesen Podcast jetzt, weil es ja eigentlich Norma gewirkt ist, die Sardiserie, wo wir nicht zu zweit sind. Und das ist ein Special, weil wir gedacht haben, wir feiern diese Weihnachten mit dir. Wir haben uns extra schön verkleidet. Also wenn du uns zukunden willst, dann schau auf YouTube.
00:04:48: Andreas Weihnachtswichtel. Genau. Ich bin der Weihnachtsonkel. Und du bist Rudolfine?
00:04:55: Rudolfine, ja. Du bist Rudolfine, genau.
Karin: Also mit der roten Nase, mit den roten Lippen.
00:04:58: André So bei sich zu bleiben.
00:05:00: Karin Ja, bei sich zu bleiben. Ich habe wirklich überlegt, zuerst war das ja so, dass Mittwoch mein Take ist, also mein Podcast. Und da habe ich mir überlegt und alles, was mir in den Sinn gekommen ist, habe ich gedacht, ja, das ist alles zu deep an Weihnachten, im Sinne von, ich will was machen, was zu Weihnachten passt. Und dann war da so ein Thema.
00:05:23: Und ganz lustig, wir hatten heute auch einen Jahrescall mit einem Jahreskunden. wo dieses Thema ja schon ganz, ganz auch da war, weil ich gedacht habe, ich fühle das ja. Weihnachten hat auch immer was mit Verpflichtungen, mit dem Aussen, mit Erwartungen, mit wem besuche ich, wem schenke ich was, dass alles stimmig ist. Für viele ist es das.
00:05:48: Und viele wünschen aber das, was sie spüren in Rauhnächten, und zwar, wie komme ich zu mir? Wie bleibe ich vor allem auch bei mir? Und nicht nur, ach, ich hab die Meditation gemacht, jetzt gehe ich ans Familienfest. Fünf Minuten später merkt man, bei einem dummen Spruch ist man schon wieder im Außen.
André: Von Onkel Dieter, genau. Denkt man, der hat jetzt so was von nicht recht. Der hat die Geschichte schon letztes Jahr erzählt. Ich hab mich letztes Jahr schon drüber aufgeregt.
00:06:18: Die Kinder, der Mann, die Frau ...
Karin: Wieso ist das so? Weihnachten war für mich als Kind immer mega was Magisches. Mega magisch. Es war nie ein Thema.
00:06:28: Klar, ich habe mich aufgeregt, dass wir alles aufräumen mussten, bevor das Christkind kam. Aber weisst du ...
André: Nie einfacher als das. Das Christkind als Druckmittel. Das ist dunkle Rhetorik.
Karin: Mein Bruder hat den Flügelschlag von Christkind gehört. Er hat es geschworen. Er hat den ganzen Nachmittag draussen gewartet, um zu gucken, wie es reinfliegt.
André: Eine rote Nase, kalt, aber ich hab's biskind gesehen.
Karin: Und dann müssen wir noch Flöte spielen.
André: Zu den schönen Weihnachtserinnerungen kommen wir noch. Aber lass uns noch mal da bleiben. Warum? Ich habe mir da auch Gedanken dazu gemacht.
00:07:06: Und ich glaube, an Weihnachten ist eine Ausnahmesituation. Jeder hat große Erwartungen an ein schönes Fest und jeder ist so unnatürlich wie sonst nicht. Diese Kombination mit großen Erwartungen und wenig authentisch sein führt dazu, dass das ganze Haus zusammenbrechen kann. Ich sage kann, nicht muss.
00:07:25: Es ist nicht so, dass bei jedem der Krieg ausbricht, weil man da ein Familienfest feiert. Aber wir können beobachten, dass das Nervenkostüm dünner wird, weil da einfach ganz viel gelingen soll. Vielleicht ist es genau dieses Besondere, das es zum unmöglich besonderen macht, Und dass da ganz viele Vorstellungen davon sind, wie es ablaufen soll. Und man will sich von der besten Seite zeigen und es soll was Besonderes sein.
00:07:51: Und der Braten soll gelingen und die Kinder sollen artig sein und der Mann und die Frau. Und dann am Schluss ist genau das.
