#48 Warum dein Weg andere triggert
Shownotes
Du erzählst von einer Entscheidung und merkst sofort, dass sich etwas verändert. Die Reaktionen sind anders als früher. Gespräche werden vorsichtiger. Fragen klingen plötzlich kritisch. Manche wechseln das Thema. Andere melden sich weniger.
Du hast das Gefühl, dich erklären zu müssen, obwohl du innerlich klar bist. Du wirst leiser, nicht weil du unsicher bist, sondern weil es mühsam geworden ist. Du spürst, dass du weitergehst, während andere stehen bleiben.
Manchmal fragst du dich, ob du übertreibst. Ob du zu viel willst. Ob es einfacher wäre, wieder anzupassen. Und gleichzeitig weisst du, dass Zurückgehen keine Option mehr ist.
Diese Episode hilft dir, genau das einzuordnen. Sie zeigt dir, warum dein Umfeld so reagiert, wenn du dich entwickelst. Sie gibt dir Orientierung für Situationen, in denen du merkst, dass du innerlich gewachsen bist und das Aussen noch nicht nachkommt.
▶️ Kapitelübersicht 00:00:00 Wenn Reaktionen plötzlich komisch werden 00:02:15 Warum Gespräche anstrengend geworden sind 00:05:50 Gut gemeinte Fragen, die dich verunsichern 00:09:30 Warum Widerstand nichts mit dir zu tun hat 00:13:40 Weshalb du dich kleiner machst als nötig 00:18:10 Warum Weitergehen sich einsam anfühlt 00:22:30 Wenn Nähe leiser wird ohne Streit 00:26:40 Bei dir bleiben, auch ohne Zustimmung 00:31:10 Nicht alles mit allen teilen müssen 00:36:00 Menschen finden, die mitgehen 00:41:30 Einladung zum nächsten Schritt
💡Deine Benefits aus der Episode 🔥 Du verstehst, warum Gespräche plötzlich anstrengend werden. 🔥 Du erkennst, weshalb gut gemeinte Fragen dich verunsichern. 🔥 Du hörst auf, an dir zu zweifeln, nur weil andere unsicher sind. 🔥 Du bleibst ruhiger, wenn dein Umfeld nicht mitzieht. 🔥 Du fühlst dich weniger allein in dieser Phase.
Hilfreich ist diese Folge vor allem dann, wenn du merkst, dass du dich innerlich entwickelst und das Aussen noch nicht mitzieht. Wenn du nicht zurück willst, aber auch nicht genau weisst, wie du mit der Reaktion deines Umfelds umgehen sollst.
Und wenn du spürst, dass da mehr in dir steckt und du anfangen willst, dein Leben wirklich selbst zu führen, dann findest du hier einen nächsten Schritt:
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Transkript anzeigen
André: Du entscheidest dich für einen neuen Lebensschritt. Du entscheidest dich, neue Dinge anzugehen. Und irgendwie merkst du, mein Umfeld... Komisch.
00:00:10: Vielleicht wird es ganz still, und vielleicht merkst du, dass deine Veränderung bei deinem Umfeld viel mehr auslöst, als du gedacht hast. Genau über dieses Thema sprechen wir heute. Es ist ein Thema, egal ob du uns schon kennst oder ganz neu hier bist, das unbedingt für Feinfühlende besprechen müssen. Das tun wir jetzt in dieser Episode.
00:00:29: Bis gleich nach dem Intro.
00:00:33: Karin Willkommen bei Fein und Fühlig, dein Kick für Intuition, Spiritualität und Business.
André: Hi, wir sind Karin und André, Unternehmer, Mentoren und Ehepaar. Wir sprechen über gelebte Spiritualität, über Transformation und Freiheit und über Business, das sich erfüllt und dir den Erfolg schenkt, den du wirklich willst. Klar, fühlend, glitzernd. Und jetzt viel Spaß bei der neuen Episode Fein und Fühlig.
00:01:00: Hallo, hallo.
Karin: Ein Phänomen, das doch viele kennen.
André: Ein Phänomen, genau.
Karin: Es ist immer wieder erstaunlich, auch wenn man das vielleicht schon ein paar Mal erlebt hat, nach einem Seminar oder man hat eine Vision geteilt oder man ist selbstständig geworden. Das ist auch so ein Thema. Am Anfang feiern vielleicht noch viele die Selbstständigkeit. Aber wenn dann grössere Ideen da sind, unkonventionellere Ideen, dann wird es entweder ruhig, Oder ganz laut, in dem Sinn, dass vielleicht plötzlich das abgewertet wird, was man als neue Idee hat oder als neue Identität hat.
00:01:39: Bist du jeweils auch überrascht?
André: Es kommt immer darauf an, was für ein Thema. Aber es ist ja so ein Phänomen oder ein Vorkommen, das alle kennen, die sich mal krass verändert haben. Vielleicht das erste Mal ausziehen, wo du dir eine Wohnung genommen hast. Oder das erste Mal eine große Ausbildung.
00:02:01: Oder vielleicht bist du auch im Ausland gewesen. Und das führt dann schon dazu, vor allem auch, Wenn du bei einer Weltreise zurückkommst, merkst du, wie mein Umfeld geblieben ist. Warum sind die noch so? Wie füge ich mich jetzt ein?
Karin: Eigentlich kann man sagen, es ist eine Systematik dahinter. Wenn man die kennt, muss man sie auch nicht mehr persönlich nehmen. Darüber sprechen wir heute. Hast du einen Glitzer, der dazu passt von der Woche?
André: Ja, ein Glitzer der Woche. Bei mir ist es unsere schamanische Ausbildung, die gestartet ist. Wir haben in den letzten Podcasts darüber gesprochen. Was mir zu diesem Thema auffällt, ist, Schamanismus ist ja nichts Neues.
00:02:46: Das ist ja nichts, was neu da wäre. Wir nennen es Rituals of the New. Bei mir ist aufgefallen, zu diesem Thema der Veränderung, dass ganz viele, die auch ... traditionelle Themen aufgreifen, die das neu machen, dass das genau dasselbe Gesetz ist, dass das genau auch diesem System unterliegt, über das wir heute noch sprechen werden.
00:03:11: Ich fand es einfach toll, dass Menschen sich wieder dem Universellen zuwenden, auch fürs Business, und dass wir das wieder neu verknüpfen mit dem, wie wir auch ein Business führen, mit dem, was gemacht wird.