Karin: Ich habe eine andere Theorie, weil ich das für mich gar nie so erlebt habe. Ich habe nie erlebt, dass es alles perfekt sein soll. Es kam nicht aus einer Struktur, die da so funktionierte. Wir haben ja keine Kinder.
00:08:10: Es war nie so, dass wir alles herrichten müssen, damit es perfekt ist. Meinst du jetzt einfach uns beide? Natürlich kann man sagen, dass die Erwartungen hochgehen. Man will es möglichst besinnlich machen.
00:08:25: Aber ich habe da noch eine andere Theorie. Die Weihnachtszeit ist in den rauen Zeiten, in den rauen Nächten, in den Rauhnacht-Nächten. Und Rauhnacht ist jetzt eigentlich einfach nicht die Energie, um Feste zu feiern, muss man auch sagen. Feste im Sinne von Outgoing, von Feiern, sondern es ist eher eine schon auch besinnliche Zeit, aber auf die andere Art und Weise, als man es vielleicht kommerziell meint.
00:08:51: Besinnlich im Sinne, wir sind alle gut miteinander, sondern da kommen tiefe Themen hoch. Die Rauhnächte sind in den Dunkelnächten und das ist schon eine besondere Zeit, die natürlich auch das Potenzial hält, Dinge sichtbar zu machen, die noch vorher im Dunkeln lagen, sagen wir es mal so. Ich kann mir vorstellen, es hat auch mit dem zu tun, nicht nur wegen der Erwartungshaltung und wegen dem Stress, alles muss vor Weihnachten usw., die perfekten Geschenke usw. Das ist bei uns ja auch nicht so.
00:09:25: Aber wieso haben wir uns ganz lange immer wieder neu erfunden, was Weihnachten anbelangt? Rhythmus sind, wo wir einfach Dinge machen, weil man es macht, aber nicht mehr mit Sinn gefühlt ist.
André: Tatsächlich rührt das schon daher, dass wir nicht bequem sein wollen in etwas, wo wir uns einfach reinlegen und dann geschieht's, weil alle ziehen die Energie zurück oder jeder findet es extrem speziell. Das ist ein bisschen wie Silvester vorgelegt. Feiern gehst, also alle, die dir ein bisschen älter sind, wenn du uns jetzt zuhörst, kannst du da relaten. Dann gehst du zu einer Party, meldest dich an, hast riesige Erwartungen und dann einfach ist es irgendwie fad.
00:10:07: Es wird dann meistens nicht so. Aber die spontanen, aus sich geborenen Geschichten, die werden dann gut. Vielleicht ist es auch das, dass man beim Weihnachtsfest weiß, es steht viel auf dem Spiel. Der Friede steht auf dem Spiel.
00:10:17: Und meistens gibt man den Frieden ja dann hin auf Kosten von sich selber. Das ist ja wieder das, ich verliere mich selber und bleibe dann nicht bei mir, sondern mache es dann allen anderen recht. Und ich halte eben überhaupt nichts davon, es allen anderen recht zu machen und sich selber nicht. Weil was führt dazu?
00:10:34: Jeder bekommt ein Recht von jemand anderem, aber nicht mehr sein eigenes. Und von daher Ja, ich glaube, Weihnachten hat sich für mich verändert. Es wurde von einem Kinderfest vor allem auch zu einem Erwachsenenfest, weil ich die Besinnlichkeit für mich neu entdeckt habe. Was Besinnlichkeit für mich heißt.
00:10:57: Ich genieße es, mit dir zusammen zu sein, das so zu gestalten, wie wir das haben möchten, ohne dass wir da Rücksicht, ich sage mal das, Rücksicht nehmen. Auch das ist ja so ein Wort, das triggern kann. Es ist ja Familie, heißt Rücksicht nehmen. Ich sehe das ein bisschen anders.
00:11:14: Ich sehe, dass man nicht nur, weil es eine Tradition ist, das fortführt, sondern dass man immer wieder neu entscheiden kann, wie man es haben möchte. Ich glaube, das ist doch eine Anforderung ans Leben, von unserer Seele an uns selber. Und dem folgen wir einfach.
Karin: Ja. Ich bin immer noch am Überlegen. Du bist noch ... Ja, ich bin am Überlegen, wo es aufhört und wo es beginnt.
00:11:41: Ich glaube, es ist das spielerische Ausprobieren. Wir waren schon im Wald. Weisst du noch? Wir waren schon im Wald.
00:11:47: Und nein, es hat nicht allen gefallen. Dein Onkel hat, wie sagt man, quasi präventiv schon mal keine Schuhe mitgebracht, sondern nur die Finken. weil er sich einfach gefreut hat, auf was zu essen. Und das, was zu essen gab, war viel zu langsam.
00:12:05: Ich glaube, Fondue war es. Da hat man ja nicht genug. Das sind ja auch Erwartungsgeschichten. Absolut.
00:12:12: Und wenn man da alles abholt, sind wir auch so ... Wir haben ganz viel irritiert im Sinne von ... Ich weiß noch, das erste Weihnachten, wo meine Mama tatsächlich auch die Krankheit sehr, sehr spürbar war von ihr, haben wir ja ein besonderes Weihnachten auch gefeiert, auch mit der Mutter meiner besten Freundin, die genau gleich im Stadium war mit der Krankheit, muss man auch sagen, ziemlich gleichzeitig fast gestorben.
00:12:41: An diesem Weihnachten haben wir Lotto gespielt. Wir sagten, es gebe keine Pakete, aber weil es was Schönes hat, spielten wir Lotto, Bingo und haben das weihnachtlich umgestaltet. Immer wieder spielend, etwas Neues zu machen, ohne Rücksicht, dass jemand im Alten sein will. Jeder hat ja seine eigene ...
00:13:05: Da kann ja jeder Nein oder Ja sagen. Aber bei den Kindern finde ich es natürlich schon schön, wenn gewisse Rituale da sind. Das ist ja das, was auch uns geprägt hat. Aber wir sind ja eigentlich da, hängenblieben, blieb, bleibt man bei sich, bei so vielen Erwartungen.
00:13:25: André Ich glaube, ohne jetzt heute zu tief zu gehen, weil es soll ja einfach eine fröhliche Folge und Episode sein, die dich einstimmt auf das, was du erleben oder gestalten willst. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich es neu gestalte, wenn ich es neu betrachte, aus dem Moment raus, kann etwas Tolles entstehen. Ich habe keine Ahnung, wie es diese Weihnachten wird. Ich habe eine Vorstellung davon, aber ich kann die auch loslassen.
00:13:54: Ich fand es spannend, dass du gesagt hast, du nimmst die ganz warmen Schuhe mit. Ich habe dich gefragt, warum du die ganz warmen Schuhe mitnimmst.
00:14:04: Karin Die ganz warmen, schönen Kandahar-Schuhe.
00:14:06: André Genau, um mit Lana laufen zu gehen. Aber sie will ja nicht mehr raus, nur weil Weihnachten ist.
Karin: Ja, aber es ist weihnachtlich, meine Kanterhaarponyschuhe. Er findet sie nicht schön. Und ich find sie super. Ich hab die Secondhand geschossen.
00:14:23: Nicht wirklich benutzt. Die sind ja sehr, sehr teuer. Ich freu mich für dich, dass sie dir sehr gut gefallen. Und ich hab da warm drin.
00:14:31: Und die sind ja gemacht für, wie sagt man, übers Eis? Curling. Und meine Mama, es ist ganz was Witziges, hat immer gesagt, das sind die besten Eisschuhe, die es gibt. Wir hatten aber beide nie wirklich Kandahar-Schuhe.
00:14:48: Ich glaube, zwei Wochen nachdem sie verstorben ist, bin ich in meinen lieblingsluxuriösen Secondhand-Shop gegangen, ich lieb's, und hab die gesehen. Und es war wie ein Wink von ihr, quasi so, mein Schatz, du hast jetzt gute Schuhe, da bist du versorgt.
André: Du hast nur den einen geholt, den einen geholt, dann hat sie aber noch ein zweites Paar gehabt, und das hast du dir dann auch noch verschnappt. Du hast Weihnachten vorverlegt.