00:03:27: Karin Ich war heute bei der Massage. Sie hat mir von Yogananda erzählt. Sie erzählt immer relativ viel über die Massage. Sie hat etwas erwähnt, was mich zu diesem Glitzer von heute führt, und zwar Furchtlosigkeit.
00:03:42: Das ist etwas sehr Wichtiges bei Yogananda. Und zwar nicht der Mut, was wir positiv reframed sagen würden. Es fühlt sich tatsächlich so an, Mut und Furchtlosigkeit, dieses Furchtlos, furchtlos seinen Weg zu gehen, passt, finde ich, ganz gut. Zu befürchten, dass man nicht mehr gefällt.
00:04:05: Zu befürchten, dass man nicht mehr dazugehört. Zu befürchten, dass Menschen einen doof finden würden, wenn man grösser wird. Dieses Furchtlos, seinen Weg zu gehen, finde ich sehr passend. Ich habe mich sehr berührt, als sie das gesagt hat.
André: Es passt ja dazu, dass wenn man wächst, wenn man sich entscheidet, eine Veränderung, dann hat ja diese Veränderung immer auch etwas mit dem Umfeld zu tun. Also es hat Auswirkungen.
Karin: Ja, definitiv.
André: In der Familie, Freundeskreis usw. Nehmen wir an, du hast ein neues Hobby. Genau, du beginnst ein neues Hobby. Und du findest das mega cool.
00:04:45: Und dann geht natürlich beispielsweise Zeit ab von dem, was du normalerweise mit deinen Freunden verbracht hast.
00:04:52: Karin Themen werden anders. Vielleicht wird sogar das Umfeld ein wenig anders, weil plötzlich andere Menschen ins Umfeld kommen, weil sie vom Hobby her das Ähnliche machen. Dann werden Verlustgedanken wahrscheinlich im Umfeld auch so. Man verbringt vielleicht nicht mehr so viel Zeit.
00:05:08: Die Themen, die wir besprochen haben, sind nicht mehr so wichtig. Vielleicht sind da noch die anderen, die da ... Oder jemand stürzt sich voll in etwas rein, Man kann es auch von der anderen Perspektive sehen. Was passiert eigentlich bei sich selber, wenn jemand kommt und eine mega grosse Vision hat und sagt, ich mache eine Ausbildung oder ich werde selbstständig im Business?
00:05:35: Das ist ja einer der grösseren Schritte. Dann mache ich das und das. Dann kommt oft dieses Ja, aber da musst du ja dann schon ... Zuerst drei Jahre.
00:05:47: Das geht ja nicht so schnell. Bist du sicher? Es ist schon ein wenig gewagt. Das meinen wir auch mit Kleinhalten.
00:05:53: Es entsteht ein komisches Gefühl von Kleingehaltenheit. Sie trauen es mir nicht zu. Sie reden es mir vielleicht gar aus. Auch von dieser Seite.
00:06:08: Es ist meistens nichts Persönliches, sondern eine Systematik. Wollen wir einsteigen, was da wirklich passiert?
André: Ja, was da wirklich passiert, wo du das ansprichst, dass es nicht persönlich ist. Es wird natürlich persönlich empfunden. Ja, natürlich. Weil das ja ganz stark triggert, nicht mal das.
00:06:27: Nehmen wir an, du hast jetzt eine Vision oder ein neues Lebensziel, fit zu werden. Oder du hast ein Business, das du jetzt verfolgst. Du hast eine Ausbildung, wo du jetzt sagst, ich bin startklar, ich will da jetzt durchstarten. Und dann bekommst du auch ganz viele Ratschläge.
00:06:42: Karin Ungewollte Ratschläge.
André: Dieses Persönlichnehmen ist natürlich auch, weil dein Umfeld dich liebt, weil dein Umfeld es quasi für dich gut meint. Und zeitgleich ist es so, jede deiner Veränderungen bedeutet ja auch immer, das Umfeld muss sich auch verändern.
Karin: Ja, es ist ein Verlust vom Bekannten. Man weiss ja nicht, zu wem diese Person wird, wenn sie sich jetzt aufmacht und wächst.
00:07:13: André Vielleicht ist es auch nicht mal nur, dass es die Vision ist. Nehmen wir an, du machst jetzt ein Business. Du widmest dich deinem Business, verbringst da viel mehr Zeit mit deinem Business, mit deinem Aufbau und überhaupt mit diesen Themen. Und das ist ja eigentlich dein Weg.
00:07:31: Karin Das ist ein individueller Weg.
André: Der ist ja persönlich. Das ist ja deine Vision. Jemand anders hat ja eine andere Vision. Aber was anklingt, ist, dass sie nicht wissen, wer du bist, wenn du es geschafft hast.
00:07:47: Wenn du Erfolg hast.
00:07:48: Karin Oder wenn du es nicht schaffst. Zu wem wirst du, wenn du es nicht schaffst und scheiterst? Die meisten haben ja nicht das Gefühl, oh, der baut jetzt Millionenunternehmen auf, vielleicht geht das. Meistens hat man oft dieses negative Aspekt von wegen, wenn der scheitert, geht es dem schlecht.
00:08:10: Dann hat er kein Geld mehr, dann wird er mittellos, und dann gibt es einen ganz schlechten ... Ja, oder? Wenn du jemanden liebst, willst du denen Sicherheit. Es ist ein wenig wie im Nervensystem.
00:08:22: Es ist oft nicht wirklich eine persönliche Wahl, zu sagen, dem rede ich das jetzt aus. Oder, ja, ich finde das nicht gut, dass der jetzt ... Du meinst, ich quatsche den so lange zu, bis der selber ... Ja, sondern es passiert etwas in ihm, dass irgendwas in Widerstand geht mit diesem Neuen.
00:08:45: Wir haben das ja immer wieder, wenn ... Wenn wir in Seminaren waren und vielleicht auch in Guatemala ... Als ich zurückkam, war eine meiner besten Freundinnen extrem wütend am Telefon, als ich ihr sagte, wir hätten das und das erlebt. Sie wollte ein wenig erzählen, weil alle wollten es wissen.
00:09:05: Ich ging davon aus, sie wolle es auch wissen. Sie hat mich ganz schnell unterbrochen und gesagt, ich wolle nichts von Guatemala hören. Das triggert mich extrem. Wäre wieder bitte normal.