Karin: Weihnachten vorverlegt. Genau, wie bleibt man bei sich? Für mich ist eine ganz wichtige Frage jeweils, vor allem, wenn ich das Gefühl habe, im Außen sind da Erwartungen, im Außen sind vielleicht Dinge, die ich anders machen würde, wo ich mir das anders wünschen würde, vielleicht von den Menschen, wie sie reagieren, wie sie drauf sind oder was auch immer, dann sage ich mir immer, wenn das jetzt so bleibt, Was kann ich tun, dass es mir dabei supergut geht?
00:15:45: Ich finde, das ist die beste Frage, die sofort zu sich selber bringt. Und auch diese Verantwortung, dass ich verantwortlich bin für mich. Für keine anderen Erwartungen, sondern für mich. Und auch niemand ändern muss, auch keine Situation ändern muss, sondern aus diesem Standpunkt entscheiden darf.
00:16:05: Wenn das so bleibt, was kann ich für mich tun? Und ich glaube, das ist die schnellste Frage, zu sich selber zu kommen. Sehr unspirituell eigentlich. Weißt du, das ist nicht sowas, ohm, und dann gehst du ins Herzchakra.
00:16:18: All diese Geschichten gibt es natürlich auch. Aber diese Frage ist super, die kannst du im Alltag immer anwenden. Wenn das so bleibt, was mache ich, dass es mir super gut dabei geht?
André: Das ist spannend. Ich habe noch eine zweite Geschichte. Als Schauspiel. Als Schauspiel zu sehen, wer welche Rolle hat.
00:16:36: Wenn du uns verfolgst, weißt du, dass sich ein System selber organisiert. Wer hat welche Rolle? Ist das gut gespielt? Das von außen zu betrachten, zu beobachten.
00:16:49: Es gibt ja dieses Volkstheater. wo es irgendeinen Plot gibt, wo irgendetwas fehlt. Es wird gestohlen, und dann hat der noch mit der eine Affäre usw. Diese typischen Volkstheater- Schwank, sagt man da in der Schweiz.
00:17:02: Wenn du da zuguckst, kannst du dich unterhalten fühlen. Und vielleicht ist das eine Möglichkeit, einfach mehr bei sich zu sein, indem du sagst, okay, ich nehme teil, aber ich muss ja meine Rolle nicht zu ernst nehmen, sondern es ist ja ein Spiel. Ich darf ja da rumprobieren und ich darf ja auch beobachten und gucken, wie das in dieser Ausnahmesituation ist. Das ist wie eine Vorführung.
00:17:27: Und man hat halt vorher, nur ein Jahr vorher geprobt, weil in der Regel ist ja das dann am Weihnachten so. Und da kann man das sicher auch ganz anders sehen und dann auch die anderen Tage so gestalten, wie man das möchte. Kindheitserinnerung. Was ist deine schönste Kindheitserinnerung?
00:17:45: Zu Weihnachten?
Karin: Zu Weihnachten. Mama hat jeweils den Baum geschmückt. Sie hat natürlich gesagt, das ist das Christkind. Und sie hat sich immer sehr, sehr viel Mühe gegeben.
00:17:54: Sie hat es immer geliebt. Und wir hatten so ganz keine Türe bei der Stube. Wir hatten eine kleine Wohnung und diese Türe haben sie ausgehängt und dann waren da ganz dicke Sandvorhänge in Bordeaux-Rot. Das war der einzige Tag im Jahr, an dem sie gezogen wurden.
00:18:16: Also, dass man nicht reingucken konnte. Fast ein oder zwei Tage. Und dann hat meine Mama die mit Klemmerchen zugeheftet. Und wir konnten da nicht rein.
00:18:29: Wir wussten, da ist was. Wir wussten, die Geschenke vom Schlafzimmerschrank sind jetzt gewandert. Die sind nicht mehr da oben, wo wir sie jeweils angeguckt hatten, sondern die sind jetzt weg. Und wir wussten, die sind irgendwie da drin.
André: Die sind jetzt weg.
Karin: Wir hatten eine Katze. Die Katze war die Einzige, die raus und rein durfte. Ich hab teilweise fast am Boden gelegen, um zu gucken, wenn die rein und rausgeht, ob ich was erblicken kann, ob ich irgendwas erhaschen kann. Meine Mama hat das wirklich sehr zelebriert, dass sie uns ins Zimmer geschickt hat.
00:19:09: Wir mussten die Stoffe Chinua essen. Natürlich, im Sinne von Kind find das ja blöd, so lange ein Essen, das so lange geht. Und danach durften wir dann meistens vor dem Dessert durften wir dann rein. Und es war so die Kärtchen, Kärtchen, also noch die richtigen Kerzen quasi.
00:19:28: Und es war schon sehr andächtige Stimmung und dann das Singen und dann die vielen Geschenke. Wir hatten immer sehr, sehr viele Geschenke und immer ganz viele auch von meinen Eltern oder meiner Mama.
00:19:40: André Schöne Erinnerung.
00:19:42: Karin Ja. Nö. Das bedürft mich in weniger.
André: Nö. Das darf ja sein. Das ist sehr, sehr schön. Ich habe das ähnlich gehabt.
00:19:53: Wir durften auch nicht rein. Und das Erste war, das waren Wunderkerzen am Baum, die angezündet wurden und echte Kerzen. Es gab immer welche. Ich glaube, es war meistens rot.
00:20:06: Echte Kerzen, rote Kerzen. Die waren nie elektrisch, sondern immer echte. Und wir durften auch erst nach dem Essen Geschenke ausspielen. Auch von der Chinua?
00:20:15: Ich glaube, das war unterschiedlich. Es hing davon ab, welche Gäste wir hatten. Wir haben ja selten wirklich alleine gefeiert. Also es gab immer Tage, wo wir, wo noch die Großeltern da waren oder dann die Eltern, die Großeltern meines Vaters und so weiter.
00:20:31: Aber es war immer so, dass, ich glaube, gesungen wurde nicht mal.
Karin: Unsere Familie hat gar nicht so wirklich gesungen.
00:20:43: André Ich war der Einzige. Nur immer die erste Strophe. Oh, dann hättest du vergessen. Klassiker.
00:20:45: Klassiker. passt ja quasi zum Rauh-Nächten. Es war auch so, dass die Geschenke immer ein großes Highlight waren. Da gab es auch Gestricktes und Pyjamas und so.
00:21:00: Das war ein bisschen anders als heute. Ich glaube, dieses Thema der Luxus waren noch viel mehr Geschenke, die man im Alltag gebrauchen konnte. Also schon jetzt nicht irgendwelche Abfalleimer und so, aber so Dinge, die man eh durchs Jahr eigentlich gern gehabt hätte. Und das war immer super.
00:21:19: Das war eine ganz schöne Zeit. Wahrscheinlich auch, weil es bei uns in der Regel sehr friedlich war. Es gab nicht wirklich Zoff, sondern es war sehr eine friedliche Zeit. Das war dann unter dem Jahr manchmal ein bisschen anders.
00:21:35: Aber die Weihnachten habe ich wirklich als solches Fest in Erinnerung, wo einfach mal eine schöne Stimmung war. So habe ich das in Erinnerung. Ich habe gesagt, wir senden durch. Das heißt, wir haben ja heute die Episode und wir haben auch am Sonntag jetzt eine Episode und dann quasi am 30.
00:21:54: ist ja das dann?
Karin: 31. 31.
André: Genau. Kommt auch eine Episode. Und in der Zwischenzeit haben wir dieses Raunachts-Special. Und wenn du jetzt hörst und denkst, Raunächte kenne ich, habe ich aber nicht so wirklich Interesse oder Raunächte sagt mir gar nicht so viel, dann klingt dich ein, das ist ein kostenfreies Special, das wir machen.
00:22:14: das vom 21., also vom Mittwinter, bis zum 6. Januar geht. Da darfst du dich gerne noch einloggen. Da hast du nichts verpasst, sondern lässt dich einfach fallen in dieses Raunacht- Special.
00:22:29: Wir haben eine wundervolle Telegram-Gruppe. Wir sind so geflasht, wie viele Menschen drin sind und wie toll die Energie ist, was da alles berichtet wird. Da gibt es tägliche Impulse.
Karin: Live Call?
André: Live Call gibt es, genau. Auf jeden Fall packt ihr da den Link unten rein, also falls du noch nicht dabei bist und genug hast von Weihnachten oder das verstärken möchtest, was in den Raunechten alles für dich geschehen darf, was du bewegst, was du für dich im neuen Jahr auch quasi, wo du die Energie reingibst, dann ist das auf jeden Fall etwas, das wir dir ans Herz legen. Wir würden uns freuen und wie gesagt, es ist kostenfrei.