00:09:17: Schön, seid ihr wieder zu Hause, aber das ist kein Teil von deinem Leben. Das ist kein Teil von meinem Leben, das muss auch nicht unbedingt von deinem sein. Ich war extrem getriggert. Aber das ist ja keine bewusste Entscheidung.
00:09:32: Sonst würde ich vielleicht bewusst entscheiden, ich spreche gerne darüber, vielleicht interessiert es mich gerade nicht. Aber das war ja nicht so, sondern das triggert. Und dann wirkt mir das Nervensystem ... Ich verliere was.
00:09:47: Und dann will ich ja ... Ich will nichts verlieren. Ich will nicht diese Person verlieren, die ich kenne. Und Wachstum heisst, ich werde halt schon auch ...
00:09:57: Ich würde nicht sagen, zu jemand anderem. Eigentlich schon, aber das hört man nicht so gerne. Ich will dieses Bleib-wie-du-bist auf Geburtstagskarten. Ich glaube, das ist das, was extrem triggert, dass es nicht die bewusste Wahl ist, ich rede mir das jetzt aus, sondern dass da das Nervensystem anklopft und sagt, du musst jetzt gerade gucken, dass der in Sicherheit ist.
00:10:24: Sonst verlierst du jemanden, den du liebst, oder der, den du liebst, wieder fährt was Schlimmes. Verscheitern.
00:10:32: André Für mich individuell, wenn ich ein Vorhaben habe, heisst es, dass die Qualität, die ich entwickle, dieses Know-how, das ich aufbaue, diese Passion und diese Zeit, die ich investiere, in der Bewertung des Gegenübers genauso ist. Oftmals ist es ja so, dass wir so lange Freunde sind, wie wir die gleichen Interessen haben. Beschneidungen. Wenn wir uns das vor Augen führen, bedeutet das, ich bin nicht wirklich geschätzt, sondern ich werde toleriert.
00:11:10: Ich werde toleriert, weil ich die gleiche Meinung habe. Ich werde toleriert, weil ich die gleichen Ansichten habe. Ich werde toleriert, weil mir das Gleiche wichtig ist.
Karin: Schon krasse Sichtweise. Niemand will einfach toleriert sein, oder?
André: Ja, das hat ja auch nichts mit Wachstum zu tun. Dieses Toleriertsein ist vielleicht genau der Punkt, wo man feststellt, aha, okay, da war schon länger was, was nicht gestimmt hat. Unser System ist sehr klug. Der Körper ist sehr klug.
00:11:38: Alles um uns herum auch. Die ganze Natur, die Schöpfung ist ja sehr klug. Es kann sich ja nur zeigen, wenn es da ist. Ja.
00:11:48: D.h., die Veränderung ist nicht mal der ausschlaggebende Punkt, sondern die Veränderung beschleunigt möglicherweise das, was schon klar ist, dass ich für meine Entwicklung einen anderen Weg gehe. Es ist nicht so, dass ich meinen Weg nicht gehe, nur damit die anderen nicht das Gefühl haben, ich verlasse sie oder sie werden zurückgelassen.
Karin: Gleichzeitig passiert das trotzdem unbewusst. Wir haben in der letzten Masterclass über Loyalitäten gesprochen, die sehr oft unbewusst sind. Loyalität im Sinne von Blockade, Blockaden, Anführung, Schlusszeichen, zum Beispiel im finanziellen Umsetzen. Dass man plötzlich merkt, das war bei mir so, wenn ich jetzt mehr anfange zu verdienen, dann bin ich ja genau in diesem Range, was meine Mama immer gesagt hat, das sind die, die.
00:12:38: Und ich will ja nicht zu denen gehören, sondern ich will zu meiner Familie gehören. Oder Loyalitäten zu Ausbildnern, dass ich z.B. als Therapeutin, genau so arbeiten muss, obwohl ich spüre, es ist nicht meine Wahrheit. Aber wenn ich es anders machen würde, wäre die Loyalität zu den Menschen, die mich ausgebildet haben, von denen ich ganz viel schätze ...
00:13:02: Da würde ich mich davon entfernen. Wir bleiben oft schon auch mit falschen Loyalitäten unterwegs, weil wir denken oder vertauschen, dass Liebe bedeutet. Dass wir als Liebe und auch ... Wenn wir plötzlich ausgegänzt werden und nicht mehr eingeladen werden zu den Festen oder zu irgendwelchen Supervisionen oder so, dann gehören wir nicht mehr dazu.
00:13:29: Da reagiert auch wieder das Nervensystem. Das war früher existenziell. Du bist gestorben, wenn du kein Tribe gehört hast. Und wenn du dich manchmal so einsam fühlst, weil du gerade eine Megavision hast, und jeder ist aber auf seinem kleineren Weg, im Sinne von, ja, die nächsten Ferien planen, und jetzt habe ich da eine Stelle, und die habe ich bis 65, und du bist plötzlich die Person, die
00:13:57: sagt, nee, ich steige aus dem ganzen Zirkus aus und mache etwas Geniales, das triggert natürlich, weil die anderen das nicht machen, und gleichzeitig fühlt es sich dann manchmal alleine an. Das muss man auch ehrlich sagen, oder? So ein Spannungsfeld. Ist so ein Spannungsfeld zwischen «Soll ich bleiben?» und das Risiko des Scheiterns scheinbar weniger da, oder gehe ich?
00:14:22: André Es ist ja auch noch der Zeitpunkt wichtig. Mir fällt auf, dass wenn ... Ich entscheide mich für etwas und habe den Fokus auf diesem Entscheid. Ich will fit werden oder ich habe mein Unternehmen oder was auch immer.
that.: Und dann bin ich mir dessen bewusst, diesen Fokus zu haben. Alles das, was sich dann negativ abspielt, führt mein Gehirn zurück auf diesen Fokus. D.h., ich mache einen Zusammenhang zwischen dem, dass ich mich entschieden habe, jetzt mehr Sport zu machen oder – nimm was – jetzt ein Business aufzubauen, vielleicht auch Abende nicht mehr nur mit Freunden unterwegs zu sein oder immer nur mit der Familie, sondern auch meine Zeit brauchen zu lernen.
Karin : Kein Alkohol mit Trinken ist ein Riesenthema. Genau.
André: Dann denke ich, das ist jetzt der Auslöser. Dann bewerte ich meine Veränderung ... Aufgrund von dem? Aufgrund von dem, dass mein Gehirn einen Fokus hat.