00:23:07: Dann haben wir was ganz spezielles noch vor. Wir haben am 29. Dezember auch noch ein Call.
Karin: Open door.
André: Das ist eine Premiere. Und zwar ist es ein Open-Door-Call. Viele fragen uns immer, wie das aussieht. Wie kann ich mit euch zusammenarbeiten?
00:23:24: Was genau wäre richtig für mich? Wir führen viele Gespräche mit Menschen, die das für sich herausfinden. Wir haben uns gedacht und überlegt, wir machen eine ... vor Silvesterparty.
00:23:36: Wir machen Open Door. Und im Open Door zeigen wir mal das neuromagische Universum, was so Fun macht, auf diese Art und Weise durchs Leben zu gehen, Business zu rocken, die Wahrnehmung einzusetzen, sein Mindset zu verändern, alles das, was wir eigentlich über das Jahr auch tun. Und da laden wir dich ebenfalls ein. Auch dazu findest du einen Link und da darfst du einfach dazukommen.
Karin: Vor allem dann, wenn du merkst, schon immer hat es gekräuselt. Gekräuselt? Ja, gekräuselt. Das Wort kam direkt.
00:24:06: Geklitzelt. Genau. Gerufen. Schon immer hattest du das Gefühl, irgendwann lande ich auch mal im neuromagischen Universum.
00:24:16: Irgendwann kommt dann dieses Zucken, diese Infusion. Genau, wenn du das immer schon gedacht hast, dann ist das Open Door erst recht für dich. Denn wir stellen dir nicht nur vor, wie du das Jahr mit uns verbringen könntest. Es ist keine Verkaufsshow, sondern im Gegenteil, es ist ein megageiler Trailer.
00:24:38: Ich freue mich so sehr drauf, es ist so hochenergetisch. Sondern wir werden auch zum 7.1. alle unsere Preise anheben. Und wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit, wo du sagst, das ist mein Zeichen, jetzt zu springen?
André: Absolut. Wir finden es sehr fair, dir das mitzuteilen, dass du jetzt noch zu diesen Konditionen ins neuromagische Universum springen kannst. Das machen viele und wir möchten die das einfach nicht vorenthalten. Und wenn das ein Thema war, schon länger.
00:25:09: Ich hatte gerade gestern noch ein Gespräch mit einer wundervollen Frau, die seit fünf Jahren, die wir seit fünf Jahren kennen, im neuromagischen Universum unterwegs ist. Und wie wundervoll, dass man auch nach fünf Jahren, nach zwei Jahren, nach drei Jahren diesen Entscheid treffen kann und ins neuromagische Universum springt.
Karin: Und offene Türen tun es. Und auch Appro und Partys.
00:25:34: André Naja, du darfst hier gerne auch was dazunehmen. Vielleicht magst du ein Glas. Wir trinken ja keinen Alkohol. Du darfst gerne auch ein Glas Prosecco oder alkoholfreien Schaumwein oder was auch immer dir schmeckt.
00:25:44: Ein Lieblingstrink schon bereit machen. Das findet dann statt. Auch da packe ich dir das Datum rein. Am 29.
00:25:50: Dezember muss man sich da anmelden. Ja, also.
00:25:53: Karin Dass du einfach den Link hast für die Zoom-Party. Du kannst dich anmelden und bekommst all die Daten.
André: Wir lieben die verrückten Ideen. Das machen wir im alten Jahr noch. Wir denken, das passt doch einfach. Mal zu zeigen, was sich alles verändert und wie man da unterwegs sein kann.
00:26:10: Das passt in diese rauenechte Zeit, wo man sich mit sich selber beschäftigt, auf welche Art und Weise auch immer. dieses Besinnliche auch in was Nützliches, in was Formgebendes zu bewegen. Denn die Zeit ändert sich ja, das Licht kommt wieder zurück, auch wenn wir es jetzt noch nicht wirklich feststellen. Das Pendel, das ausgelaufen ist und bevor es dann wieder mit Schwung in die andere Richtung geht, genau diese Zeit nutzen wir.
00:26:39: Komm ins RAUHNICHTES SPECIAL, da freuen wir uns. an den Open-Door-Call, die Party, die Vor-Sylvester-Party. Dann sehen wir uns und freuen uns, mit der ganzen Community zu feiern.
Karin: Ich hatte einen Schokoladenkuchen mit Wein heute Mittag.
00:26:55: André Und?
Karin: Und ich trinke keinen Alkohol mehr.
André: Du hast keine rote Nase und darfst keine roten Backen.
Karin: Ich würde mir mal zugestehen, zu denken, dass ich das schon ein wenig spüre.
00:27:08: André Ich spüre das schon ein wenig.
Karin: Ich trinke ja keinen Alkohol wegen dogmatischen Geschichten im Sinne von Alkohol, sondern eigentlich... Weil du ihn nicht verträgst. Ich habe ihn noch nie vertragen, von dem abgesehen.
00:27:23: André Also von einer Schnapspraline, wenn du sowas essen würdest, dann landest du auf dem Tisch.
Karin: Ja, nein, ich hab da mal ein Kirschstängerli, heißt das in der Schweiz, gegessen. Ich weiß noch, als ich irgendwie bei meinen Eltern essen ging, und ich weiß nicht, was mich geritten hat, die Schokolade hat einfach gut ausgeschaut, und ich hab gedacht, ja, komm. Und dann hab ich das gegessen. Ich weiß noch, damals war ich noch angestellt, das war irgendwie über den Mittag.
00:27:46: Und dann bin ich so aus dem Bus ausgestiegen, ich war immer mit dem Bus unterwegs, und bin ich so über den Park gelaufen zum Arbeitsort, und hab ich gedacht, «Was ist denn los? Das schwankt alles. Ist irgendwas nicht in Ordnung? Bekomme ich irgendwelche Migräne?» Oder bis ich gemerkt habe, ah, das ist das Kirschstängel.
00:28:06: Also man kann sich so vorstellen. Beim zweiten Kirschstängel hätte ich dann schon auf der Bank. auf der Parkbank getaunt.
00:28:12: André Genau, das wäre dann schon Partylos.
Karin: Ich weiss mittlerweile auch, Alkohol verstärkt das, was da ist. Alkohol macht nicht irgendwas, sondern verstärkt das, was da ist. Ich glaube, das, was bei mir manchmal da ist, ist Hemmungslosigkeit.
André: Ja, oder macht offen für Energien, die vielleicht nicht immer nur die eigenen sind.
00:28:32: Karin Das ist spirituell auch zu sehen, dass es ein Türöffner ist für fremde Energien. Ja.
00:28:39: André Also es kann auf jeden Fall ratsam sein, sich an Weihnachten nicht unbedingt wegzuballern. Das muss nicht sein. Wenn du hier einfach besinnlich unterwegs bist und quasi in voller Präsenz mit dir, dann wünschen wir dir einfach jetzt ein wundervolles Weihnachtsfest. Wir wünschen dir ein ganz friedliches Weihnachtsfest.
00:29:00: Eines, das nach deiner Energie auch riecht, schmeckt und nicht nur das, was auf dem Tisch landet. Dass du es genießt mit deinen Lieben, dass du einfach eine schöne Zeit hast. Und es ist so cool hier an dieser Stelle mal Danke an deinen dein Treues dabei sein. Wir spüren das ja und wir sehen das ja auch, wie viele von euch mehrere Episoden gucken, wie viele von euch die Community supporten, wie viele von euch kommentieren, das abonniert haben und das finden wir einfach mega cool und das flasht uns immer wieder, dass wir hier quasi vom
00:29:33: bequemen Sessel aus dich inspirieren dürfen, dass du das annimmst und genau an dieser Stelle einfach ein Riesendanke. Das ist ein Geschenk und wie gesagt, Wenn du mehr möchtest, findest du die Links in den Shownotes. Und jetzt... Klingelingeling.
00:29:49: Karin Klingelingeling.
André: Mit viel, viel Glitzer. Wir singen jetzt nicht. Und wünschen dir einfach ein ganz, ganz schönes Weihnachten 2025. Bis ganz bald.
00:29:58: Karin Wir haben hier noch gesungen. Tschüss.
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