00:15:21: Alles, was fokussiert wird, all das, was nicht zu diesem Fokus passt, wird vom Gehirn als negativ angeguckt. Ich habe ein Beispiel. Es ist jetzt ... Genau.
00:15:35: Ich hatte eine Freundin, eine meiner besten Freundinnen, Irgendwann hat sich das dann angefangen zu verlaufen. Nicht mehr so eng und so weiter, aber über einen kurzen Zeitraum. Uns ist nie etwas vorgefallen. Ich kann mich noch erinnern, dass wir einen Termin hatten, und dann sind wir dahin.
00:15:58: Dann kam die quasi und hat gesehen, dass sie schwanger war.
00:16:02: Karin Ziemlich hochschwanger, ja.
André: Ja, ich glaube im fünften, sechsten Monat oder sowas. Und dann habe ich gemerkt, was bei mir damals passiert ist, das ist schon Jahre her. Ah, okay. D.h., mit mir hat man diese Information nicht mehr geteilt.
00:16:21: D.h., ich bin in diesem engen Freundeskreis so weit runtergerutscht, dass es quasi zufällig ist, dass ich überhaupt davon erfahre. Da habe ich gemerkt, das ist ein Teil einer Veränderung, die auch passieren kann. Es muss nicht immer ein Konflikt sein, es muss nicht etwas vorfallen, sondern es kann wie so still passieren. dass die Person, das Gegenüber, sich so verändert, dass sie oder er entscheidet, das sei sein Weg.
00:16:50: Karin Was ja eigentlich gut wäre. Es braucht ja nicht immer den Konflikt. Aber dieses Aussprechen macht man eben auch nicht. Zu sagen, wir teilen gerade nicht mehr so den Vibe.
00:17:01: Wir müssen nichts aufrechterhalten, wenn es so viel Energie kostet. Manchmal hat man das Gefühl, es kostet viel Energie, man produziert nicht mehr Neues, sondern hat nur noch diese Verbindung, weil man denkt, man müsse. Man hat die zwar lieb, aber es ist nicht mehr so relevant. Dann passieren ja auch ganz viele doofe Konflikte, die eigentlich nicht passieren müssten.
00:17:26: Von dem her ist es ja nicht ganz so schlecht. Wir kennen das ja auch schamanisch, diese schamanische Sichtweise vom Heldenreisen. dass man grundsätzlich davon ausgeht, dass ein Wachstum, ein Prozess, wirklich immer damit zusammenhängt, dass eine Position immer ... Das zeigen auch die Märchen.
00:17:48: Leider wurde diese Position oft bei der Christianisierung herausgeschrieben. Die Märchenfiguren haben einen Ruf. Sie sind meistens Junge oder Mädchen. Die eigentlichen Initiationen, sie werden zum Frau oder zum Mann, Alle Märchen sind diese Struktur.
tief.: Dann gehen sie los, haben Aufgaben und erleben Dinge und gehen tief.
André: Zum Teil um mögliche Aufgaben.
Karin: Scheinbar um mögliche Aufgaben. In den Wald, ins Dunkle und kommen dann zurück mit der Vision. Meistens in den Märchen ein Kuss oder ein Goldsegen, wie bei Goldmarie. Dann gibt es eine Struktur, die herausgeschrieben wurde, die genau das symbolisiert.
00:18:29: Wenn wir zurückkommen aus dieser Veränderung, gibt es noch eine Prüfung im Aussen. Das heisst, wir werden wieder ins alte Umfeld gemacht. Das Mädchen oder der Bube kommt quasi auf das Schloss. Also Prinz, Prinzessin, klassisch.
00:18:47: Genau. Da wird nochmals hinterfragt. Aber jetzt hast du diese ... diese Frau im Wald geküsst.
00:18:53: Das heisst noch lange nicht, dass sie würdig ist, als Königin hier zu herrschen. Wer ist sie denn schon? Das ist eine Prüfung, die nicht wirklich ... Wenn man es weiss, kann man es anders einordnen, die dazu führt, dass wir einstehen müssen für das Neue.
00:19:11: Wir müssen hinstehen und sagen, doch, ich bin würdig. Doch, das ist die große Vision. Doch, und ich mach's trotzdem. Und doch, ich merke, das ist das, was meine Seele will.
00:19:20: Und ich verstehe deine Angst, ich weiss, dass du mich lieb hast, und trotzdem muss ich das machen. Und das ist diese Position, die das verlangt, dass wir wirklich für uns einstehen. Wenn wir das so gucken, finde ich, dann ist es eine schönere Position. Es ist nämlich nicht schön, irgendwie ...
00:19:41: Gefühlt irgendwie abgewertet zu werden für seine neuen Ideen. Auf Social Media wird immer wieder erzählt, das ist ein Klassiker, die Menschen, die sagen, wenn man mit Social Media anfängt, finden viele es vielleicht cringe. Vielleicht die einen nahen Personen feiern dich noch und sagen, mach doch das. Und wenn es grösser wird, bekommst du plötzlich keine Likes mehr von den Menschen, die du kennst, im wahren Leben.
00:20:10: sondern von denen, die dich nicht mal kennen und feiern dich. Die, die dich kennen, finden es cringe, dass du da in Sichtbarkeit gehst und was Großes willst und musst du das machen usw. Wenn wir erkennen, dass es gar nicht böse gemeint ist, man darf das schon ansprechen und sagen, hey, das ist mein Weg, du musst das nicht liken. Und gleichzeitig ...
00:20:32: Finde ich super, wenn du das likest, weil auch so Dinge wie, gehst du wirklich einkaufen bei den Menschen, die du kennst, die ein Unternehmen gegründet haben? Weisst du, das finde ich immer wieder, unterstütze ich wirklich die Menschen, feiere ich sie oder feiere ich sie erst, wenn sie es geschafft haben? Das führt dazu, dass wir für uns einstehen und tatsächlich nochmals geprüft werden, gehen wir über diese Schwelle. Auch wenn scheinbar im Aussen gesagt wird, vielleicht gehörst du da nicht mehr dazu.
André : Das ist eine ganz spannende Beobachtung. Wachstum geschieht ja nicht nur, damit wir Applaus bekommen, und vor allem nicht von denen, die uns kennen, sondern in der Regel von denen, die uns noch nicht kennen. Du hast Social Media angesprochen, das ist ein typisches Beispiel. Bei ganz vielen auch, wenn es um Angebote oder um das Business generell geht, die möchten ganz viel Applaus bekommen.
00:21:35: Sprich, Applaus wäre, ich bekomme einen Kunden. Dann ist die Veränderung optimal. Wenn ich mich verändere, bekomme ich einen Kunden oder schliesst jemanden ab. Dann bezieht jemand meine Dienstleistung.
00:21:46: Man macht diese Dinge aber auch im Wachstum, dass neue Menschen zu einem finden. Der Grund ist nicht, die alten zu behalten, Das wäre dann analog Kundenbindung. Die Akquise, sprich das, was neu passiert im Businessaspekt, bedeutet immer, ich lerne neue Menschen kennen, ich ziehe neue Menschen an, ich gehe auf neue Menschen zu. In unserem persönlichen Kontext, wenn wir jetzt die Veränderung ...
00:22:13: Dann habe ich immer das Gefühl, ich habe jetzt meine Familie, meinen Bruder, meine Schwester, meine fünf Freunde und überhaupt meine Partnerschaft. Das ist jetzt mein harter Kern. Wir können uns manchmal gar nicht vorstellen, dass sozial auch eine Freundschaft sich über die Jahre verändert. Die Veränderung, um wirklich eine Freundschaft zu sein, läuft sehr parallel.
00:22:37: Das kann durchaus stattfinden, aber in vielen Fällen nicht, weil man unterschiedliche Interessen und Visionen hat. Wir tun immer so, als wäre es ein Fehler in der Matrix, als wäre es etwas, was schiefläuft, wenn eine Beziehung, die die letzten zehn Jahre gut funktioniert hat, Ich spreche jetzt von Freundschaften oder auch von Bekanntschaften, dass die nicht funktionieren.
00:23:03: Karin Es hört ja nicht auf. Ich erkenne das bei uns auch. Unser Unternehmen wächst, unsere Reichweite wächst. Das, was wir erreichen möchten, im Sinne von Seelenbotschaften in die Welt zu geben, wächst.
00:23:17: Das ist mir gestern und heute nochmals aufgefallen, als ich mit zwei Frauen gesprochen habe. Die einen kennen uns recht gut, und die anderen waren sogar die, anonmiert hat, selber was zu machen. Dann habe ich bei ihr entdeckt, dass sie so gesagt hat, wie es läuft. Alle Selbstständigen oder Unternehmer kennen das.
00:23:38: Vielleicht, wenn das so die Frage kommt, denkst du dir so ... Was meinst du genau? Dann habe ich auch gemerkt, es wird nicht nur gefeiert, wenn ich erzähle, wir seien in den Charts gewesen mit dem Podcast. Wir haben vor, das und das zu machen.
00:24:01: Wir haben noch eine neue schamanische Ausbildung. Es wird teilweise schon interessiert nachgefragt, aber ich merke auch immer mal wieder, dass die Menschen das nicht so gut finden. Heute wurde mir sogar gesagt, es müsse ja nicht alles so schnell passieren. Du darfst ja auch langsam gehen.
00:24:23: Ich kann das durchaus so sehen, dass ich merke, die Person kümmert sich. Sie sagt es aus Liebe, nicht aus «Finde ich doof». Gleichzeitig ist es manchmal ein Gefühl, kleinzuhalten. Zum einen kann ich das, aber es macht auch Sinn, das zu verifizieren.
00:24:40: «Mega cool, ja, stimmt. Ich muss ja nicht immer auf Vollgas gehen. Gleichzeitig muss ich auch nicht die Glaubenssätze von anderen abkaufen Es muss alles langsam gehen. Und Geld, da musst du halt vier, fünf Jahre zuerst.
00:24:54: Und ich denke mir, ja, kann sein, vielleicht mache ich es anders. Und ich kann das liebevolle Gemeinde nehmen und die Botschaft dahinter zuteilen, ist es das, was ich glauben will oder nicht. Ohne das zu bewerten oder ohne die Person zu bewerten. Früher hätte ich gedacht, ich will mich klein halten.
00:25:13: Heute denke ich mir, da kommen viele Ängste und Erfahrungen dieser Person, die nichts mit mir zu tun haben, aber ich bin Projektionsfläche.
André : Das Systemische. Es hängt alles miteinander zusammen. Wenn wir uns verändern und das Umfeld verändert sich nicht, läuft tatsächlich was schief. Also in der Regel ist es eher ein gutes Indiz dafür, dass wenn du dich veränderst für neue Ziele, für neue Möglichkeiten, wenn du auch tatsächlich ganz bewusst soziales Umfeld, du wirst jetzt beispielsweise mehr in den Business-Bereich gehen und dann lernst du natürlich auch Menschen kennen, denen das auch
00:25:49: wichtig ist. Du gehst nicht zu denen, die 24 Stunden feiern, auf Mallorca fahren und sich wegknallen. Du willst auch jene haben, die einen Sinn haben, die Zeit investieren und was aufbauen wollen. Das siehst du immer im Aussen.
00:26:10: Wir sagen, Veränderung ist keine, wenn du sie nicht auch im Aussen siehst. Und insofern ist es ja eher ein Ritterschlag oder ein Prädikat, etwas Besonderes. Ja, wenn Dinge verändern. Wir haben ja so eine Freundschaft, die ist wirklich seit Jahrzehnten.
00:26:27: Und das ist eine Wellenbewegung. Und mittlerweile weiss ich, okay, es gibt diese Wellen, wo man sich näher ist und wo man weiter weg rückt.
Karin: Oder wo man merkt, das Thema kann man liebevoll sein lassen, weil man da nicht die gleiche ... Oder auch sich selber spiegelt und merkt, ich reagiere jetzt mit einem Trigger drauf. Und wenn ich da wirklich für mich genau hingucke, ah, da ist noch eine Angst, diese Person zu verlieren, weil sie jetzt gerade irgendwas anderes plant. Und da ehrlich auch damit umzugehen und da nicht sich reinzusteigern in Gesprächen.
00:27:03: Es ist ja auch so, dass wir mit guten Freunden nicht über unser Business sprechen. Das haben wir auch gelernt. Nicht, weil wir das als Tabuthema haben, sondern weil wir nicht immer identifiziert werden möchten. Nicht alle Freunde müssen vielleicht genau den gleichen Weg gehen.
00:27:22: Sonst wird das sehr dünn. Wenn ich mich nur noch damit auseinandersetze, dass ich nur noch über ... Meine Themen, die sehr präsent in unserem Leben sind, weil wir ein Business haben, das ist so. Vielleicht anders, als wenn wir nur damit arbeiten würden.
00:27:39: Wir identifizieren uns sehr stark mit diesen Themen. Dann heisst es ja nicht, dass es nur Menschen in unserem Umfeld sind, die das genauso machen. Ich spreche ständig über Umsätze mit diesen Personen und merke, das triggert die andere Person, weil sie in einer anderen Lebenswirklichkeit ist. Ich finde das schon auch noch wichtig zu sagen.
André: Jetzt, wo du das ansprichst, die Lebenswirklichkeit, ich finde das noch ein wichtiger Punkt. Die Lebenswirklichkeit ist ja so, dass man nicht mal mit sich selber mit jeder Veränderung einverstanden ist. Also du stehst auf und guckst in den Spiegel und dann siehst du den nächsten Fall.
Karin: Mit welcher Veränderung bist du denn nicht zufrieden?
00:28:17: André Dann denkst du dir, die Falte ging ja noch. Aber vielleicht gibt es einfach auch Charaktereigenschaften, oder du siehst was an dir, und du kommst ja nicht mal mit dir selber klar zu 100 Prozent. Wie soll das denn sein, dass du ein Umfeld hast, dass bedingungslos all das, was du tust, unterstützen soll. Meine Perspektive ist ganz klar.
00:28:43: Wenn du einen Anspruch hast, dass dich die anderen immer unterstützen, hast du kein Umfeld, das dich auf Wachstum trainiert.
00:28:50: Karin Ja, unbedingt. Und ich finde auch, Wir können ja uns einander lieben, jetzt nicht partnerschaftlich gemeint, sondern auch sehr wertschätzen, ohne alles gut zu finden, was der andere tut. Oder man kann sie trotzdem unterstützen, auf eine andere Sicht und Weise sehen oder das auch aussprechen und sagen, ich finde es toll, dass du wieder den zwölften Partner hast.
André : Gratulation, hast du dann Abo.
Karin: Ich wünsche dir so sehr diese Freude. Weisst du, was ich meine? Es gibt einfach Themen, bei denen man sagt ... Da weiss man ...
00:29:34: Das ist ein Tabuthema. Aber nicht jede Freundschaft ... Was sagte mir jemand im Sommer? Ich fand das einen schönen Satz.
00:29:41: Nicht jede Freundschaft muss jedes Thema tragen. Ich finde das ganz was Cooles. Ich suchte lange eine Freundschaft, die mich in allen Facetten versetzt. Die eierlegende Wollmilchsauffreundschaft.
.: Ich glaube nicht, dass ich mich verstellen muss. Aber es gibt Themen, bei denen ich weiss, die sind da, die werden gefeiert. Es gibt dieselben Themen, wo ich weiss, bei den anderen Freunden werden die nicht gefeiert. Da muss ich sie auch nicht ansprechen oder den Anspruch haben, die müssen das jetzt auch gut finden.
André: Es gibt diesen Spruch von Gandhi. Die Reihenfolge heisst doch, erst ignorieren sie dich oder erst belächeln sie dich, machen sie sich lustig über dich, dann ignorieren sie dich und danach bekämpfen sie dich. Diese Reihenfolge ...
00:30:31: Karin Irgendwo feiern Sie ja auch nicht.
André : Nein, feiern kommt da nicht wirklich vor. Das hat natürlich einen Grund. Irgendwann würdest du dir eingestehen, falsch gelegen zu haben. Und dann ...
00:30:44: Na ja, ganz viele.
Karin: Ja, der Klassiker sind auch Stars in der Schweiz. Das ist ein Schweizer Podcast, wir können es nur von der Schweiz sagen. Aber Stars in der Schweiz werden gefeiert, wenn sie es im Ausland geschafft haben.
00:30:56: André Ich weiss nicht, ob das in Deutschland ist. Vielleicht ist der Markt noch ein bisschen grösser in der Musik. Aber in Österreich ist das wahrscheinlich auch ähnlich.
Karin: Man hat DJ Bobo immer total doof gefunden, wie sehr er Welttournee gemacht hat.
00:31:08: André Ja, ja. Ich war kurz nur abgelenkt, weil ich noch nachgucken wollte. Ich mache das in die Shownotes rein. Wir haben eine Episode gemacht, wo wir über dieses Thema gesprochen haben, spezifisch zur Beziehung, wenn es Partnerschaft ist.
00:31:20: Ich verlinke dir die unten. Wenn du da noch reingucken willst, mach das unbedingt. Das lohnt sich, weil wir dieses Thema heute als Beziehung nicht spezifisch noch angucken. Wir haben da in der Schweiz so einen Heiligen.
that line.: Der heisst Niklaus von der Flüe. Und weil der genau so eine krasse Transformation gemacht hat. Frau und Kinder hat er quasi stehen lassen, um in seinem intuitiven Weg, um seine Vision, die er bekommen hat, zu verfolgen. Und quasi in diesem Fall näher zu Gott und näher zu diesem Bezug zu haben.
00:31:55: Und heute, rückblickend betrachtet, ist das natürlich extrem krass. Also man würde sagen, das ist ein Feigling. Der stiehlt sich aus der Verantwortung. Er hat sich so verändert, dass er mit Frau und Kindern nichts mehr zu tun haben will.
00:32:07: Er wurde dann irgendwie Eremit und hat ganz viel ... Auf dem Steinkissen geschlafen.
.Karin: Ich hatte Horrorträume als Kind, weil wir mal die Städte besucht hatten. Meine Mutter ... Keine Ahnung, ob das stimmt. Papa hat gesagt, das seien die Gebeine von diesem Bruder Klaus.
.André: Von diesem Bruder Klaus.
Karin: Dann konnte ich wochenlang nicht gut schlafen als Kind.
André : Also wieder zurück in die Lebensrealität von heute. Gibt es noch einen Aspekt bei der Veränderung, wenn wir systemisch noch draufschauen? Wo du sagst, okay, was wird da wirklich im Hintergrund ausgelöst, dass es diese zwei Extreme zu geben scheint? Einerseits Rückzug in Stille, es verläuft im Sand, oder der Kampf, und dann gibt es Drama und Streit, damit man nicht mehr miteinander muss.
Karin: Oder es ist immer wieder ... Ich glaube nicht, dass es zwei Dinge gibt. Es kann durchaus sein, dass einem Sticheleien da sind. Man kann sagen, es sei wenig Drama, aber immer mal wieder, ja, du, mit diesem Geschäft, mit dieser Idee.
line.: Trotzdem hat man vielleicht ... Gerade bei Familie kann man nicht sagen, wir haben nicht mehr so viel gemeinsam. Viele haben diese Familienaspekte von ... Das ist Familie, das kann ich ...
nicht auswählen.: André Aber die kann ich mir auch nicht auswählen.
Karin : Ja, es kommt auf den Glauben darauf an, was man hat.
André: Also jetzt Blutfamilie beispielsweise?
Karin : Ja, im Sinne von, weisst du, ob die Seele das nicht ausgelesen hat. Was passiert da wirklich? Ich glaube, das ist tatsächlich sehr deutlich für mich, das Nervensystem, das reagiert. Das Nervensystem hat verschiedene Möglichkeiten zu reagieren, mit Kampf, also mit Widerstand, mit Kleinsprechen, mit ganz viel Kämpfen, dass die Person nicht diesen Weg geht oder das Kleinreden, nicht mal die Person per se kleinreden, sondern das, was sie vorhat oder das, was sie gelernt hat.
00:34:00: Ja, nein, deine Methode. Ja, ja, was haben wir auch schon gelernt. Das ist eher der Kampf gegen das Neue, das sich in dieses System neue Identität, neues Wissen, neue Lebensführung hineinbringt. Und das andere ist dieses Freeze, Rückzug, Flucht.
00:34:20: Auch ein klassisches Nervensystemprogramm. Ich schütze mich damit, dass ich in den Rückzug gehe und sage, mit der kann ich nicht mehr, die ist so seltsam, die spricht nur noch über das und das und finde, ich spreche nur noch negativ. Das sind so Klassiker.
André : Auch das kommt vor. Auch das kennen wir aus unserer eigenen Entwicklung, aus eigener Erfahrung. Vielleicht auf der Ebene des Paares. ist das tatsächlich auch eine Wellenbewegung.
00:34:52: Es ist nicht so, dass das parallel immer laufen würde, sondern es ist auch eine Wellenbewegung. Dieses Auseinandergehen und Wiederzusammenkommen in den Themen, in der Art und Weise, was einem viel bedeutet. Ich glaube, die Kommunikation hier ist wichtig. Wenn wir in den nächsten Minuten auch noch beleuchten, was du jetzt tun kannst, wenn du in einer Situation bist, etwas Neues in deinem Leben wachst und den Eindruck bekommst, dein Umfeld wirst du dann verlieren oder unterstützt dich nicht so, wie du das denkst.
00:35:21: Dass wir hier auch Rückmeldungen in die Community geben, was man denn tun kann.
00:35:29: Karin Ich finde, die eigene Sichtweise dazu verändert so vieles. Wenn man das nicht als persönlichen Angriff auf das, was man möchte, nimmt, sondern einfach das dahinter sieht, wenn es tatsächlich so ist, wenn es aus Liebe passiert. Ich weiss gerade, mein Papa möchte einfach, dass es mir gut geht. Durch seine Geschichte denkt er jetzt, diese Business-Idee könnte scheitern, und ich bin da mittellos.
.: die Absicht dahinter freistellen und das vielleicht auch ansprechen. Ich merke gerade, es ist wichtig, dass ich einen soliden Job habe, dass ich abgesichert bin. Das macht dir gerade Angst, dass ich da etwas anderes vorhabe. Ich gehe trotzdem.
00:36:19: Ich weiss es zu schätzen, dass du mich so sehr liebst.
André : Wenn ich dich richtig verstehe, könnte man sagen, Eine Rückmeldung muss nicht unbedingt die Wahrheit des Umfeldes sein, aber es ist ein Ausdruck von einer Unsicherheit, weil sie das Beste für einen möchten.
00:36:37: Karin Verlustangst. Also Verlustangst. Und weil das im Schamanischen der Punkt ist, wo es darum geht, für sich einzustehen ... Also dieser Prüfungspunkt, wenn ich meine Prüfung gemacht habe, zurückkehre, ins Gefüge wieder neu einstehe, Die Prüfung im Aussen, genau.
00:36:55: Die Prüfung eint den Platz, den man jetzt neu gehen will, tatsächlich geht, auch wenn niemand klatscht. Wenn man sich an das erinnert, dann weiss man auch, wie man agieren muss. Man muss da auch nicht in Widerstand gehen und sagen, das sei ein Blödsinn. Manchmal ist es auch ein Affekt.
00:37:17: Vieles löst sich, wenn man tiefer spricht und sagt, woher es kommt, dass du es immer ... Es schmerzt mich, wenn ich dich so höre. Ich habe das Gefühl, du unterstützt mich nicht. Du musst mich nicht unterstützen.
00:37:29: Aber was ist denn da? Menschen, die tatsächlich reflektiert sind, können auch sagen, es mache ihnen total Angst oder es sei blöd, was sie gerade machen. Das merke ich bei mir teilweise auch. Happy ist im Sinne von, ich habe das Produkt gefunden, das meinen Darm zaniert.
00:37:51: Dann merke ich bei mir, dass ich mal einen Schritt rückwärts gehe und sage, ach, guck. Und wenn die irgendwie kommt und schon ein paar Sachen erzählt, dass ich das Gefühl habe,
André: Du meinst, pack sie das Köfferchen aus.
.Karin: Ja, und so willst du nicht auch. Aber das sind meine. Das sind meine Automatiken. Und das dann auch sichtbar zu machen und zu sagen, ich merke gerade, ich bekomme Mega-Widerstand.
line.: Das hat mit mir zu tun. Oder zu sagen, ich merke gerade, du bist Mega-Widerstand. Ich wünsche es mir so anders, aber ich gehe trotzdem, weil ich meine Seele folge. Offen ansprechen.
André: Ein weiterer Punkt ist auch, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass Menschen vorangehen. Du bist mal Follower und mal Leader. Und es sich nicht anzugewöhnen, dass du immer zu denen gehörst, die nur folgen, die sich nur klein machen, die sich nur anpassen, dass immer du derjenige oder diejenige bist, weil ein Umfeld gesagt hat, das ist spannend, das ist interessant.
Karin: Und du nur dann geliebt wirst, sagen wir es mal richtig.
André: Dann sind wir wieder beim Thema, dann bist du mehr toleriert als geliebt. Dann wäre es eh Zeit, deine eigene Grösse zu erleben. Es kommt im Februar eine Masterclass dazu.
00:39:10: Karin Ein Mentoring, genau.
00:39:13: André The Great You und die Masterclass, die kommt noch. Wir verlinken dir das in den Shownotes. Auch wenn du magst, abonniere den Newsletter, dann hast du die Infos aus erster Hand.
Karin: Da geht es ganz stark um das Wachstum, um die Identität zu leben, für die man wirklich angetreten ist.
bedeuten.André: Ja. Also diese Wellenbewegung. Und dann das Thema des Leaders. Manchmal kann das Wachstumsschmerz bedeuten.
00:39:37: Tatsächlich. Um Leader zu werden, heisst in erster Linie immer, dass nicht die Meinung des gesamten Umfelds zustimmend ist. In der Regel irren die meisten. Von der Menge her.
00:39:55: Die Menge irrt. Die Menge irrt. Es gibt schon Schwarmintelligenz, aber in diesem Fall für deinen individuellen Weg ist es so, dass du auch aushalten darfst, wenn du so was machst, dass du aneckst, dass es Gesprächsstoff gibt, dass Menschen sich über das unterhalten. Das zeigt eigentlich, dein Leben ist interessanter geworden, weil du dich veränderst.
00:40:19: Karin Es gibt so einen Satz auf Social Media. Irgendwann hätseln sie nicht mehr, also liken dich nicht mehr aus einem näheren Umfeld, aber sie werden jede Story angucken. Weil du interessanter wirst, weil du plötzlich aus dieser Lebenswirklichkeit heraustrittst und plötzlich Dinge anders machst, neue Identitäten aufbaust. Ich war früher ganz im Widerstand mit dieser neuen Identität.
00:40:47: Wir werden sicher noch mehrere Podcasts immer wieder darauf kommen. Du wirst plötzlich zum Leader. Das ist tatsächlich ein schönes Bild dazu. Und ganz viele Menschen sind noch eingereiht, die eigentlich lieder wären und die spüren diesen Glitzer jetzt. bist.
00:41:05: in diesem Feuerjahr gereinigt, und es wird wie klar. Alles wird wegbrechen, sich einordnen müssen, wenn du Leader bist oder Leaderin bist.
André: Ich hatte heute einen Termin, auch zum Thema der Veränderung. Ich hatte einen Termin in einem Spital. Dann hat mir die Dame am Empfang eine Maske mitgegeben und gesagt, ich soll diese Maske anziehen, weil es wieder ansteckend wäre. Dann kam direkt die Ärztin, die mich betreut hat.
00:41:37: Ich habe sie angeguckt und gesagt, ich nehme das in Kauf. Ich atme lieber frische Luft wie jetzt CO2, mein eigenes, immer wieder ein. Ich bekam dann nur ein Zwinkern. Sie hat mir dann zu verstehen gegeben, Das sind solche Momente.
00:41:58: Es geht gar nicht um dieses spezielle Beispiel. Aber Lieder zu sein, bedeutet auch, seiner Seele mehr zu vertrauen. Und wenn du immer mitschwimmst, hast du dieses Sicherheitsnetz des Umfelds, das dich behütet. Du hast dann zwar deinen Auslauf, so wie ein Kind, so ein Gitter, dass du einen bestimmten Radius hast.
00:42:19: Aber wirklich die Welt selber entdecken, tust du nicht. Und das beginnt halt für mich zumindest erst dann, wenn ich tatsächlich auch meine Entscheidung mutig trage. Und das bedeutet, zum Leader zu werden und anzunehmen oder halt das in Kauf zu nehmen, dass es Menschen gibt, die das jetzt nicht super sexy, super toll und mich massiv unterstützen würden. Ich habe ja meine Vision, deshalb gehe ich ja los.
00:42:44: Auch für Feinfühlende. Wenn du uns zuhörst und auch Intuition oder Bewusstsein deine Themen sind, dann knüpft das da an. Ich kann nicht einfach auf dem Yogakissen im Lotus-Sitz bewusst sein. Wenn ich in die Welt zurückkehre, in die Welt, in der ich geboren bin, in deinen Job, in dein Umfeld, da funktioniert es nicht.
00:43:04: Das darf schon ...
Karin: Es dürfen nicht so verschiedene Welten sein. Da fühlt es sich gut an beim Meditieren, aber beim Alltag setze ich es nicht ein. Das ist ein ganz wichtiger Teil.
00:43:17: André Weil alles zusammenhängt, kannst du eigentlich mit deiner Veränderung beginnen, wo du willst. Und du darfst selber entscheiden, wo du wächst. Und auch wenn du gerade keinen Applaus bekommst, wenn niemand klatscht von deinem Umfeld, sei dir sicher, du machst die Veränderung für dich und nicht primär für dein Umfeld.
Karin: Und es ist immer gut zu wissen, du kannst ja auch ein Umfeld suchen, das klatscht. Wir sind auch immer wieder in Masterminds. Nicht, weil die klatschen, sondern weil wir wissen, da sind Menschen, die ähnliche Ziele haben, die Situationen verstehen. Aber das müssen dann nicht die Freunde sein.
00:43:53: Ich finde das noch gut, wenn man sagen kann, da ist der Platz, wo ich merke, Das sind die Themen, die ich mit denen besprechen kann, die sind gleich drauf, die haben grosse Visionen. Und da muss ich nicht einen Freundeskreis blamen, wo sie sagen, die haben alle kleine Ziele. Ja, vielleicht ist es einfach nicht das Thema in dieser Freundschaft, sondern ich suche mir auch einen Umfeld ganz bewusst, wo ich genau diese Themen, diese Unterstützung habe.
00:44:22: André Das wäre dann so was wie Community. Wenn dir diese Episode gefällt und du uns zuhörst, dann abonniere bitte diesen Podcast, schicke ihn jemandem, der ihn ebenso liebt wie du, der diese Episode unglaublich hilfreich finden könnte. Dann freuen wir uns auf dich. Bis ganz bald.
00:44:41: Karin Tschüss. Mit Glitzer.
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